Alkohol, Drogen und Gewalt

«Was bildest du dir denn ein, mit dem Tennis aufzuhören? Du hängst sowieso nur den ganzen Tag rum, da schadet so ein bisschen Sport überhaupt nicht. Außerdem hast du noch nie eine Sache zu Ende gebracht, dann kannst du zumindest beim Tennis bleiben.» Diese Aussage vermittelt die Botschaft der Eltern, aber zusätzlich eine Kritik am Wesen des Kindes. Niemand, egal wie alt, möchte, dass an seinem Charakter herumgemäkelt wird, am wenigsten vertragen dies hormongeplagte und latent unsichere Teenager. Sie müssen sich vor Gleichaltrigen beweisen, dem anderen Geschlecht, den Lehrern. So sollte zumindest zuhause der Grundtenor herrschen – es ist richtig und gut, so wie du bist.

Was aber, wenn alles nichts hilft, Streitereien an der Tagesordnung sind und Unstimmigkeiten zwischen der Front Teenager und Erziehungsberechtigter immer tiefere Gräben zieht? Oder es um weitaus größere Probleme als um unordentliche Zimmer geht? Sobald erhöhter Alkoholkonsum, Kriminalität, aggressives Verhalten oder Drogen im Alltag der Heranwachsenden eine Rolle spielen, sollten sich Eltern nicht scheuen, professionelle Hilfe anzunehmen. Für Beratungsstellen sind diese Probleme Alltag. Die Mitarbeiter sind bestens geschult, können fundiert Auskunft geben und konkrete Maßnahmen empfehlen. Adressen von Beratungsstellen vermitteln das örtliche Jugendamt sowie die örtliche Schulsozialarbeit.

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