Was ist eine Abmahnung?

Internetrecherche für Hausarbeiten: Auch hier ist Vorsicht geboten

Viele Kinder und Jugendliche suchen für ihre Hausarbeit im Internet nach Informationen. Hier gilt besondere Vorsicht: Alles, was direkt aus dem Internet zitiert oder zusammengefasst wiedergegeben wird, muss mit der Quelle angegeben werden. Hier gilt die 3-W Regel: Von wo stammt der Inhalt, wer hat ihn verfasst und wann wurde er verfasst? Viele Kinder erhalten in der Schule eine Wegleitung in der ausführlich beschrieben ist, was sie wie angeben müssen. Ein Plagiat ist ein Verstoss gegen die klare Benennung des Urhebers. Ein Plagiat liegt dann vor, wenn Zeitungs-, Magazinartikel, Fotos, Filme, Tonaufnahmen, Texte oder Ideen komplett übernommen werden und als eigene Arbeit ausgegeben werden. An Universitäten kann das zum Beispiel mit einem Prüfungsausschluss bestraft werden.

Facebook, Twitter, Blogs und Co: Im Zweifelsfall verlinken statt kopieren

Wer soziale Netzwerke oder Blogs betreibt, kann mit diesen einfachen Grundsätzen teure Bussen verhindern. Wenn Sie sich nicht ganz sicher sind ob ein Bild oder Text zu den freien Inhalten gehört, setzen Sie doch einen einfachen Textlink – damit verstossen Sie nicht gegen Urheberrechte. Achten Sie auf eine korrekte Quellenangabe: Wenn Sie ein Video von youtube verwenden, sollten Sie nicht nur den Ort, in diesem Fall youtube, sondern auch den Urheber der unter dem Video vermerkt ist, angeben. Vorsicht ist beim Ändern fremder Bilder geboten. Das ist selbst dann, wenn Kopieren erlaubt ist, in den meisten Fällen verboten. Beim Zitieren fremder Aussagen sollte darauf geachtet werden, dass die Quellenangabe korrekt ist und das Zitat nicht aus dem Zusammenhang gerissen, und damit inhaltlich verändert wird.

Herunterladen aus dem Internet: Die Abmahnung

Eine Abmahnung ist eine Unterlassungsaufforderung. Wenn im Internet gegen das Urheberrecht verstossen wird, ist die Abmahnung eine kostengünstige Form jemanden zu ermahnen ohne über den Gerichtsweg zu gehen. Mit der Abmahnung kommt eine Zahlungsaufforderung über einen - in den meisten Fällen sehr hohen - Betrag, als «Entschädigung». Abmahnungen werden in der Regel per Post von einer Anwaltskanzlei zugestellt. Sollten Sie eine  Abmahnung erhalten, können Sie diese akzeptieren und den Betrag begleichen. Wenn Sie die Mahnung nicht bezahlen möchten, wird Ihnen empfohlen, in eine Rechtsberatung zu gehen, da ein Gerichtsverfahren teuer werden kann. Seit 2008 versuchen Internetbetrüger regelmässig über Abmahnungen mit Zahlungsaufforderungen Geld zu erschwindeln. Einige dieser «Anwälte» sind bekannt. Am besten recherchieren Sie im Internet den Namen der Anwaltskanzlei um herauszufinden, ob der Anwalt echt ist. Wer unsicher ist: Sie können eine Urheberrechtszusatzversicherung abschliessen.

Tipp: Medienkurs für Eltern

Allen, die sich beim Surfen, Streamen und Downloaden unwohl fühlen, empfehlen wir, einen Medienkurs für Eltern und Lehrpersonen zu besuchen. Swisscom bietet solche Medienkurse regelmässig an.

Text: Anita Stalder im Februar 2013

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