Einige Tipps

Gemeinsamer Arbeitsplatz Haushalt:

  • Machen Sie die Aufgabenerledigung im Haushalt klar ab: wer macht was und wann? Dabei kann eine Rolle spielen, ob Sie eine Arbeit gut und speditiv ausführen können, ob Sie diese Arbeit gerne verrichten, wann Sie sich dafür Zeit nehmen können etc.
  • Teilen Sie die Aufgaben – speziell unbeliebte – für eine bestimmte Zeit zu und wechseln dann.
  • Anspruchsniveau/Standard gemeinsam definieren, z.B.: Wie sauber muss es bei uns zu Hause sein, damit uns allen wohl ist?
  • Lernen Sie bei Bedarf dazu, um Stress abzubauen (z.B. Koch- und Haushaltkurse).

Kinderbetreuung:

  • Wer kümmert sich wann ums Kind? Sorgen Sie dafür, dass beide Eltern regelmässig zu zweit und auch allein Zeit mit ihrem Kind verbringen können.
  • Planen Sie Zeit für den Austausch über Erziehungsfragen ein, damit die gemeinsame Linie ebenso wie unterschiedliche Haltungen im Alltag bewusst gelebt werden können.

Berufs-/Erwerbsarbeit:

  • Tauschen Sie sich über die je gewünschten Stellenprozente aus. Prüfen Sie Auswirkungen auf Budget, Vorsorge, Steuern etc. Einigen Sie sich auf realistische Aufteilung.
  • Klären Sie Möglichkeiten mit ArbeitgeberIn, verhandeln Sie familienfreundliche Anstellungsbedingungen im Betrieb (z.B. klar definierte und abgegrenzte Aufgaben, flexible Arbeitszeitmodelle, Stellvertretungs-, Absenzen- und Ferienregelungen, Unterstützung bei Betreuungsaufgaben etc.).

Geld- und Arbeitsleistungen:

  • Bewerten Sie die unbezahlten Leistungen monetär. Ermitteln Sie den Wert einer Stunde Hausarbeit in Franken (Durchschnitts-
  • Stundenansatz beider Erwerbseinkommen oder Stundenlohn von professionellen Hausangestellten). So wird klarer, wie viel Sie durch eigene Arbeit an Ausgaben einsparen.
  • Haushaltbudget erstellen: Welche Kosten fallen an? Wer bezahlt wie viel? Unterschiede bei Einkommen und Arbeitsbelastung – bezahlte und unbezahlte Arbeit – möglichst ausgleichen. Allfällige Überschüsse/Errungenschaften (auch Guthaben aus Sozialversicherungen) fair aufteilen.

Erholung/Unterstützung:

  • Planen Sie Zeitfenster für persönliche Bedürfnisse und Erholung, für Partnerschaft und Freundeskreis ebenso bewusst wie Zeit für Haushalt/Kinder, Erwerbstätigkeit, Bildung. Rechnen Sie damit, dass auch mal Unerwartetes die Planung auf den Kopf stellt.
  • Grenzen Sie sich bei Bedarf sich auch mal ab (zu Hause und im Betrieb), z.B. bei hoher Belastung/Erholungsbedarf.
  • Positive Einstellung: Rollenvielfalt ist anforderungsreich, aber auch bereichernd.
  • Holen Sie bei Bedarf professionelle Unterstützung, z.B. Beratung Coaching bei der Fachstelle UND.

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