So verhindern Sie Unfälle beim Trampolinspringen

Springen auf dem Trampolin macht Kindern nicht nur grossen Spass, es fördert auch Kondition und Beweglichkeit. Doch leider ist die Verletzungsgefahr beim Trampolinspringen hoch. Tipps, wie Sie Unfälle vermeiden.

Das Trampolin ist bei vielen Kinder beliebt, birgt aber auch Gefahren

Trampolinspringen macht Spass, birgt aber auch Gefahren: Zu zweit springen sollte man lieber nicht. Foto: Polka Dot, Thinkstock

Ein Absprung - und schon geht es hoch in die Luft. Selten fühlt man sich so leicht. Lustig ist es, auf dem Po zu landen, dann erneut hochgeschleudert zu werden, bevor die Füsse sich wieder in das Sprungtuch drücken. Nein, langweilig wird das Trampolinspringen nie.

Trampolinspringen macht aber nicht nur Spass. «Trampolinspringen ist weit mehr als nur Hüpfen. Es fordert und fördert Koordination, Beweglichkeit, Kraft und Ausdauer», so die Beratungsstelle für Unfallhütung (bfu) mit Sitz in Bern. Kein Wunder, dass Eltern in vielen Gärten Trampoline für ihre Kinder aufstellen möchten.

Dennoch ist Vorsicht geboten. Immer mehr Kinder verunglücken beim Trampolinspringen. «Die meisten Unfälle ereignen sich bei Saisonbeginn im April», teilt das Universitätsspital Bern mit. «Verletzungen treten vorwiegend an Armen und Beinen, aber auch am Kopf auf.»

Häufigste Ursachen für Unfälle auf dem Trampolin sind:

  • Gefährliche Sprünge wie Saltos
  • Zusammenstösse mit anderen Personen
  • Landung neben dem Trampolin, oft verursacht durch einen Stoss
  • Ungeschickte oder harte Landung auf dem Trampolin
  • Aufstossen auf Trampolinfedern oder Rahmen

(Quelle: bfu.ch)

 

«Gefahr erkannt, Gefahr gebannt», so lautet ein bekanntes Sprichwort. Viele, vor allem auch schwere Unfälle lassen sich vermeiden, wenn Kinder und Eltern einige Sicherheitsregeln beim Springen auf dem Trampolin beachten.
 

Trampolin: Das sollten Kinder wissen


Immer alleine springen

Vier, fünf Kinder auf einem Trampolin: Klar, dass Zusammenstösse nicht ausbleiben. «Die meisten Kinder verunfallen zu zweit oder dritt und nach einer Hüpfdauer von 11 bis 20 Minuten», teilt das Universitätsspital Bern mit. Peter Klimek, unter dessen Leitung Daten zu Trampolin-Unfällen zusammengetragen wurden, rät deshalb: «Es ist wichtig, die Kinder einzeln und vor allem unter Aufsicht auf dem Trampolin spielen zu lassen.»

Schuhe ausziehen

Schuhe können nicht nur das Sprungtuch beschädigen, sie können auch Verletzungen zur Folge haben. Wer mit Schuhen springt, kann beim Landen leichter umknicken. Allerdings bergen auch Socken ein Verletzungsrisiko, weil sie nicht rutschfest sind. Am besten ist es, barfuss zu hüpfen.

In der Mitte des Trampolins bleiben

Hoch soll es hinausgehen – und das geht am besten in der Mitte des Trampolins. Deshalb macht das Springen dort besonders viel Spass. Darüber hinaus ist es in der Mitte des Sprungtuches am sichersten. Denn Unfälle ereignen sich oft beim harten Aufprall auf den Rahmen.

Ausspringen vor Verlassen des Trampolins

Klar wirkt es cool, wenn man sich schwungvoll vom Trampolin schwingt. Nicht mehr so cool ist es aber, zu hart aufzukommen und sich zu verletzen. Deshalb gilt es, vor dem Verlassen des Trampolins an Schwung zu verlieren und sich auszuspringen.


Trampolin: Das sollten Eltern wissen

Auch Eltern können ihre Kinder vor Unfällen auf dem Trampolin schützen, indem sie einigen Sicherheitsregeln folgen. Sinnvoll ist es zum Beispiel, bei Kauf des Trampolins auf folgende Aspekte zu achten:

Stabilität des Schutznetzes überprüfen

Zum Trampolin gehört ein Schutznetz, das Stürze auf Boden oder Umrandung verhindert. Das muss stabil sein. Es darf weder nachgeben noch reissen, wenn Kinder in das Netz geschleudert werden. Trotz des Sicherheitsnetzes ist es wichtig, dass das Trampolin frei steht. «Im Umkreis von 2,5 Metern dürfen sich keine harten und scharfkantigen Gegenstände, keine Äste, Stromleitungen, Wände, Zäune, Spielgeräte usw. befinden», so die Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu).

Zusätzliches Sicherheitsnetz kaufen

Sinnvoll ist es, zusätzlich ein Sicherheitsnetz zu kaufen, das zwischen Rahmen und Boden gespannt wird. «Ist es gut fixiert, verhindert es, dass Kinder unter den Trampolin kriechen können», erklärt die Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu).

Auf gut gepolsterten Rahmen achten

Klar, dass Kinder beim Springen auch mal auf dem Rand des Trampolins landen können. Der Rahmen sollte deshalb mindestens zwei Zentimeter dick gepolstert sein. Darüber hinaus sollte die Polsterung nicht nur den Rahmen, sondern auch die Federn bedecken. Mit einer Abdeckplane lässt sich die Lebensdauer des Trampolins entscheidend verlängern.

Gewichtsklasse des Trampolins berücksichtigen

Das Trampolin sollte auf die Gewichtsklasse des Kindes abgestimmt sein. Ein Trampolin mit 88 etwas kürzeren Federn kann einem Kind eine tiefere und bessere Rückfederung geben als ein Trampolin mit 104 langen Federn.

Wichtig ist es, das Trampolin regelmässig zu kontrollieren. Sind Löcher im Trampolin oder Risse in der Polsterung entstanden? Hat das Sprungtuch noch genügend Spannung? Ist das Trampolin nach wie vor gut im Boden verankert? All das sind wichtige Aspekte, die dafür sorgen, dass das Trampolinspringen auch weiterhin den Kindern viel Spass macht.

Weiterführende Links zum Trampolin für Kinder

  • «Trampolinspringen: Sicher springen, sicher landen» heisst die Broschüre der Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu): www.upi.ch
  • Tipps der Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) zu Freizeit-Trampolinen: www.bfu.ch
  • Die ersten Schritte auf dem Tuch: www.trampolintipps.de
 

 

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