Familienförderung durch Arbeitgeber

Politische Vorstösse, die Arbeitgeber mehr in die Pflicht zur Familienfreundlichkeit nehmen wollten, scheiterten in den letzten Jahren alle. Wer sich als Arbeitgeber hier und heute zur Familienfreundlichkeit bekennt, tut das also aus zwei Gründen: Weil er die besseren Arbeitnehmer anziehen will oder weil er seine soziale Verantwortung wahrnimmt. Manchmal lassen sich beide Gründe auch nicht auseinander halten. In der Schweiz gibt es keine einheitlichen Richtlinien, was als familienfreundliches Unternehmen gilt. Es gibt nur die Fachstelle UND, die Arbeitsbedingungen von Unternehmen bezüglich der Vereinbarkeit von Familie und Beruf und auch Gleichstellung durchleuchtet und jeweils ein Unternehmen des Monats auf der Webseite publiziert (siehe Infobox Seite 3).

Für die Firmen ist die Abklärung über ihre Familienfreundlichkeit freiwillig. Auch regionale Wirtschaftsförderer und politische Parteien schreiben Wettbewerbe aus, damit sich Firmen in Punkto Familienfreundlichkeit miteinander messen. Da kann es schon mal passieren, dass sich niemand meldet, wie im November 2008 im Kanton Thurgau.

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