Kinderschutz im Internet: Wie viel soll man preisgeben?

Ohne Internet geht heute gar nichts mehr. Facebook, Chat und Foren gehören dazu – auch zum Alltag von Kindern und Jugendlichen. Neben zahlreichen Möglichkeiten, schnell und einfach zu kommunizieren, lauern im Internet aber auch Gefahren. Worauf Sie beim Kinderschutz im Internet achten sollten, erfahren Sie hier.

Kinderschutz im Internet: Worauf sollten Sie achten?

Kinderschutz im Internet: Worauf Sie achten sollten, erfahren Sie hier. Foto: Huntstock, Thinkstock.

Die Anonymität des World Wide Web macht Täter. Internet-Missbrauch kann aber vorgebeugt werden, wenn Sie einige wesentliche Grundsätze zum Kinderschutz im Internet beachten. Wir haben die wichtigsten Tipps der Eidgenössischen Stelle zur Bekämpfung von Internetkriminalität und Jugend und Medien, dem nationalen Programm zur Förderung von Medienkompetenzen, für Sie zusammengefasst.

Datenschutz: Je weniger persönliche Angaben, desto besser

Achtung mit Adressen, Telefonnummern und Geburtstagen: Adressen und Telefonnummern sollten auf keinen Fall online publiziert werden, um unerwünschten Besuch oder Anrufe zu vermeiden. Es ist sehr schwierig zu kontrollieren, was einmal online gestellt wurde. Deshalb ist es besser, komplett darauf zu verzichten. Geburtsdaten dienen oft der Identifikation. Es wird danach zum Beispiel im Callcenter des Mobilnetzanbieters gefragt. Damit sich niemand für eine andere Person ausgeben kann, sollte das Geburtsdatum grundsätzlich nicht im Internet zu finden sein. Bei Social Networks wie Facebook können Sie das elegant lösen, indem Sie nur den Jahrgang oder den Geburtsmonat angeben.

Ausserdem benutzen viele Leute nach wie vor ihr Geburtsdatum – oder eine Variante davon – als PIN Code. Diese PIN’s sind sehr unsicher und sollten ersetzt werden.

Eine besonders bekannte Form der Internetkriminalität ist das Phishing. Phishing ist, wenn jemand über gefälschte WWW-Adressen, E-Mails oder Kurznachrichten an Daten eines Internetnutzers kommen will. Der Zweck: Identitätsdiebstahl oder Kontoplünderung. Oft handelt es sich um persönliche Angaben wie Zugangsdaten zum E-Banking. Eine Bank würde aber nie via E-Mail um diese Angaben bitten.  Sie würde dafür telefonisch Kontakt mit den Kunden aufnehmen. Sämtliche Aufforderungen, persönliche Daten noch einmal einzugeben, sollten deshalb aufmerksam gelesen werden. Im Zweifelsfall lohnt es sich, bei der entsprechenden Firma anzurufen und nachzufragen.

Fotos: Nacktfotos haben im Internet nichts zu suchen

Beim Hochladen von Fotos ist viel Vorsicht geboten. Auch wenn Jugendliche es vielleicht lustig finden, den Schnappschuss vom letzten Saufgelage zu teilen: Ist das Bild einmal hochgeladen, verlieren sie die Kontrolle darüber. Auch wenn es wieder von einem Profil oder einer Webpage gelöscht wurde, kann es sein, dass das Bild bereits auf einige Rechner kopiert wurde und beliebig verschickt oder vervielfältigt wird. Was Kinder mit 15 witzig finden, ist vielleicht mit 25 gar nicht mehr so lustig, wenn man in der engeren Auswahl für seinen Traumjob ist und wegen solcher Bilder nicht eingestellt wird.

Nacktfotos, auch von Babys und Kindern, sollten nie hochgeladen werden, weil die Missbrauch-Gefahr sehr hoch ist. Wollen Sie wirklich, dass Baby-Fotos im Internet kursieren, vom zweijährigen Sohn, der stolz das erste Mal aufs Töpfchen geht? Im familienleben.ch-Forum wird darüber diskutiert: Die User sind sich beim Thema Veröffentlichen von Nacktfotos einig:

Userin Deb1 sagt: «Das geht einfach nicht. Die Kinder können nicht selber entscheiden und den Glüstlern kommts recht. Ein totales No go!!!!»Userin Emmka findet, dass das Hochladen von Nacktfotos von Babys und Kindern verboten werden soll: «Ich finde auch das geht gar nicht. Gerade in der heutigen Zeit. Egal ob Baby oder Kleinkind. So etwas sollte verboten werden.» Auch Forums-Userin Fae83 ist gegen das Hochladen von Nacktfotos, weil sich die Pädophilen dafür schon mal bedanken würden. Wie denken Sie darüber? Hier geht’s zur Forumsdiskussion.

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