Eltern sind die besseren Chefs

Ginge es nach den Studien, so wären in den Chefetagen bald nur noch Mamis und Papis beschäftigt. Die amerikanische Kimberly Clark Universität hat sich ins Gespräch gebracht, weil sie zeigte, dass Manager, die ein Familienleben haben, auch die besseren Führungskräfte sind und bei ihren Mitarbeitern besser ankommen. Kinder sind gut für Sozialkompetenz und Stressmanagement.

Aber es geht nicht nach den Studien. Es ist immer noch so, dass der Wunsch nach Teilzeitarbeit zumeist als Mangel an Engagement ausgelegt wird. Und ein Mangel an Engagement darf man natürlich auch schlechter bezahlen. Kein Wunder also, dass das Lohnniveau von Frauen immer noch durchschnittlich 20 Prozent tiefer liegt als das der Männer - gehen doch knapp 60 Prozent der Frauen einer Teilzeitarbeit nach. Gegenüber knapp 13 Prozent der Männer. Gleichstellung - ein weiteres Problem, mit dem Familien auf dem Arbeitsmarkt konfrontiert werden.

Vorbilder fehlen

Männer, die Teilzeit arbeiten, sind noch lange keine Selbstverständlichkeit. Und Teilzeit arbeitende Chefs ebenfalls nicht. Es fehlen somit die entsprechenden Vorbilder. Die würden einen Wandel beschleunigen aber man müsste sie erst in mühsamer Kleinarbeit und gegen die weit verbreiteten Ängste vor Jobverlust aufbauen. Bei der Swisscom gibt es heute Teilzeitarbeit im Kader, auch bei McDonalds.

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