Schlittschuhlaufen: Rauf aufs Eis!

Ach, wie schön es ist, über das Eis zu gleiten! Wer auf Kufen unterwegs ist, der fühlt sich im Gleichgewicht. Zum Glück ist Schlittschuhlaufen gar nicht schwer. Mit der richtigen Ausrüstung und ein paar Tricks wird das Eislaufen schnell ein Vergnügen für die ganze Familie.

Schlittschuhelaufen: Rauf aufs Eis!

Schlittschuhelaufen macht Spass, auch wenn man ab und zu auf dem Popo landet. Foto: iStock, Sergey Khamidulin, Thinkstock

Kaum beherrscht der Winter das Land, werden allerorts die Schlittschuhe hervorgeholt. In Eishallen, auf Eisbahnen und auf zugefrorenen Wasserflächen toben sich jung und alt auf Kufen aus. Das macht nicht nur Spass, sondern hält auch fit, denn Schlittschuhlaufen fordert den ganzen Körper. Hier sind Körperbeherrschung und Kondition gefragt!

Die Enten laufen Schlittschuh

Die Enten laufen Schlittschuh
auf ihrem kleinen Teich.
Wo haben sie denn die Schlittschuh her –
sie sind doch gar nicht reich?
Wo haben sie denn die Schlittschuh her?
Woher? Vom Schlittschuhschmied!
Der hat sie ihnen geschenkt, weisst du,
für ein Entenschnatterlied.

(Christian Morgenstern)

Um Spass am Flitzen auf Kufen zu haben, ist wie bei jedem Sport eine gute Ausrüstung notwendig. Das heisst konkret: Die Schlittschuhe müssen rund um den Fuss herum eng sitzen, den Sprunggelenken dagegen Bewegungsfreiheit lassen. Handschuhe schützen bei einem Sturz die Haut vor Abschürfungen. «Kinder sollten immer einen Schneesport-, Fahrrad- oder Skatehelm und eventuell Knie- und Handgelenkschutz tragen», so die Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) in Bern. «Kleinere Kinder können gut eine ‚Gehhilfe‘ zum Festhalten benützen.»

Schlittschuhlaufen: Nur Mut!

Die ersten Schritte sind zwar in der Regel ziemlich wackelig, doch mit der Zeit entwickelt sich das Gefühl fürs Gleichgewicht. Eine Trockenübung, die Kindern meist viel Freude macht, ist das «Watscheln» in den Schlittschuhen. Die Fersen zeigen dabei zueinander, die Knie sind leicht gebeugt. «Dabei nach und nach versuchen, immer länger auf einem Bein zu bleiben», rät Markus Rüther, Qualitätsmanager/Senior-Produktmanager vom Schlittschuhherstellers Hudora in Remscheid. Dann geht’s auch schon aufs Eis. Hand in Hand fallen die ersten Schritte auf dem glatten Untergrund leichter. Und wenn man doch strauchelt? «Lassen Sie Ihren Partner oder Ihr Kind bei einem Sturz los» rät die bfu.

So lernen Sie Schlittschuhfahren

  • Erstes Gleiten:
    Vorsichtig Anlauf nehmen, dann die Beine parallel stellen und die Schlittschuhe einfach fahren lassen.
  • Kurven fahren:
    Einen Kreis ziehen und Slalom fahren – das geschieht ganz intuitiv durch Gewichtsverlagerung.
  • Rückwärts fahren:
    Markus Rüther: «Wer das üben will, stösst sich mit beiden Händen von der Bande ab und gleitet nach hinten weg. Das geht natürlich nur, wenn die Eisfläche nicht zu voll ist.»
  • Bremsen:
    Um zu stoppen gibt es zwei Möglichkeiten: Einen sogenannten «halben Schneepflug» macht, wer während der Fahrt einen Fuss hinten quer stellt. Der «Hockeystopp» ist auch Skifahrern bekannt: Knie leicht beugen und ab in die Seitenlage.

 


Vorsicht auf Seen und Flüssen

Heiss aufs Eis? Besonders viel Vergnügen macht das Schlittschuhlaufen, wenn die Wintersonne vom blauen Himmel scheint. Hier, an der frischen Luft, ist viel Platz, um Pirouetten zu üben und mit dem Schläger dem Puck hinterher zu jagen. Damit der Spass kein eiskaltes Ende nimmt, ist allerdings Vorsicht geboten. Wer ins Eis einbricht, ist in Lebensgefahr, denn Unterkühlung und Ertrinken drohen.

An diesen Stellen ist Eis besonders gefährlich

  • Dunkle Stellen im Eis:
    Sie verraten, dass das Eis viel zu dünn ist. Hier ist die Einbruch-Gefahr besonders hoch.
  • Verschneites Eis:
    Der Schnee versperrt den prüfenden Blick aufs Eis, Risse lassen sich nicht erkennen.
  • Bewachsene Uferzonen:
    Hier ist das Eis oft brüchig.
  • Seen, die von Bächen oder Flüssen durchzogen sind:
    An den Ein- oder Ausflüssen kann innerhalb weniger Meter das Eis deutlich dünner und die Eisqualität völlig anders sein als auf dem Rest des Sees.

 

Wer auf Nummer sicher gehen will, meidet Flüsse und Seen. Dennoch lässt sich unter freiem Himmel dahingleiten. In der Schweiz gibt es neben Eishallen auch eine Fülle von attraktiven Eisbahnen an der frischen Luft.

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