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Giftpflanzen: Wenn der Schein trügt

Viele Pflanzen sind eine Augenweide, doch von einigen sollte man besser die Finger lassen – den giftigen.  Noch wichtiger ist Ihnen wahrscheinlich, dass Ihre Kinder sich vor den Giftpflanzen hüten. Seien Sie deshalb auf der Hut, was im Garten blüht oder sich auf dem Wanderweg befindet. Denn aufgrund kindlicher Neugierde ist schnell mal etwas auf der Zunge, was nicht darauf gehört.

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Vorsicht vor diesen Giftpflanzen!

Maiglöckchen oder bei uns auch Maieriesli genannt. Foto: vora, iStock, Thinkstock

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Giftpflanzen: Der Oleander

Der Oleander ist eine beliebte, ästhetische Zierpflanze. Seine weissen und rosa Blüten kommen zwischen Juli und September zum Vorschein. Leider sind bei ihm aber auch alle Pflanzenteile giftig und man sollte beim Schneiden oder Umpflanzen stets Handschuhe tragen. Der Verzehr kann auch hier von Kopfschmerzen, Übelkeit bis zu Herzrhythmusstörungen und Tod führen. Jedoch ist Letzteres aufgrund seiner Bitterkeit zum Glück auch eher unwahrscheinlich.

Giftpflanzen: Efeu

An so mancher Hausfassade sieht man den Efeu, kletternd an Hauswänden. Was viele aber nicht wissen: Auch beim Efeu sind sämtliche Pflanzenteile giftig. Die Einnahme von zwei bis drei  Beeren kann bereits Symptome wie Brennen im Rachen, Erbrechen, Krämpfe und Kopfschmerzen auslösen. Grössere Mengen können sogar zu einem Atemstillstand führen.  Aber die Beeren sind so bitter, da werden Sie oder Ihre Kinder wahrscheinlich keine zweite probieren.

Giftpflanzen: Maiglöckchen

Zu den Giftpflanzen gehört zum Beispiel das Maiglöckchen, in der Deutschschweiz auch Maieriesli genannt. Das Maiglöckchen hat eine Wuchshöhe von 10 bis 30 cm. Zwischen April und Juni entwickeln sie fünf bis zehn nickende, breitglockige Blüten. Alle Teile des Maiglöckchens sind giftig, aber vor allem die Blüte und die Früchte. Bei äusserlichem Kontakt treten Augen- und Hautreizungen auf; bei der Einnahme der Beeren Übelkeit, Durchfall, Herzrhythmusstörungen, Schwindel oder Brustklemmung. Das Maiglöckchen tritt vor allem in trockenen bis leicht feuchten, lichten Laubwäldern, insbesondere in Buchen- und Eichenwäldern auf.

Giftpflanzen: Der grüne Knollenblätterpilz

Der Knollenblätterpilz ist nicht so bekannt wie sein arglistiger Bruder, der Fliegenpilz, trotzdem ist er nicht minder giftig. Der Verzehr von bereits kleinen Mengen dieser Giftpflanze kann zum Tod führen. Auch durch das Kochen wird er nicht weniger giftig. Der grüne Knollenblätter – die Farbe des Hutes reicht von flau gelbgrün bis zu braunoliv - wird normalerweise unter Eichen und Buchen gefunden; selten in reinen Nadelwäldern. Wenn Sie bei einem Pilz unsicher sind, ob dieser giftig ist oder nicht, gehen Sie am besten zur amtlichen Pilzkontrolle.

Giftpflanzen: Die Herbstzeitlose

Zu den Giftpflanzen gehört auch die Herbstzeitlose. Sie blüht zwar meistens im Herbst, in Ausnahmefällen aber auch im Frühjahr. Die Herbstzeitlose hat gerne Sonne oder wenigstens Halbschatten und wächst vor allem auf feuchten, nährstoffreichen Wiesen und an Böschungen. Häufig kommt es zu Vergiftungsfällen, da die Blätter der Herbstzeitlosen dem Bärlauch ähneln. Gerade im Frühjahr ist es gefährlich, denn zu dieser Zeit sieht man nur die Blätter, aber keine Blüten – und alle Teile der Pflanze sind giftig.

Giftpflanzen: Der Goldregen

Goldregen wächst als Strauch und wird mit Ausnahmen bis zu fünf bis sechs Meter hoch. In der Blütezeit von Mai bis Juni wachsen bis zu zwei Zentimeter grosse Blüten heran, die dann in traubenförmiger Anordnung herunterhängen. Alle Pflanzenteile sind giftig, im Herbst ist die Konzentration am höchsten. Ab einer gewissen Dosis kann sie tödlich wirken, jedoch löst der Verzehr sofortiges Erbrechen aus. Auch Übelkeit, Schwindel und Kopfschmerzen können Symptome sein.


Es gibt natürlich noch mehr giftige Pflanzen. Auf dieser Seite können Sie sich über weitere Giftpflanzen informieren.

Welche Gartenpflanzen für Kinder geeignet sind, lesen Sie im Artikel Die richtigen Garten-Pflanzen für Kinder.

Was tun, wenn Ihr Kind eine Giftpflanze verschluckt hat?

Wichtig ist, dass Sie bei einer Vergiftung Ruhe bewahren, denn tödliche Vergiftungen treten sehr selten auf. Klären Sie zuerst ab, welche Pflanze es war, ob Ihr Kind sie verschluckt  oder wieder ausgespuckt hat und wie gross die Menge war. Mit dieser Angabe rufen Sie Ihren Kinderarzt oder das Tox-Zentrum (24h erreichbar) unter der Nummer 145 an. Dort müssen Sie detailliert angeben, wer vergiftet ist (Alter, Gewicht...), was für eine Pflanze zur Vergiftung führte, wie viel eingenommen wurde, wann und weitere Details. Die vergiftete Person sollte zudem möglichst viel Flüssigkeit zu sich nehmen: Tee oder Wasser. Weitere Informationen finden sie auf dem Merkblatt «Vergiftungen» vom Bundesamt für Gesundheit.

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