Ab ins Beet! Tipps fürs Gärtnern mit Kindern

Matschige Erde schmecken, mit Regenwürmern spielen und die eigenen Erdbeeren ernten. Kinder lassen sich leicht fürs Gärtnern begeistern. Und mit diesem Know-how wird Ihr Kinder-Garten auch zum blühenden Erfolg.

Gärtnern mit Kindern macht Spass und ist lehrreich.

 So ein Kinder-Garten! Bild: iStock



Und plötzlich schmeckt Gemüse doch gut. Nämlich dann, wenn man es selbst gezogen, gepflegt und geerntet hat. Dann schmeckt Gemüse nämlich nicht mehr nach öden Vitaminen, sondern nach purem Stolz. Und erst die süssen, selbst gezüchteten Erdbeeren. Von ihnen können kleine Erntehelfer kaum die Finger lassen.

Aber nicht nur für die Geschmacksnerven ist Gärtnern für Kinder ein echtes Sinnes- und Lernerlebnis. Zuzusehen, wie aus kleinen Samen prächtige Blumen werden, lässt Kinderaugen glänzen. Sich regelmässig um Unkraut, Pflege und Giessen der eigenen Sprösslinge zu kümmern, lässt ausserdem nicht nur den Garten wachsen, sondern auch das kindliche Verantwortungsgefühl.
Und abgesehen davon macht Buddeln in den Beeten einfach Spass. Und zu wissen, wie frische Erde schmeckt, ist ebenfalls eine Erfahrung, die kein Kind missen sollte. Kurz gesagt: Hier gehen gross und gründe Däumchen hoch.

Damit das Gärtnern mit Kindern auch wirklich zum blühenden Erfolgserlebnis wird, verraten wir Ihnen, welches die pflegeleichtesten und besten Pflanzen zum Start sind, wann Sie was am besten im Kindergarten pflanzen und geben kindgerechte Tipps zur Gemüse- und Früchtezucht.

Die besten Pflanzen zum Gärtnern mit Kindern

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Ideale Pflanzen für Gärtner mit viel Herz, aber noch wenig geduld. Bild: iStock

Kleine Gärtner haben in der Regel nicht so viel Geduld. Ideal zum Gärtnern mit Kindern eignen sich daher robuste Pflanzen, die schnell und prächtig blühen.

Ideale Blumenarten für Kinder sind:

Sonnenblumen, Löwenmäulchen, Ringelblumen, Kornblumen, Duftwicken, Strohblumen und Zinnen.

Eine besondere Freude für Kinder im Garten sind auch Nutzpflanzen, ihre Erträge kann man schliesslich direkt kosten.

Die besten Gemüse- und Fruchtsorten zum Gärtnern mit Kindern sind dabei:

Tomaten, Erbsen, Zucchini, Kresse sowie sämtliche Beerensorten (Erdbeeren, Brombeeren) und Kräuter (Minze, Basilikum, Koriander, Petersilie, Thymian).

Was hingegen nichts in einem Familiengarten zu suchen hat, sind giftige Gewächse. Kleine Garten-Entdecker halten es mit ihrer Neugier nämlich manchmal etwas zu ungestüm und stecken sich alles in den Mund, was irgendwie köstlich aussieht. Zu den typischen Giftpflanzen gehören dabei: Goldregen, Eibe, Herbstzeitlose, Buchs, Fingerhut, Maiglöckchen, Christrosen sowie Oleander oder Wandelröschen.

Gärtnern mit Kindern: Das wichtigste Garten-KnowHow für kleine, grüne Däumchen

Kinder bei der Gartenarbeit. erste Erfolge motivieren.

Zu sehen, was man mit eigenen Händen gross gezogen hat, macht besonders stolz. Bild: iStock

Kleine Beete, grosse Erfolge

Gärtnern mit Kindern funktioniert überall – selbst auf dem Balkon. Es muss schliesslich nicht gleich ein ganzes Beet sein, in dem das Kind seine Gartenerfahrungen sammelt, auch kleine Kübel und Töpfe bieten Platz für Pflanzerfahrungen.

Kübel und Töpfe beschildern

Kinder sind auf ihre eigenen Werke besonders stolz. Töpfe und Kübel können daher mit dem Namen des Kindes beschriftet werden; das stärkt das Verantwortungsgefühl gleich noch mehr. In Beeten kann eine Abteilung durch gespannte Bänder oder Stein-Markierungen gesetzt werden, um dem Kind sein eigenes Gartenreich zuzuteilen.

Hilfe erlaubt

Gärtnern mit Kindern soll Erfolge bringen, damit die Kleinen stolz und motiviert bleiben. Die Erwachsenen sollten daher ruhig hin und wieder ein Auge auf die Kinderbeete haben und ggf. giessend oder sonst unterstützend eingreifen, wenn etwas droht zu einzugehen. Die Kleinen müssen von der elterlichen Nachhilfe ja nicht unbedingt etwas mitbekommen, damit die Freude nicht getrübt wird. 

Schmutz gehört dazu

Erwachsene müssen nicht immer verstehen, was Kindern Spass macht. Das Buddeln in matschiger Erde zum Beispiel. Oder das Spielen mit Regenwürmern. Doch genau für solche Experimente ist der Garten da. Gartenzeit ist Experimentierzeit. Erlauben Sie den kleinen Gartenhelfern ruhig das Spielen im Dreck.

Robuste Gartengestaltung

Kinder toben oft ohne Rücksicht auf Verluste. Damit der Rasen diesen Freiheitsdrang gut übersteht, empfiehlt es sich speziellen Spielrasen zu sähen. Diese Sorte ist besonders robust und lässt so schnell keine Laufwege entstehen.

Gartenkalender für Kinder: Tipps von Monat zu Monat

Ob beobachten, spielen, pflanzen oder ernten: Der Garten hat das ganze Jahr Saison. Ein Monatsüberblick für das Gärtnern mit Kindern.

Januar und Februar
+ Im Schnee können Spuren von Tieren und Vögeln erkundet und gelesen werden.
+ Sofern es geschneit hat, kann ein Vogelhäuschen errichtet und befüllt werden.
+ Gärtnern mit Kindern funktioniert auch im Haus. Einfach ein paar Bohnensame auf einen feuchten Wattebausch geben, auf die Fensterbank legen und beim Wachsen beobachten.

März und April
+ Jetzt spriessen die ersten Blüten, die man beim Wachsen beobachten kann. Vor allem, wer im Herbst die Knollen gesetzt hat, ist jetzt stolz.
+ Es zwitschert wieder: Vögel beobachten, ihre Namen lernen und ihrem Gesang lauschen – das macht Klein und Gross gleichermassen Spass.

Mai
+ Beete anlegen: Sofern kein Nachtfrost mehr droht, kann losgelegt werden: Beete anlegen, Erde auflockern, und erste Keimlinge setzen.

Juni, Juli, August
+ Blütesaison: Jetzt kann die bunte Blumenpracht genossen werden. Aber sie braucht auch Pflege: Regelmässiges Giessen, Abschneiden vertrockneter Blüten und Unkraut zupfen kann jetzt von der ganzen Familie unternommen werden.
+ Der Sommer ist die beste Zeit zum Sammeln eigener, bunter Blumensträusse.
+ Eine laue Sommernacht bietet sich auch toll an, um im Garten zu zelten.

September, Oktober
+ Erntezeit: Nun können all die köstlichen Früchte geerntet werden, die man selbst gezogen hat. Ein Muss ist es natürlich auch, das Obst und Gemüse in der Küche zu verarbeiten. Tolle Obstkuchen, Salate oder Gemüseaufläufe schmecken am besten, wenn sie selbst gemacht sind.
+ Die Vorbereitung für das nächste Gartenjahr laufen jetzt: Blumenzwiebeln müssen gesetzt werden, ehe der erste Frost kommt.

November, Dezember
+ Aus dem Laub, das man jetzt harken muss, kann man tolle Fensterbilder basteln.
+ Ausserdem lässt sich aus dem Laub ein tolles Winterquartier für einen Igel bauen. Dafür türmt man Äste und Laub einfach in einer ruhigen Gartenecke zu einem grossen Haufen auf.
 

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