Soziale Netzwerke: Kritik und Gefahren

 

Soziale Netzwerke: Wollen Sie wissen, wo Ihre Kinder surfen?

Beim Surfen auf sozialen Netzwerken ist Vorsicht geboten! Foto: iStockphoto - Thinkstock

Datenschutz

Viele soziale Netzwerke legen in ihren Datenschutzerklärungen fest, dass die Rechte der hochgeladenen Inhalte auf das Netzwerk übertragen werden. Persönliche Dateien können so kommerziell verwendet und an Dritte weitergegeben werden. Bilder und Videos bleiben auf der Datenbank des Netzwerks gespeichert, wenn das Benutzerkonto gelöscht wurde. Auch Personalien wie das Alter, Geschlecht oder persönliche Vorlieben werden ausgewertet. Wenn sich Jugendliche beispielsweise bei Google+ mit einem Google-E-Mail Konto anmelden, kann dieses nach Kontaktdaten von Freunden und Bekannten durchsucht werden. Ein Bericht der Stiftung Warentest hat zehn führende soziale Netzwerke miteinander verglichen und vor allem bei Facebook und MySpace «erhebliche Mängel» im Datenschutz gefunden.

Personalisierte Werbung

Soziale Netzwerke speichern nicht nur die persönliche Angaben ihrer User, sondern auch Präferenzen. Wenn Jugendliche bei Facebook beispielsweise ein Modelabel «liken» wird die Werbung bald nach dieser Vorliebe personalisiert. Wundern Sie sich nicht, wenn in der Werbeleiste plötzlich Schuhe, Kleider und Aktionen des Labels erscheinen.

Anonyme Registrierung und Jugendschutz

Beim Anlegen eines Nutzerprofils müssen Nutzer zwar ihre wichtigsten Personalien angeben, ob diese jedoch der Wahrheit entsprechen, kann nicht überprüft werden. So können sich Personen unter falschen Namen registrieren und der Jugendschutz kann leicht umgangen werden. Facebook schätzt beispielsweise 50 Millionen seiner Benutzerkonten als gefälscht ein.

Spionage

In den meisten sozialen Netzwerken können Jugendliche bestimmen, wer Zugriff auf ihr Profil hat. Meist ist das Verändern der vorgegebenen Einstellungen jedoch nicht leicht. Bei Facebook muss man für alle Inhalte einzeln bestimmen, wer sie sehen darf. Wenn das Profil nicht ausreichend geschützt ist, fällt es dem zukünftigen Arbeitgeber leicht, seinen Bewerber zuerst über das Internet auszuspionieren. So können Jugendlichen die letzten Bilder der feuchtfröhlichen Geburtstagsparty schnell zum Verhängnis werden.

Cyber-Mobbing

Mobbing ist schon auf dem Pausenplatz schlimm, im Internet sind Jugendliche jedoch losgelöst von Raum und Zeit angreifbar. Die Täter können ihre Opfer öffentlich über die Kommentarfunktion von Beiträgen beleidigen oder gezielt mit Bildern und Nachrichten blossstellen. Besonders problematisch ist dabei, dass Beleidigungen und Drohungen auch anonym eingehen und somit nicht zurückverfolgt werden können.

Tipps für den Umgang mit Cybermobbing gibt Swisscom unter www.swisscom.ch

Autor: Jasmine Helbling

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