Richtig reiten lernen: So sollte der Reitunterricht ablaufen

Wer reiten lernen will, braucht die richtige Ausrüstung.

Die richtige Reit-Ausrüstung schützt vor Verletzungen. Foto: Dušan Kostic, iStock, Thinkstock

Richtig reiten lernen dank kompetenten Reitunterrichts

Eine Reithalle voller Pferde, in der Mitte ein überforderter, nicht ausgebildeter Reitlehrer - dieses Bild bieten viele Reitschulen. Wer für solchen Unterricht Geld ausgibt, gibt es umsonst aus. Denn zum einen lässt sich in einer Reithalle mit vielen Pferden nicht richtig reiten lernen, weil die Pferde aufgrund des Platzmangels fast nur hintereinander her laufen können. Zum anderen kann ein nicht gut ausgebildeter Reitlehrer nur bedingt den Schülern helfen, reiten zu lernen. Reitlehrer mit in der Schweiz anerkannter Ausbildung tragen die Bezeichnung SVPS. Das bedeutet, die Ausbildung ist vom Schweizerischer Verband für Pferdesport anerkannt.

Reiten lernen: Die Kosten

Zu Beginn der Reitstunden steht am Anfang Longenunterricht. Hier bekommt das Kind ein Gefühl für die Bewegungen des Pferdes, lernt, richtig zu sitzen und die Balance in Trab und im Galopp zu halten. Longenunterricht ist Einzelunterricht. Der schweizerische Verband für Berufsreiter und Reitschulbesitzer (SVBR) schlägt für eine halbe Stunde einen Preis von 40 Franken vor. Für Kinder und Jugendliche wird jedoch meist weniger verlangt. Für den anschliessenden Reitunterricht mit anderen Pferden und Kindern in der Halle empfiehlt der SVBR einen Preis von 40 Franken für 50 Minuten. Die meisten Reitschulen bieten Zehnerkarten an, so dass die Kosten im Endeffekt preiswerter ausfallen.

Die Reitschule, die besonders preiswert Reitunterricht anbietet, ist nicht unbedingt die beste Reitschule. Denn wichtig ist, dass die Pferde gut gehalten, die Ausstattung sinnvoll und die engagierten Reitlehrer gut sind. All das sind Kosten, die Reitschulen an ihre Schüler weitergeben.

Eine gute Reit-Ausrüstung schützt vor Verletzungen:

  • Wirbelsäulenschutz: Die bfu rät zu einer gut angepassten, bequemen Schutzweste, die vor Verletzungen des Rumpfs schützt und die Bezeichnung EN 13158 aufweist.
  • Helm: Wichtig ist, dass der Reithelm gut passt und die Bezeichnung EN 1384 trägt.
  • Reitstiefel: Zum Reiten sind über die Knöchel reichende Schuhe mit Absatz und glatter Sohle nötig, am besten Reitstiefel oder Bottinen/Stiefeletten, die mit Mini-Chaps ergänzt werden.
  • Reithose: Die Reithose sollte anliegen, elastisch und faltenfrei sein
  • Reithandschuhe: Reithandschuhe schützen die Hände davor, vom Zügel aufgescheuert zu werden.

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Autor: Sigrid Schulze

 

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