Eine gute Schule lehrt das Lernen

In einer guten Schule unterrichten motivierte Lehrer

Engagierte Lehrer vermitteln Freude am Lernen. Foto: Pixland - Thinkstock.

Das Wissen der Menschheit vermehrt sich explosionsartig. Schätzungen zufolge verdoppelt es sich alle fünf Jahre. Kinder können sich also nur einen Bruchteil des Weltwissens aneignen. Ob das, was sie lernen, das sein wird, was sie später brauchen, um beruflich erfolgreich zu sein, sei dahingestellt. Eines gilt jedoch als sicher: Wichtiger als reine Wissensanhäufung ist es heute, Kindern die Kunst des aktiven Lernens beizubringen. Schüler müssen Ziele formulieren, Zwischenziele setzen und Wege finden können, wie diese Ziele zu erreichen sind. Sie müssen Informationen beschaffen und bewerten können. Darüber hinaus ist es wichtig, in der Lage zu sein, Zeit zu strukturieren und Arbeitsmaterialien übersichtlich zu ordnen.

Eine gute Schule bietet Sicherheit

Schulen brauchen gut ausgearbeitete Sicherheitspläne, die veranschaulichen, wie sich Lehrer und Kinder bei einem Brand, einem Atttentat oder einem Unfall zu verhalten haben. «Lehrkräfte, Schüler und Eltern sollten ausreichend über das geplante Verhalten in solchen Fällen informiert sein», fordert Prof. Margrit Stamm. «Zudem ist in einer guten Schule ein Erste-Hilfe-System etabliert. Eine medizinisch erfahrene erwachsene Person sollte nach Möglichkeit immer in der Schule anwesend, zumindest jedoch ein Arzt im Notfall schnell vor Ort sein.»

Kurze Wege werten den Schulalltag auf

Im Zweifel ist die Schule die beste Schule, die wohnortnah ist. Kurze Wege erleichtern den Alltag. Das Heft in der Schule vergessen? Liegt die Schule in der Nähe, ist es kein Problem, schnell zurück zu gehen und es zu holen. Auch Verabredungen am Nachmittag fallen leicht, wenn die Schulfreunde in der Nähe wohnen.

Checkliste

Bevor Eltern sich für eine Schule entscheiden, haben sie die Möglichkeit, Informationsveranstaltungen und Schulfeste zu besuchen. Hier können sie sich in aller Ruhe ein Bild von der jeweiligen Einrichtung machen. Darüber hinaus sollten folgende Fragen geklärt werden:

  • Wie viele Klassen werden gebildet? Wie viele Schüler werden höchstens in einer Klasse sein?
  • Welche Klassenlehrer sind vorgesehen? Welchen Eindruck machen sie?
  • Welcher Unterrichtsstil wird praktiziert?
  • Wie geht man mit leistungsschwächeren Schülern um, und welche Förderung bekommen besonders Begabte?
  • Wie werden Eltern in den Schulalltag eingebunden? Gibt es Elternsprechstunden für Berufstätige?
  • Gibt es Projekte zur Gewaltprävention an der Schule?
  • Wie hoch ist die Lehrerfluktuation der letzten Jahre?
  • Beteiligt sich die Schule regelmässig an Leistungswettbewerben und Projekten?

 

Weiterführende Links:

  • Dossier «Achtung, fertig, Schuleintritt!»: www.elternmitwirkung.ch
  • Buchtipp: Schule ohne Nebenwirkungen. Wie Kinder und Eltern die Schulzeit gut bewältigen. Von Paul Klingen. Patmos Verlag 2012.
  • Buchtipp: Die gute Schule. Wo unsere Kinder gerne lernen. Von Christian Füller. Beltz 2010.

Autor: Sigrid Schulze

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