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Fruchtbare Tage bestimmen: An diesen Symptomen erkennen Sie Ihren Eisprung

Merkt man eigentlich, wann der Eisprung stattfindet? Wir erklären, was es mit dem Mittelschmerz, dem Zervixschleim und der Basaltemperatur auf sich hat. Denn: Wenn Sie wissen, worauf Sie achten müssen, können Sie an verschiedenen Anzeichen die fruchtbaren Tage erkennen und die einzelnen Phasen Ihres Zyklus besser verstehen.

Der Eisprung kann Symptome wie Übelkeit auslösen.

Merke ich, wann die fruchtbaren Tage sind? Manche Frauen haben an den Tagen um den Eisprung klare Symptome. Bild: Getty Images Plus, Vivali

Wer schwanger werden will, weiss wie wichtig der Eisprung und die fruchtbaren Tage sind. Denn für eine Befruchtung müssen die Spermien in der Gebärmutter auf eine Eizelle treffen und miteinander verschmelzen – und das eben genau zum richtigen Zeitpunkt - während der fruchtbaren Tage. Eine Schwangerschaft ist somit nur wenige Tage im Monat möglich. Doch woran erkennt man, wenn es soweit ist? Wie merkt Frau, wann ihr Eisprung ist?

Leider gibt es kein allgemeingültiges Rezept oder eine Anleitung dafür - aber verschiedene Methoden, um den Eisprung und die fruchtbaren Tage zumindest ziemlich genau einzugrenzen.

In den Körper hineinhören: So verstehen Sie Ihren Zyklus

Um nachzuvollziehen, wann Sie fruchtbar sind, müssen Sie Ihren Zyklus verstehen. Der weibliche Zyklus ist in vier Phasen aufgeteilt: die Menstruationsphase, die Follikelphase, die Eisprungphase und die Lutealphase. Ein Zyklus startet immer mit dem ersten Tag der Periode. Bei den meisten Frauen findet der Eisprung etwa in der Mitte des Zyklus statt, ohne dass er bemerkt wird. Die Eizelle beginnt dann ihren Weg durch den Eierstock in Richtung Gebärmutter.

Fruchtbare Tage berechnen?

Sie wollen Ihre fruchtbaren Tage ganz einfach online berechnen? Nutzen Sie unseren Eisprungrechner. Sie brauchen einfach das Datum Ihrer letzten Periode und die Dauer Ihres Zyklus. Zum Rechner.

Die Eizelle in den Eierstöcken ist maximal einen Tag lang lebensfähig und befruchtbar, Spermien hingehen überleben etwa fünf Tage. Kommt es zu keiner Befruchtung, stösst der Uterus die bis dahin aufgebaute Gebärmutterschleimhaut wieder ab. Falls Sie schwanger werden wollen, ist also der beste Zeitpunkt für Geschlechtsverkehr etwa zwei Tage vor bis einen Tag nach der Ovulation.

Mit diesen Methoden erkennen Sie den Eisprung

1 Basaltemperatur messen

Das Wort Basaltemperatur steht für Temperatur ohne körperliche Anstrengung. Messen Sie über einen Zeitraum von einem Monat oder länger täglich Ihre Körpertemperatur. Diese Methode können Sie mit einem digitalen und genauen Fieberthermometer anwenden oder Sie nutzen einem Zyklus-Computer. Ein Zyklus-Computer misst und wertet Ihre Basaltemperatur aus. Sie sollten stets zur gleichen Uhrzeit und an der gleichen Körperstelle messen, um Ungenauigkeiten zu minimieren. Am besten geschieht das Messen am Morgen noch vor dem Aufstehen, wenn Sie Ihren Körper nicht belastet haben.

Wer einen normalen Zyklus hat, bei dem sinkt die Körpertemperatur vor dem Eisprung und steigt an drei aufeinanderfolgenden Tagen um etwa einen halben Grad an. Sie sollten also im darauffolgenden Zyklus zwei bis drei Tage vor dem Temperaturanstieg Sex haben, um Ihre Chancen auf eine Schwangerschaft zu erhöhen. Wollen Sie jedoch nicht schwanger werden, enthalten Sie sich einfach an den fruchtbaren Tagen und haben dann nach dem Eisprung Geschlechtsverkehr – dann können Sie auch nicht mehr schwanger werden.

Um die Genauigkeit zu erhöhen, bietet es sich an, die Temperatur über einen längeren Zeitraum zu messen und in einem Kurvenblatt zu notieren. Sie können ein Kurvenblatt für die Berechnung hier herunterladen. Wenn Sie es lieber digital abgespeichert haben wollen, eignen sich hier sogenannte Zyklus-Apps. Wer einen Zyklus-Computer nutzt, muss diesen für genaue Ergebnisse etwa drei bis sechs Monate regelmässig anwenden.

2 Zervixschleim auswerten mit der Billings-Methode

Bestimmt haben Sie auch schon bemerkt, dass sich Ihr Ausfluss im Laufe des Zyklus verändert? Der Schleim, den die Drüsen des Gebärmutterhalses absondern, wird Zervixschleim genannt. Wenn Sie diesen Zervixschleim genau beobachten, werden Sie irgendwann Veränderungen feststellen können und so auf den ungefähren Tag des Eisprungs schliessen können.

Nach der Menstruation ist die Scheide eher trocken. Es tritt wenig Zervixschleim aus. Vor dem Eisprung wird der Schleim dünnflüssiger und durchsichtiger. Es tritt mehr Sekret aus. Etwa zwei Tage vor dem Eisprung ist der Schleim sogar spinnbar, so wie flüssiges Eiweiss. Dazu muss man das Sekret zwischen Daumen und Zeigefinger nehmen und die Finger auseinanderspreizen. Der dünnflüssige Schleim fördert den Transport der Spermien durch den Gebärmutterhals zu der Eizelle. Am Tag nach dem Eisprung ist der Schleim dann wieder zäher bis sogar fast trocken und Sie befinden sich in Ihren unfruchtbaren Tagen, bis Ihre Periode einsetzt und die Gebärmutterschleimhaut wieder abgeworfen ist. Dieser Vorgang wiederholt sich Monat für Monat.

Sie sollten bei dieser Methode allerdings bedenken, dass es bis zu zwei Tage dauern kann, bis der Zervixschleim vom Gebärmutterhals zur Scheide gelangt und damit die Fruchtbarkeit ansagt. Das macht diese Methode ungenau. Frauen, die sicherer sein wollen, sollten daher das Sekret direkt am Gebärmutterhals untersuchen.

Zusatzindiz: Beschaffenheit des Muttermunds

An der Festigkeit und Lage des Muttermunds in der Scheide können Frauen ebenfalls ihre fruchtbaren Tage erkennen. Direkt nach der Periode ist der Muttermund hart und fest, ausserdem sitzt er tief in dem Gebärmutterhals und fühlt sich wie geschlossen an. Rücken die fruchtbaren Tage näher, verlagert er sich nach oben, ist weicher, leicht geöffnet und somit schwieriger zu greifen. Als Faustregel unter Experten gilt, dass die unfruchtbaren Tage dann beginnen, wenn der Muttermund für drei Tage geschlossen ist.

3 Mittelschmerz oder Ovulationsblutung als Eisprung-Anzeichen

Frauen, die ein gutes Gespür für ihren Körper haben, spüren den Eisprung vielleicht sogar. Während des Eisprungs kann es zum sogenannten Mittelschmerz kommen – etwa jede fünfte Frau spürt diesen Schmerz in der Zyklusmitte. Der Schmerz kann als mehr oder weniger starkes Ziehen oder Stechen im Unterleib wahrgenommen werden. Wer beim Eisprung Schmerzen hat, spürt sie dort, wo der Eisprung geschieht, also auf der linken oder rechten Seite des Beckens. 

Neben dem Mittelschmerz kann der weibliche Körper auch anderweitig auf seine reife Eizelle aufmerksam machen: So sind schmerzende Brüste oder erhöhte Lust auf Geschlechtsverkeh auch Symptome für Ihren Eisprung. Es gibt Frauen, die haben zur Zeit des Eisprungs eine leichte Schmierblutung, die sogenannte Ovulationsblutung.

4 LH- und Ovulationstest ermittelt Werte um die fruchtbaren Tage

Ein sicheres Indiz sind die Hormone - und die lassen sich messen. Der Ovulationstest oder auch LH-Test ist besonders für Frauen geeignet, die einen unregelmässigen Zyklus haben. Ein LH-Test funktioniert eigentlich wie ein Schwangerschaftstest: Der Test wird mit Urin benetzt und liefert innerhalb von eininge Minuten ein Ergebnis. Er bestimmt den Wert des luteinisierenden Hormons (LH). Ist das LH auf seinem höchsten Wert, löst es innerhalb von 24 bis 36 Stunden den Eisprung aus.

5 Fruchtbarkeitskalender: Symptome erfassen und Zyklus verstehen

Mit einem Fruchtbarkeitskalender werten Sie Ihren Zyklus laufend aus. Die Kalendermethode ist keine sichere Verhütungsmethode, sondern kann Ihnen lediglich dabei helfen, die Ovulation abzupassen und somit leichter schwanger zu werden. Wer seinen Zyklus über einige Monate beobachtet hat, Symptome und Beobachtungen erfasst und ausgewertet hat, kann irgendwann ziemlich genau errechnen, wann der nächste Eisprung stattfinden wird. Frauen, die keinen regelmässigen Zyklus haben, haben es aber auch mit dieser Methode schwierig und müssen den Eisprung anhand der Anzeichen jeden Monat neu deuten.