Wandern mit Kindern: Das gehört in den Rucksack

Die Wanderroute ist geplant. Jetzt wird der Rucksack gepackt. An was muss man neben Wanderschuhen noch denken? Und brauchen Kinder überhaupt schon Wanderschuhe? Tipps, was Sie beim Wandern mit Kindern anziehen und einpacken sollten.

Wandern mit Kindern: Auf die richtige Ausrüstung kommt es an.

Wer vorausschauend plant, hat mehr Freude an der Wanderung: Eine Familie beim Picknick. (Bild: Fabrice Michaudeau/Hemera, Thinkstock)

Sicheres Schuhwerk anziehen

Kinder sollten auf Wanderungen genauso wie Erwachsene Schuhe tragen, in denen die Füsse sicheren Halt haben. Das können Trekking- oder Wanderschuhe sein. Turnschuhe oder Stiefel sind nicht geeignet, weil man damit leicht umknicken kann.

Achten Sie beim Kauf darauf, dass die Zehen sich frei auf und ab bewegen können. Sie sollten auch nicht beim Bergabgehen vorn oder an der Seite anstossen. Der Schuh muss «Knöchel, Rist und Ferse wie angegossen umschliessen, damit sich die Ferse beim Gehen nicht im Schuh auf und ab bewegen kann», empfiehlt die Jungwacht Blauring, der katholische Kinder- und Jugendverband der Schweiz. Der Verein Berner Wanderwege hat einen weiteren Tipp: «Ob Sie die richtige Schuhgrösse gewählt haben, können Sie folgendermassen kontrollieren: Rutschen Sie im offenen Schuh nach vorne, bis die Zehen anstossen. Nun sollte hinten an der Ferse eine Fingerbreite Platz bleiben.» Wichtig: Neue Schuhe sollten vorher eingetragen werden.

Wasserdichte Schuhe sind ideal, da man mit ihnen auch mal kleine Bachläufe überqueren kann. Oft genügt es auch schon, die Schuhe vor den Wanderungen zu imprägnieren. Sollten die Schuhe doch einmal nass werden, sollten sie nicht in der Sonne getrocknet werden. Das Material leidet darunter, kann Risse bekommen oder spröde werden.

Den richtigen Rucksack wählen

Wer auf eine Wanderung geht, sollte einen Rucksack wählen, der zu ihm passt. Er muss sich optimal an den Rücken anpassen. Gerade bei Kindern sollte man dies bedenken. Das kann mitunter bedeuten, dass jedes Jahr, wenn das Kind ein Stückchen gewachsen ist, es einen neuen Rucksack benötigt. Gut ist ein Hüftgurt, der die Schultern entlastet. Laut Jungwacht Blauring überträgt er rund 50 bis 75 Prozent des Gewichts direkt auf die Hüften. Auch ein Innengestell kann nützlich sein, weil es zwischen Rücken und Rucksack Luft hindurch lässt. Man schwitzt weniger.

Rucksäcke sind nie komplett wasserdicht. Deshalb ist es sinnvoll einen Regenschutz für den Rucksack einzupacken. Die meisten Wanderrucksäcke sind schon mit einem leichten Überzug ausgerüstet. Vor Wasser schützen natürlich auch Plastiksäcke, in die Sie das wichtigste im Rucksack einpacken. Jugendliche können etwa zehn bis 15 Kilogramm auf dem Rücken tragen, Erwachsene bis zu 22 Kilogramm. Als Regel empfiehlt die Jungwacht Blauring nicht mehr als 25 Prozent des eigenen Körpergewichts zu tragen. Für Kinder sind 15 bis 20 Prozent zumutbar.

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