Christentum: die wichtigsten Feste und Glaubensrichtungen

 

Was ist das Christentum?

Was unterscheidet Katholiken von Protestanten? Foto: iStockphoto - Thinkstock

Drei wichtige Feste des Christentums

Ostern

Ostern ist das wichtigste Fest des Christentums und dauert von Karfreitag bis Ostermontag. Am Freitag gedenken die Menschen dem Leiden Jesu, der am Kreuz gestorben ist. Der Karsamstag dient zur Vorbereitung auf Ostern; das Haus wird gereinigt und das Essen vorbereitet. Am Abend wird in der Kirche die Osterkerze als Symbol für den Auferstanden entzündet. Am Ostersonntag schliesslich feiern Christen Jesus Auferstehung von den Toten. Kinder essen an diesem Tag Süssigkeiten, farbige Ostereier und bekommen oft kleine Geschenke. Am Ostermontag findet als Abschluss des Osterfests ein Gottesdienst statt.

Christi Himmelfahrt

40 Tage nach dem Ostersonntag, an dem Jesus auferstanden ist, wird Christi Himmelfahrt gefeiert. Der Evangelist Lukas schreibt in seinen Berichten, dass Christus emporgehoben und von einer Wolke aufgenommen worden sei. Somit kehrte er heim zu seinem himmlischen Vater.

Weihnachten

An Weihnachten wird Jesu’ Geburt in einem Stall in Bethlehem gefeiert. Schon in der Adventszeit, vier Wochen vor Weihnachten, bereiten sich Familien auf das Fest vor und schmücken das Haus weihnachtlich. Dazu gehört auch ein Adventskranz, bei dem jeden Sonntag eine der vier Kerzen angezündet wird. Am Heiligen Abend, dem Abend vor Weihnachten, tauschen Familienmitglieder und Freunde Geschenke aus.

Glaubensrichtungen des Christentums

Es gibt unzählige christliche Glaubensgemeinschaften. Die drei grössten sind die katholische Kirche, die orthodoxe Kirche und die evangelische oder protestantische Kirche.

Katholische Kirche

Die grösste und älteste christliche Kirche ist wie ein Staat aufgebaut: Der Papst gilt als Oberhaupt und ist für die Katholiken Jesus Stellvertreter auf Erden. Unter dem Papst gibt es weitere Ränge wie Kardinäle oder Priester, die sich um die Gläubigen kümmern.

Orthodoxe Kirche

Im Jahr 1054 spaltete sich eine Gruppe von Christen von der katholischen Kirche ab, weil sie grundlegende Ansichten nicht mit ihr teilte. Orthodoxe Christen glauben beispielsweise nicht an die Dreifaltigkeit, die besagt, dass Gott in drei Lebensformen besteht: Als Gottvater; Gottes Sohn, der in Jesus zum Mensch geworden ist und als Heiliger Geist, der allen Lebewesen und Dingen innewohnt. Auch wollen orthodoxe Christen den Papst nicht als weltlicher Vertreter von Jesus anerkennen.

(Evangelisch-) Reformierte Kirche

Die reformierte Kirche sieht die Bibel als einzige Grundlage des Glaubens an. Später eingeführte Bräuche wie die Verehrung von Heiligen oder die Ernennung eines Papstes werden abgelehnt. Der Reformierte soll selbst nachdenken und nicht nur nachbeten, was der Pfarrer verkündet. In der Schweiz geht die Gründung der reformierten Kirche vor allem auf Calvin und Zwingli im Zuge der Reformation zurück.

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Autor: Jasmine Helbling

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