Kindersicherheit bei Spielkonsolen

Kinder spielen gern mit tragbaren Spielkonsolen.

Kinder sollten nicht nur Spielkonsolen nutzen, sondern sich auch mit Freunden treffen oder Musik spielen. Foto: © Arne9001 | Dreamstime.com

Wie schützen Sie Ihre Kinder?

Achten Sie beim Kauf der Spiele unbedingt auf die Altersbeschränkungen, zum Beispiel auf das PEGI-Symbol. Das europaweite PEGI-System (Pan European Game Information) kennzeichnet Spiele mit Altersempfehlungen.

In der Schweiz gibt es einen Code of Conduct für Spiele. Er soll dazu beitragen, dass der Jugendschutz eingehalten wird, das heisst auf Altersbeschränkungen geachtet wird. Dazu haben sich einige Hersteller und Detailhändler freiwillig verpflichtet.

Die Spielkonsolen bieten Eltern technische Hilfsmittel, um die Kindersicherheit zu gewährleisten. Gemäss PEGI können dank bestimmter Sicherungen die Zugriffskriterien individuell eingestellt werden. So können Sie entscheiden, welche Spiele Ihr Kind spielen darf. Zudem können Sie den Internetzugang überwachen und festlegen, wie lange Ihr Kind spielen darf. Mehr zu den Sicherheitseinstellungen finden Sie in den Bedienungsanleitungen der Hersteller.

Hilfreich sind zudem ein paar allgemeine Tipps, die für den Umgang mit Medien gelten:

  • Seien Sie ein Vorbild! Spielen Sie selbst nicht stundenlang, sondern richten Sie medienfreie Zeiten ein.
  • Stellen Sie Ihre Kinder nicht mit der Spielkonsole ruhig. Das ist kein Babysitter.
  • Setzen Sie die Spielkonsole nicht als Strafe oder Belohnung ein.
  • Die Fachstelle für Suchtprävention im Kanton Luzern empfiehlt, dass Kinder unter 14 Jahren keine elektronischen Geräte im eigenen Zimmer haben sollten. «Studien zeigen, dass sich der tägliche Medienkonsum um rund 2 Stunden erhöht, wenn Kinder TV, Game-Konsole, Computer oder DVD-Recorder im Zimmer haben», so die Fachstelle.
  • Machen Sie sich über die Spielinhalte Gedanken. Sind Sie geeignet für Ihre Kinder?
  • Spielen Sie mit Ihren Kindern. Nur so wissen Sie, was Ihre Kinder am Spiel interessiert. Das gibt Ihnen zudem die Möglichkeit, Ihre Bedenken zu äussern und zu begründen.
  • Diskutieren Sie mit Ihren Kindern über die Spiele.
  • Legen Sie eine Wochenmedienzeit fest. Wie viel Medienzeit in welchem Alter empfehlenswert ist, lesen Sie im Artikel Kinder und Fernsehen.
  • Ermuntern Sie Ihre Kinder zu einer aktiven Freizeitgestaltung. Das Gamen sollte nicht die Freizeit Ihrer Kinder bestimmen. Sie sollten auch andere Dinge wie Musik spielen, Freunde treffen oder Sport treiben ausprobieren.

Quelle: Broschüre «Zappen und Gamen» der Fachstelle für Suchtprävention des Drogen Forums Innerschweiz

Text: Angela Zimmerling

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