Tipps zum Taschengeld

Vom Taschengeld können sich Kinder ihre Spielsachen selbst kaufen.

Vom Taschengeld können sich Kinder das kaufen, was sie wirklich wollen.

  • Das Kind freut sich auf sein Geld, deshalb das Taschengeld immer pünktlich zum vereinbarten Zeitpunkt auszahlen. Darauf sollte sich Ihr Kind verlassen können. Es muss nicht betteln, damit es Taschengeld bekommt.
  • Taschengeld ist kein Bestrafungsmittel, deshalb auf finanzielle Sanktionen verzichten.
  • Das Geld steht zur freien Verfügung (ausgenommen natürlich Zigaretten und Alkohol). Das Kind frei entscheiden lassen, aber trotzdem ab und zu Rat spendend zur Seite stehen: «Bis zu deinem Geburtstag sind es ja noch einige Monate. Wenn du vorher vier Wochen sparst, kannst du dir die CD selbst kaufen!»
  • Wie leicht man doch seine Kinder glücklich machen kann, ein Schein extra und schon lacht das Kinderherz. Erliegen Sie nicht diesem Trugschluss, ein gemeinsames Spiel oder Zeit für ein Gespräch haben den gleichen Effekt. Kinder mit Geld ködern sind die besten Voraussetzungen für spätere Schulden und Masslosigkeit.
  • Taschengeld ist für persönliche Wünsche da. Deshalb sollten die Grundanschaffungen wie Kleidung, Nahrungsmittel und Schulbedarf von den Eltern gedeckt werden.
  • Schaffen Sie klare Verhältnisse. Das jüngere Kind muss mit der «Ungerechtigkeit» leben, dass die ältere Schwester doppelt so viel Taschengeld erhält. Mit dem Alter wächst der Aktionsradius. Ein Elfjähriger kann mehr unternehmen als ein Siebenjähriger, deshalb sind Unterschiede bei der Auszahlungshöhe nur gerecht.
  • Taschengeld ist dazu da, um den Umgang mit Geld zu lernen. Wenn bei jeder Ebbe in der Kasse gleich ein Ausgleich von Seiten der Eltern geschaffen wird, ist der Lerneffekt gleich Null. Kinder und Jugendliche gewöhnen sich daran und meinen auch später im Erwachsenenalter gibt es jemanden, der sie aus der Patsche zieht.

Taschengeld für Stiefkinder

Wenn Kinder in verschiedenen Haushalten leben - unter der Woche kümmert sich Mama, am Wochenende Papa - ist die Klärung der finanziellen Versorgung des Kindes sehr wichtig. Das Kind erhält womöglich von beiden Seiten ab und an eine Finanzspritze. Für das Kind ein Anlass zur Freude, vom erzieherischen Aspekt aber fatal. Auf diese Weise kann das Kind keinen Bezug zum Geld aufbauen, die Relation schwindet. Für den Nachwuchs entsteht der Eindruck, Geld ist etwas Alltägliches, für dessen Erhalt man sich nicht besonders anstrengen braucht, denn es fliesst ja von allen Seiten. Eltern sollten sich des Kindes Willen auf einen gemeinsamen Konsens einigen: Über die Höhe des Taschengeldes, den Auszahlungstermin, aber auch klare Vereinbarungen, dass bei einem finanziellen Notstand nicht automatisch ein paar Franken fliessen. Wenn an beiden Erziehungsfronten Einigkeit herrscht, weiss das Kind woran es ist und kann die Eltern nicht gegeneinander ausspielen.

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