Datenschutz leicht gemacht: Internet-Tipps für Kinder

Im Internet kennen sich viele Kinder und Jugendliche gut aus. Sie surfen und chatten in der Regel selbstständig. Wie sie ihre persönlichen Daten schützen können, wissen viele jedoch nicht. Fünf einfache Internet-Tipps helfen, sich sicher in der Onlinewelt zu bewegen.

Internet-Tipps für Kinder

Persönliche Daten Ihrer Kinder gehören nicht ins Internet. Foto: iStockphoto, Thinkstock

Besprechen Sie mit Ihren Kindern diese Regeln und bieten Sie ihnen an, bei Fragen zu helfen. Erklären Sie Ihrem Sohn oder Ihrer Tochter, warum sie nicht jedem im Internet vertrauen können. Denn hinter angeblich Gleichaltrigen verstecken sich mitunter kriminelle Erwachsene, die sich mit Ihrem Kind treffen wollen.

Gibt Ihr Nachwuchs persönliche Daten weiter, können diese von Fremden für Werbezwecke missbraucht werden. E-Mailadressen werden dazu häufig genutzt. Anhänge von Unbekannten sollte Ihr Kind nicht öffnen. Dahinter verbergen sich eventuell Viren oder ungeeignete Inhalte wie pornografische Bilder.

Die fünf Internet-Tipps sind Empfehlungen der Kampagne «Schau genau» zur Bekämpfung von Missbrauch und sexueller Ausbeutung im Internet. Sie wurde von der Stadt Zürich im Januar 2008 ins Leben gerufen, um Jugendlichen und Erwachsenen zu zeigen, wo im Netz die Gefahren lauern. Sie umfasste Aktivitäten wie eine Plakatkampagne, Informationsveranstaltungen, Werbespots und die Internetplattform www.schaugenau.ch.

Fünf Internet-Tipps für Kinder

 

Kinder und Jugendliche sollten keine persönlichen Daten im Internet weitergeben.

Im Chat oder in sozialen Netzwerken sollten Kinder nicht zu viel preisgeben.

Internet-Tipp 1: «Ich verrate im Netz niemandem meinen Namen, mein Geburtsdatum, mein Alter, meine Adresse, meine Telefonnummern und E-Mail-Adressen.»

Persönliche Daten haben im Internet nichts zu suchen. Angaben über eigene Hobbys, Lieblingsplätze oder die Namen der Familie gehören ebenso wenig dazu. Besser sind erfundene Daten. Ein Fremder sollte nicht wissen, wer Ihr Kind ist.

Das gilt nicht nur für Anmeldungen in Chaträumen, sondern auch in sozialen Netzwerken wie Facebook. Die Privatsphäre-Einstellungen sollten so gewählt werden, dass nicht jeder auf das Profil zugreifen kann.

Machen Sie Ihrem Kind deutlich, dass viele Daten im Internet kaum gelöscht werden können und jahrelang bestehen bleiben.

Internet-Tipp 2: «Ich überlege mir gut, ob ich Fotos von mir versende oder hochlade.»

In den sozialen Netzwerken stellen die meisten Teenager auf ihrer Profilseite ein persönliches Bild von sich ein. Sind die Fotos einmal im Internet, kann jeder sie kopieren, verändern und versenden. Ihr Kind hat keine Kontrolle mehr über das Bild, auch wenn es dieses wieder löscht.

Nach Angaben der Zürcher Kampagne «Schau genau» kann es vorkommen, dass Köpfe von Jugendlichen auf nackte Körper montiert und dann ins Internet gestellt werden. Es gibt Personen, die versuchen, auf diese Weise andere zu erpressen oder unter Druck zu setzen.

Internet-Tipp 3: «Ich treffe mich nicht mit fremden Leuten, die ich im Internet kennen gelernt habe.»

Es ist leicht, im Chat mit Fremden Kontakt aufzunehmen. Einladungen eines Unbekannten, ihn zu treffen, sollten Ihre Kinder aber nie annehmen. Es könnte sich um Pädokriminelle handeln, die strafbare, sexuelle Handlungen an Kindern vornehmen. Die Informationen, die eine Person über sich im Internet gibt, muss nicht der Wahrheit entsprechen.

Internet-Tipp 4: «Wenn etwas Unangenehmes im Netz passiert oder wenn ich belästigt werde, spreche ich mit meinen Eltern oder einer Vertrauensperson darüber.»

Besonders in Chaträumen können Kinder auf Fremde treffen, die sie beleidigen, anmachen oder auf andere Weise verunsichern. Diese Personen sollten sie ignorieren und wegklicken. Gibt es im Chatraum einen Moderator, sollte er informiert werden. Schliesslich ist auch eine Meldung bei der Polizei möglich.

Internet-Tipp 5: «Im Internet verhalte ich mich gegenüber anderen so, wie ich selbst behandelt werden möchte.»

Fairer Umgang miteinander, das gilt auch im Netz. Obwohl im Chatroom niemand den anderen in der Realität kennt, ist es keine Grauzone. Es kann nicht jeder tun, was er will. Beschimpfen, beleidigen und bedrohen - das ist Tabu.

Noch mehr Tipps für Kinder im Internet gibt es unter

 

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