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Wie Eltern auf Kinderfragen reagieren sollten

Schlaue Antworten von Eltern

Kinder erwarten von Erwachsenen zufriedenstellende Antworten auf ihre gestellten Fragen. Dabei ist es egal ob die Frage Gott, Bienen und Blumen oder die Gravitation der Erde behandelt. Mami und Papi müssen diesen Wissensdurst der kleinen Person also stillen, da die Kinder oft nicht Ruhe geben, bis ihre Frage beantwortet ist. 

Wie die meisten Menschen auch, sind Kinder ungeduldig. Kinder wollen auf ihre Fragen in der Regel keine langen Geschichten hören oder lange in einem Gespräch verwickelt sein. «Zu lange Antworten verwirren – zu viele Informationen überfordern», erklärt Mütterberaterin Magdalena Edelmann. Worauf Mamas und Papas besonders achten sollten: «Eine gute, kindgerechte Antwort ist kurz und klar.»

Ganz wichtig: Es gibt keine wirklich richtigen Antworten, welche Sie in einem Buch oder in einer App nachlesen können. Die Antworten sollten sich in die kindliche Sicht der Welt einfügen. Warum Oma so viele Falten hat? Weil jede Falte im Gesicht eines Menschen eine Erinnerung an ein wichtiges Ereignis im Leben ist oder an eine vergangene Zeit erinnert. Mit dieser Erklärung kann die dreijährige Katharina mehr anfangen, als mit jeder biologischen Erläuterung des Menschen. 

Eine gute Antwort auf Kinderfragen kann nach Möglichkeit auch lauten: «Was denkst du denn dazu?» «Manchmal macht es Sinn, die Frage einfach zurückzugeben», sagt Magdalena Edelmann. Dieser Kniff hat sogar zwei Effekte: Zum einen lässt sich damit die Endlos-Frage-Schleife geschickt stoppen. Zum anderen führen solche Kniffs dazu, dass die kleine Person ihr selbstständige Denken unterbewusst fördert.

Darüber hinaus bietet er einen wunderbaren Einstieg, um mit dem Kind ins Gespräch zu kommen und gemeinsam über das Thema zu philosophieren: Warum ist die Erde wohl so, wie sie ist? Was sind Menschen? Sinnvoll ist es, die Antworten, die sich das Kind selbst zurechtlegt, zu akzeptieren. Denn wird es ständig korrigiert, wird es frustriert und sein Wissensdurst gebremst. 

Die Zeiten ändern sich – die Fragen auch

Mit dem Kindergarteneintritt oder Schulanfang verändern sich die Fragen und die Qualität der Fragen Ihres Kindes. Gerade Kinder wollen nun handfeste, weitere Informationen, welche auch zum Nachdenken anregen.

Es kann auch sein, dass die Kinder im ersten Moment keine Erwachsenen mehr mit ihren Fragen belagern, sondern sich persönlich mit ihrem besten Freund oder ihrer besten Freundin ein Bild über das Thema oder die Situation machen und dann zum Beispiel erst die Eltern interviewen. Und sobald das Kind seine Eltern mit Mathe-Fragen aus der Oberstufe umzingelt, wünscht sich so manche Mama oder Papa die lustigen Fragen des Babys aus der Vergangenheit zurück. 

Haben Sie Mühe damit, auf schwierige Kinderfragen eine passende Antwort zu finden? Dann lesen Sie sich unseren Artikel «Zwölf knifflige Antworten auf Kinderfragen». Mit diesen Antworten hinterlassen Mama und Papa einen guten Eindruck und unterstützen das Kind beim forschen weiterer Themen.  

Weiterführende Informationen im Internet

Text: Sigrid Schulze