Praktische Tipps für den richtigen Umgang

An dieser Stelle möchte ich gerne weitere praktische Tipps geben, wie man mit den verschiedenen Werken der Kinder umgehen kann.

Tipps und Tricks

  1. Wir führen eine Zeichnungsmappe ein, in welcher die Bilder und Zeichnungen der Kinder gut Platz haben. Auch A3 – Formate sollten gut da rein passen. Auf die Rückseite der Zeichnungen und der Bilder können das Datum und auch Stichworte geschrieben werden, welche in der Besprechung mit dem Kind aufgetreten sind.
  2. Im Zimmer des Kindes kann man mit einfachem Material ein Gestell einrichten, welches Platz bietet für die verschiedensten seiner Werke. Ist das Gestell voll und es kommen immer mehr Sachen, dann hat man mit dem Kind diesen vordefinierten Platz und kann dann besprechen, was entfernt werden soll damit Platz für Neues da ist.
  3. Wir können von Zeichnungen und Bildern und Kunstwerken aller Art auch Fotos machen und diese dann leicht im Computer abspeichern. – Übrigens in meinen Augen eine sehr sinnvolle Art und Weise dem Kind auch gleich den Computer nahe zu bringen und die Handhabung dieses heute alltäglichen Arbeitsinstrumentes auf kreative und bezugsnahe Art und Weise zu vermitteln. Der Computer bietet auch eine gute Möglichkeit, Bilder und andere Kunstwerke der Kinder zu kombinieren und weiter zu bearbeiten.
    Vielleicht hat man mal Lust, eine Postkarte aus einem Kunstwerk zu machen, oder aus mehreren einen Kalender, welcher dann zu Weihnachten den lieben Bekannten geschenkt werden kann. Die Fotographie im Zusammenhang mit der Bildbearbeitung bietet uns fantastische und für die Kinder sehr anregende Möglichkeiten.
  4. Man organisiert eine Ausstellung aller Werke der Kinder, lädt Bekannte und Verwandte dazu ein – eine spassige Sache, die vielleicht manch eine Künstlerlaufbahn beschleunigt…
  5. Man bespricht mit dem Kind auch mal, ob etwas weggeworfen werden soll. Eventuell kann man ein Erinnerungsfoto von dem Objekt machen und/oder auch ein kleines Ritual daraus bilden, in dem man die Sachen einem Feuer übergibt und schaut, wie diese sich durch die Kraft des Feuers transformieren.

 

In diesem Sinne sind auch im Umgang mit den Werken der Kinder keine Grenzen gesetzt. Die wertschätzende Haltung und der bewusste Umgang kann ein Ansatz zur bewussten, kreativen Förderung der Kunst werden und das Kind somit in seinem Selbstvertrauen zur eigenen Kreativität massgeblich beeinflussen.

Text: Leo Lalkaka Der Autor ist Kunst- und Ausdruckstherapeut MA, war als pädagogischer Leiter und Kindergartenlehrkraft in Zürich tätig und eröffnete kürzlich die Kinderkrippe Müsliburg in Affoltern.

 

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