Computerspiele für Kinder: Grenzen Sie die Nutzung ein

Egal, wie positiv sich Games auch auf Ihr Kind auswirken mögen: Behalten Sie das Nutzverhalten im Auge. Probleme im Zusammenhang mit der Computerspielnutzung können vermieden werden, wenn Sie Interesse an den Games zeigen. Meist freuen sich Kinder, wenn Sie Ihren Eltern die Regeln erklären dürfen oder wenn diese sogar eine Runde mitspielen. Kaufen Sie nur Spiele, die mit den Altersfreigaben der Pan-European Game Information (PEGI) gekennzeichnet sind.

Auch sollten zwischen Eltern und Kind eine feste Nutzungsdauer und –zeiten abgesprochen werden. Es ist normal, dass ihr Kind gerne länger spielen möchte, wenn es ein neues Videospiel entdeckt hat. Sie müssen sich keine Sorgen machen, wenn das Game in dieser Phase mehr Bedeutung hat als andere Hobbys. Wichtig ist, dass Ihr Kind soziale Kontakte im realen Leben weiterhin pflegt, auch Hobbys jenseits des Computers hat und die Schule nicht vernachlässigt. Sorgen Sie dafür, dass es neben der Schule und den Videospielen einen Ausgleich hat und viel an der frischen Luft ist. Der Medienratgeber «Schau hin» empfielt, Kinder bis sieben Jahre nicht länger als eine halbe Stunde pro Tag spielen zu lassen, Acht- und Neunjährige höchstens 45 Minuten, Zehn- und Elfjährige bis zu einer Stunde und Zwölf- bis Dreizehnjährige maximal 75 Minuten. Es kann sinnvoll sein, auch spielfreie Tage zu vereinbaren.

Achtung vor Computerspielsucht!

Gefährlich wird es, wenn die Freude an einem neuen Computerspiel zur Sucht führt. Diese erkennen Sie an folgenden Merkmalen:

  • Computerspiele werden zum Lebensmittelpunkt des Kindes und dominieren seine Alltagsstruktur wie auch sein Denken.
  • Kontrollverlust: Ihr Kind verliert den Überblick über Spielzeiten und kann sich nicht mehr vom Bildschirm losreissen
  • Entzugserscheinungen: Ihr Kind ist jenseits vom Computer nervös, unruhig, unkonzentriert, zittert oder schwitzt
  • Negative Konsequenzen im realen Leben: Ihr Kind vernachlässigt die Schule, Freunde und Familie
  • Eskapismus und Realitätsverlust: Ihr Kind verdrängt Probleme und flüchtet sich in die virtuelle Welt um den Alltag zu vergessen. An seinen alltäglichen Aufgaben hat es keinen Spass mehr.

 

Es gilt also, Computerspiele weder zu verherrlichen noch zu verteufeln. Wie bei so manchem im Leben ist ein gesundes Mass angebracht, das Sie zusammen mit Ihrem Kind anstreben sollten.

Autor: Jasmine Helbling

 

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