Schweizerinnen sind die besten Teilzeit-Mütter

Sind Kinder da, passen Frauen in der Schweiz ihr Arbeitspensum den veränderten Bedingungen an. Nach den Niederlanden weist die Schweiz mit 58,4% den höchsten Anteil teilzeitbeschäftigter Frauen auf. Wird eine Frau in der Schweiz Mutter, so gibt die in der Regel ihre Vollzeitstelle für eine Teilzeitbeschäftigung auf. Schon arbeite mehr Mütter mit kleinen Kindern Teilzeit als dass sie sich voll auf die Mutterrolle konzentrieren. 44,5% der Frauen in der Schweiz mit Kindern unter 6 Jahren arbeiten Teilzeit, der Anteil erhöht sich auf 54,1%, wenn die Kinder in die Schule kommen.

Zum Vergleich: 37,5 % der Frauen arbeiten nicht, wenn Kinder unter 6 Jahren in gleichen Haushalt sind. Kommen die Kinder in die Schule, verringert sich der Anteil auf 24,8%.

In vielen Familien- und Paarhaushalten besteht eine deutliche geschlechtsspezifische Rollenteilung.

Ist Teilzeitarbeit denn die Lösung für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie? Die Zahlen deuten darauf hin. Allerdings machen die Väter hier noch nicht wirklich mit. In einem Haushalt mit Kindern unter 6 Jahren sind gerade Mal 5,7% der Männer teilzeiterwerbstätig. Bei Kindern über 6 Jahren reduziert sich ihr Anteil auf 3,9%.

Männer investieren mehr Zeit in die Erwerbsarbeit, also in bezahlte Arbeit, Frauen mehr in Haus- oder Familienarbeit, also in unbezahlte Arbeit.

Während in Italien oder Spanien das Alter des jüngsten Kindes keinen Einfluss hat auf die Erwerbstätigkeit und den Erwerbsgrad der Mütter, zeigt sich bei den Schweizer Frauen ein ganz anderes Bild. Sie sind die besten Teilzeit-Mütter und tragen den Löwenanteil der Lösung im Problem der Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Text: Kathrin Fischer

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