Taschengeld sparen

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Kinder wünschen sich oft Marken-Spielzeug.

Aber nicht nur Kinder und Jugendliche verfallen in dieses Muster. Auch bei vielen Erwachsenen ist eine gewisse Markenbezogenheit zu erkennen. Wie viele Männer würden nicht mit einem älteren Automodell durch die Gegend fahren, weil dies ihnen peinlich wäre? Welche Frau kauft sich nicht eine bestimme Kette oder lässt sich künstliche Fingernägel machen, nur weil dies im Freundinnenkreis gerade populär ist? Das Image will schliesslich gepflegt werden. An diesem Verhalten orientieren sich die Kinder natürlich mit.

Eine Studie zum Konsumverhalten von Jugendlichen der Universität Zürich brachte zutage, dass Teenagern monatlich 700 Franken zur Verfügung stehen. Ein weiteres Ergebnis belegt, dass die Zielgruppe sehr konsumfreudig ist. 55 Prozent der Befragten können dem Konsumtyp «Schuldengefährdet» zugeordnet werden. Eltern sind für dieses Verhalten mitverantwortlich. Wer als Kind von den Eltern lernt, dass eine neue Wohnzimmereinrichtung oder Urlaub nur möglich ist, wenn der Kontostand es tatsächlich zulässt, hat eine solide Basis zum Umgang mit Geld.

Eine gute Übungsmöglichkeit für Jugendliche ist das Ansparen. Wenn die Eltern einem Wunsch nach einer Spielkonsole oder einem teuren Handy nicht nachkommen wollen, ist der Nachwuchs gefragt. Sie können Taschengeld ansparen oder einen kleinen Nebenjob annehmen – so entwickelt sich Verständnis für den Wert einer Ware. Das Kind erfährt: Ich kann zwei Monate nicht weggehen, erst dann habe ich genügend Geld für die Spielkonsole. Oder zwanzig Nachmittage Babysitten bei den anstrengenden Nachbarskindern sind mit einem neuen Handy gleichzusetzen. Eine Markenorientierung bei Jugendlichen ist vor allem in den Produktbereichen Zigaretten, Handy, Kleidung und Schuhe zu erkennen.

Wenn kein Geld für Marken-Artikel da ist

Nicht alle Eltern sind in der Lage dem Sohn eine Markenjeans zu kaufen, nur weil dieser es momentan in der Klasse nicht leicht hat. Vorrang vor Konsumgütern haben in erster Linie Produkte des täglichen Bedarfs wie Nahrungsmittel, Schuhe, Kleidung. Bleibt am Monatsende einfach kein Geld übrig, gibt es mehrere Möglichkeiten.

  • Das Kind wünscht sich das Objekt der Begierde zum Geburtstag oder zu Weihnachten. Wenn alle; Oma, Opa, Tante, Eltern; zusammenlegen ist es vielleicht finanzierbar.
  • Auch der Erwerb in Second Hand Läden, Flohmärkten oder Online-Auktionshäusern und Tauschbörsen ist möglich.
  • Die Annahme eines kleinen Taschengeldjobs, wie Zeitungen austragen, dem Nachbarn den Rasen mähen

Buchtipp:

Das Geld reicht nie: Warum T-Shirts billig, Handys umsonst und Popstars reich sind. Ein Wirtschaftsbuch für Jugendliche. Von Winand von Petersdorff.

Text: Natascha Mahle

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