Leben > Soziale und digitale MedienFacebook und Co: Sicherheit in Social Networks Angela Zimmerling Wenn Jugendliche sich für den Ausgang verabreden oder aktuelle Neuigkeiten im Freundeskreis austauschen, tun sie dies oft in Social Networks. Doch welche Gefahren in sozialen Netzwerken lauern, das können viele nicht einschätzen. Hier finden Jugendliche und Eltern Tipps zum Schutz der Privatsphäre und aktuelle Empfehlungen zu Konto-Schutz, Betrugsmaschen und einem praktischen Privatsphäre-Check. Kommentare Teilen Facebook X / Twitter WhatsApp E-Mail Merken Jugendliche veröffentlichen auf sozialen Netzwerken im Internet Fotos von sich. Foto: iStock, Thinkstock Lucas* liebt Fussball und seine Freundin Beatrice*. Schon seit einem Jahr ist er mit ihr zusammen. Lucas ist 15 Jahre alt und besucht eine Kantonsschule. Das kann jeder Facebook-Nutzer auf seinem Profil nachlesen. Lucas Freundin Carolin* hat gestern auf ihr Profil geschrieben, dass sie kaputt vom Training ist «Mal seit langem wieder Treppenlauf gemacht *aua*», schreibt sie. Danach sei sie in der Sauna gewesen und jetzt will sie chillen. Carolin spielt nämlich Fussball, ist stolz auf ihre Mannschaft und teilt ihren 256 virtuellen Freunden immer mit, wenn sie ein Match hat. Lucas und Carolin, das sind zwei von mehr als 500 Millionen Menschen auf der Welt, die sich auf Facebook miteinander vernetzt haben. Im virtuellen Raum treffen sie sich, tauschen das Neueste aus oder präsentieren die Fotos von der Party am Wochenende. Was ist ein Social Network? Social Networks, auch soziale Netzwerke genannt, sind Internetplattformen, auf denen Nutzer ihr persönliches Profil erstellen. Persönliche Angaben zur eigenen Person, zu Vorlieben und Überzeugungen sowie Fotos werden darauf veröffentlicht. Das eigene Profil wird mit anderen Mitgliedern vernetzt. So kann ein Austausch zwischen den Nutzern stattfinden. Social Networks wie Facebook sind in den vergangenen Jahren immer beliebter geworden. Heute nutzen Jugendliche in der Schweiz besonders häufig Plattformen wie Instagram, TikTok, Snapchat oder WhatsApp-nahe Dienste – und wechseln teils schnell, was «in» ist. Was bleibt, sind die Grundfragen: Welche Informationen sollen wirklich öffentlich sein, wie schützt man Konten vor Übernahme, und wie erkennt man Betrug oder Grenzverletzungen im Chat? Auf den Plattformen entwickeln Kinder und Jugendliche ihre virtuelle Identität. Wer nicht mitmacht, wird schnell uninteressant. Kinder, die kein Profil haben, werden mitunter von Ereignissen und Neuigkeiten ausgeschlossen, zum Beispiel wenn die Einladung zur Geburtstagsparty nur bei Facebook die Runde macht. Es geht aber nicht darum, die sozialen Netzwerke zu verteufeln, sondern einen sensiblen Umgang mit persönlichen Daten zu fördern. Vor allem Eltern sind hier gefragt. Wenn du mit deinem Kind über Datenschutz sprichst, hilft ein Ansatz ohne Vorwürfe: «Ich will, dass du dich wohlfühlst – und dass du deine Kontrolle behältst.» *Die Namen wurden geändert. Auf einem Social Network im Internet tauschen Jugendliche Neuigkeiten aus. Foto: ©iStockphoto.com/Miroslav Georgijevic «Grundsätzlich können jedes Bild und jede Information, die man ins Netz gestellt hat, irgendwann in einem völlig anderen Kontext wieder auftauchen und von Dritten verwendet werden, ohne dass man davon erfährt», erklärt Medienpsychologe Daniel Süss (Mehr dazu im Artikel «Baby-Fotos im Internet»). Ein leichtfertiger Umgang mit den privaten Angaben und deren Weitergabe an virtuelle Freunde kann gefährlich werden. Denn nicht immer verbergen sich hinter virtuellen Freunden Menschen, die es gut mit einem meinen. Für Betrüger ist es einfach in Besitz von Informationen zu gelangen, die einem das Gegenüber in einem Gespräch von Angesicht zu Angesicht vielleicht nicht mitteilen würde. Daten bleiben immer erhalten Informationen und Fotos, die einmal ins Internet gestellt werden, bleiben immer erhalten. Denn selbst wer nach einiger Zeit sein Onlineprofil löscht, kann nicht sicher sein, dass nicht vielleicht ein anderer zuvor schon sein Profil heruntergeladen und die Daten auf seinem PC gespeichert hat. Zudem ist es fast unmöglich alle Daten zu löschen, die man auch auf anderen Seiten, anderen Profilen des Netzwerkes hinterlassen hat. Das Internet kennt kein Vergessen. Arbeitsweise der Anbieter ist nicht bekannt Wie die Anbieter der Social Networks mit den persönlichen Daten ihrer User umgehen, ist häufig nicht bekannt. Sie speichern schliesslich nicht nur die eingegebenen Informationen der Nutzer, sondern auch Metadaten wie Verweildauer und grobe geografische Herkunft der IP-Adresse. «Personen- und Metadaten zusammen können ausführliche Persönlichkeitsprofile ergeben, deren Verkauf grosse Gewinne abwerfen dürfte», schreibt der EDÖB Einstellen von Fotos ist mit Risiken verbunden Auf vielen Social Network-Plattformen ist es üblich, die Personen auf den Fotos mit Namen zu kennzeichnen. Eine Gesichtserkennungs-Software ermöglicht, diese Personen auch auf Fotos zu identifizieren, auf denen sie lieber anonym bleiben wollen. So kann problemlos das Foto auf einer Firmenwebseite mit dem Foto und dem Lebenslauf auf dem Facebook-Profil in Verbindung gebracht werden. Zu einem Problem kann auch die automatische Wiedererkennung von Merkmalen im Hintergrund von Fotos werden. Das sogenannte CBIR ermöglicht, dass zum Beispiel eine Person, die sich vor ihrem Wohnhaus fotografieren lässt, lokalisiert werden kann. Nämlich dann, wenn das Haus im Hintergrund mit einer Adresse in Verbindung gebracht werden kann. Datenschutz für Dritte ist nicht gegeben Wer ein Profil auf Social Networks erstellt, vernetzt sich mit Freunden. Das kann durch Verlinkungen mit Profilen, E-Mail-Adressen oder Fotos passieren. Auch Personen, die nicht Mitglieder des Netzwerkes sind, werden so vernetzt, ohne, dass deren Erlaubnis eingeholt werden muss. Problematisch kann zum Beispiel das Abgleichen von Telefonadressbüchern sein. So kann das Adressbuch des Mobilfunkgerätes mit Facebook synchronisiert werden. Alle Daten aus dem Adressbuch werden dafür auf dem Social Network gespeichert ohne, dass Dritte davon erfahren. Daten können missbraucht werden Die persönlichen Daten im Internet sind keineswegs sicher. Sicherheitslücken können von Hackern ausgenutzt werden, um an die Informationen der Nutzer zu kommen. Zudem können sich Betrüger mit einem erfundenen Namen registrieren und vernetzen. Mittels Phishing-Attacken versuchen sie wichtige Zugangsdaten zum Beispiel zu Bank-Accounts zu erhalten. Zudem besteht die Gefahr, dass die Posteingänge der Nutzer mit Spam-Nachrichten überhäuft werden. Das Registrieren unter falschem Namen kann auch dazu genutzt werden, einer Person zu schaden. So können sich Schüler anonym über einen anderen leicht lächerlich machen. Bekannt ist das Phänomen unter Cyberbullying. Ebenso problematisch ist das Cyberstalking, das Verfolgen und Belästigen einer Person im Internet. Das kann zudem zu sexueller Belästigung führen. Ausserdem können Jugendliche im Namen einer anderen Person ein Profil eröffnen und böswillige Nachrichten verbreiten. Es wird von Identitätsdiebstahl gesprochen. Wer auf seinem Facebook-Profil Fotos veröffentlicht, sollte nicht die Namen der Personen dazuschreiben. Foto: ©iStockphoto.com/FineCollection Die wichtigsten Tipps im Überblick Pseudonyme wählen Nur Freunden Zugriff auf das Profil gestatten Keine heiklen Inhalte veröffentlichen Keine Daten von Dritten hochladen Verschiedene Passwörter und Logins benutzen Datenschutzrichtlinien der Anbieter überprüfen Konto-Schutz heute: die 6 Basics Viele Probleme in Social Networks beginnen nicht mit einem «bösen Post», sondern damit, dass ein Konto übernommen wird. Dann posten andere in deinem Namen, schreiben DMs an Freund:innen oder greifen persönliche Bilder ab. Das Nationale Zentrum für Cybersicherheit (NCSC) empfiehlt für den Schutz von Online-Konten zentrale Basismassnahmen, die auch für Teenager alltagstauglich sind. Einzigartige Passwörter für jedes Konto (niemals wiederverwenden). Passwortmanager nutzen statt Merksätzen, die überall ähnlich sind. Zwei-Faktor-Authentisierung (2FA) aktivieren, wo immer möglich. Recovery-Optionen (E-Mail/Telefon/Backup-Codes) prüfen und aktuell halten. Geräte schützen (Bildschirmsperre, Updates, keine fremden Logins auf öffentlichen Geräten). Security-Checkups in den Apps regelmässig durchgehen (angemeldete Geräte, Sitzungen, Logins). Passwortmanager & einzigartige Passwörter Wenn ein Passwort bei einem Datenleck auftaucht, probieren Betrüger es oft automatisch auch bei anderen Diensten aus. Darum ist «ein Passwort für alles» heute eines der grössten Risiken. Ein Passwortmanager hilft, lange zufällige Passwörter zu erstellen und zu speichern. Für Familien ist das praktisch, weil du zusammen mit deinem Kind einmal sauber einrichten kannst, statt ständig «Passwort vergessen» zu spielen. Alltagstipp: Vereinbart eine kurze Familienregel wie «Passwörter werden nicht per Chat verschickt». Wenn dein Kind doch ein Passwort teilen muss (z.B. für einen Streamingdienst im Haushalt), dann nur über einen abgesprochenen sicheren Weg und nicht in Gruppenchats. 2FA für Instagram/TikTok/Snapchat aktivieren 2FA bedeutet: Selbst wenn jemand das Passwort kennt, reicht es allein nicht zum Einloggen. Besonders wichtig ist das bei Konten, die mit der Handynummer verknüpft sind oder über die Geld ausgegeben werden kann. Das NCSC empfiehlt ausdrücklich Mehrfaktor-Authentisierung für wichtige Konten. Praxisnah: Schaut gemeinsam in den Einstellungen nach «Sicherheit», «Login» oder «Zwei-Faktor-Authentisierung». Wenn mehrere Optionen angeboten werden, sind Authenticator-Apps in der Regel robuster als SMS, weil SMS unter Umständen abgefangen werden können. Recovery-Optionen prüfen Viele Teenager verlieren den Zugriff nicht durch «Hacker», sondern durch ein neues Handy, eine alte Schul-Mailadresse oder eine nicht mehr aktive Nummer. Prüft deshalb gemeinsam: Welche E-Mail-Adresse ist hinterlegt – und hat dein Kind dort wirklich Zugriff? Welche Telefonnummer ist hinterlegt – stimmt sie noch? Gibt es Backup-Codes – und wo werden sie sicher abgelegt (nicht als Foto in der Galerie)? Das NCSC betont, wie wichtig aktuelle Kontaktdaten und Wiederherstellungswege sind, damit du ein Konto nach einem Vorfall wieder zurückbekommst. Fake-Profile, DMs und «Money-Scams» Ein grosser Teil der Risiken findet heute nicht mehr «öffentlich auf der Pinnwand» statt, sondern in Direktnachrichten (DMs): Betrugsmaschen, Erpressung, Fake-Gewinnspiele, Sextortion oder «Ich brauche schnell Hilfe»-Nachrichten. Das NCSC weist darauf hin, dass Social Engineering (Manipulation über Vertrauen, Druck und Emotionen) eine zentrale Methode ist, um an Konten, Geld oder intime Inhalte zu kommen. Erkennungsmerkmale: Druck, Dringlichkeit, neue Nummer, «bitte schnell» Diese Warnsignale sind typisch – und sie gelten unabhängig von der Plattform: Druck/Dringlichkeit: «Nur heute», «sofort», «sonst passiert etwas». Wechsel des Kanals: «Schreib mir schnell hier», «neue Nummer», «mein Konto spinnt». Bitte um Geheimhaltung: «Sag niemandem was». Geld/Accounts: «Kannst du mir schnell etwas überweisen?», «Schick mir einen Code», «stimm für mich ab». Login- oder Verifizierungsdruck: Aufforderungen, irgendwo «zur Bestätigung» das Passwort einzugeben oder einen Code weiterzuleiten. Beispiel 1 (Scam-DM): «Hey, ich stecke fest und brauche sofort Geld für ein Ticket. Bitte überweise jetzt, ich erklär’s nachher!» – Analyse: Dringlichkeit + emotionale Story + Geldforderung. Vorgehen: Nicht zahlen, über einen zweiten Kanal (Anruf/Sprachnachricht an bekannte Nummer) verifizieren. Beispiel 2 (Scam-DM): «Ich habe aus Versehen deine Nummer als Recovery angegeben, kannst du mir den Code schicken, der dir gerade per SMS kommt?» – Analyse: Der Code ist oft ein Login-/Recovery-Code. Wer ihn weitergibt, gibt das Konto ab. Vorgehen: Code nie weiterleiten, Person direkt anrufen und blockieren/melden, wenn es komisch bleibt. Beispiel 3 (Scam-DM): «Du bist auf diesem peinlichen Video, klick schnell hier, bevor es alle sehen.» – Analyse: Scham-Trigger + Linkdruck. Oft führt der Link zu Phishing oder Malware. Vorgehen: Nicht klicken, Absender blockieren, Plattform melden. Was Teenager üben können: «Pause – prüfen – nachfragen» Gerade Jugendliche reagieren in Chats schnell – das ist normal. Hilfreich ist eine einfache Mikro-Strategie, die du mit deinem Kind üben kannst: Pause: 10 Sekunden stoppen, wenn etwas Druck macht. Prüfen: Passt Sprache/Timing? Ist das Konto neu? Gibt es einen ungewöhnlichen Link oder eine Forderung nach Codes/Geld/Bildern? Nachfragen: Über einen zweiten, sicheren Kanal verifizieren (Anruf, bekannte Nummer, persönlich in der Schule). Das ist keine Misstrauens-Erziehung, sondern digitale Selbstverteidigung – und entlastet dein Kind, weil es in Stressmomenten einen klaren Ablauf hat. Privatsphäre-Quick-Check Viele Konflikte entstehen, weil Eltern «kontrollieren» wollen und Jugendliche «ihre Freiheit» verteidigen. Ein gemeinsamer Quick-Check ist oft der bessere Weg: Du signalisierst Vertrauen, und ihr baut gleichzeitig Schutz ein. Plane dafür 15 Minuten ein – am besten in einem ruhigen Moment, nicht nach einem Streit. Profil: wer sieht was? Geht diese Punkte gemeinsam durch: Privates Konto aktivieren, wenn es zur Situation passt (bei vielen Plattformen möglich). Follower/Freund:innen regelmässig ausmisten: Wer ist unbekannt, wer ist «nur mal kurz hinzugefügt»? Stories und Sichtbarkeit: Gibt es eine «Enge Freund:innen»-Liste? Wer darf antworten? Wer darf markieren? Kommentare/DMs einschränken: Nachrichtenanfragen filtern, unbekannte Absender begrenzen. Hilfreiche Familienregel: «Offline bekannte Personen sind online leichter einzuschätzen.» Das heisst nicht, dass Online-Freundschaften grundsätzlich schlecht sind – aber je nach Alter ist ein engerer Kreis oft sicherer. Standort & Fotos: Metadaten/Orte vermeiden Standortdaten können unbeabsichtigt viel verraten: wo dein Kind wohnt, welche Wege es geht, wann niemand zu Hause ist. Prüft: Standortfreigaben in der App und im Handy-Betriebssystem (nur wenn nötig). Live-Standort nur gezielt und zeitlich begrenzt. Fotos: Keine Hausnummern, Schullogos, Fahrpläne, Teamlisten oder wiederkehrende Treffpunkte im Hintergrund. Tags/Markierungen: Erst nach Freigabe durch die Person (und: nicht alles muss tagbar sein). Auch wenn Plattformen Metadaten teils entfernen: Verlass dich nicht darauf. Entscheidend ist, was im Bild sichtbar ist (Hintergründe, Spiegelungen, Dokumente). Werbung/Tracking: warum «kostenlos» nicht gratis ist Viele Social Networks sind «gratis», weil sie mit Daten Geld verdienen: mit personalisierter Werbung, Profiling und Tracking über Apps und Websites hinweg. Das ist ein Grund, warum es sich lohnt, Privatsphäre-Einstellungen ernst zu nehmen und sparsam mit Profilangaben zu sein. Wenn du dich vertieft damit beschäftigen willst: Lies dazu auch unseren Artikel zum Datenschutz (Tracking, Werbeprofile und Einwilligungen) im Portal. Eine gesunde Portion Misstrauen «Die Naivität im Umgang mit persönlichen Daten ist zum Teil erschreckend gross, obwohl verschiedene Vorfälle von Mobbing und Stalking in den letzten Jahren unsere Warnungen bestätigen und beweisen, dass im Internet-Alltag eine gesunde Portion Misstrauen Pflicht ist», sagt Eliane Schmid, Informationsverantwortliche des Eidgenössischen Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten. Deine Daten sollten daher nur einem beschränkten Personenkreis, nämlich deinen Freund:innen, zugänglich sein. Lege in den Einstellungen fest, wer deine Seite sehen darf. Fremden Personen sollte kein Zutritt zum Profil gegeben werden. Kinder sollten gut überlegen, mit wem sie sich vernetzen. Überlege genau, welche persönlichen Daten du oder dein Kind angeben willst. Es ist auch möglich, sich unter einem Pseudonym anzumelden. Am besten ist es, so wenig wie möglich private Daten anzugeben. Informiere dich auch über die Datenschutzrichtlinien der Anbieter. Hat der Anbieter ein Datenschutz- und –sicherheitsgütesiegel? Keine heiklen Informationen veröffentlichen «Man sollte nur ins Netz stellen, was man ohne schlechtes Gefühl auch im Schulhaus an die öffentliche Wand hängen würde. Bilder, die nur für den engsten Freundeskreis bestimmt sind, Fotos von Partys, auf denen jemand betrunken, in einer peinlichen Situation oder leicht bekleidet ist, gehören sicher nicht auf eine solche Site», sagt Medienpsychologe Daniel Süss (mehr dazu im Interview mit Daniel Süss). Die Schweizerische Kriminalprävention gibt dazu den Tipp, einmal über eine Suchmaschine herauszufinden, welche Angaben von einem selbst oder dem Kind bereits im Internet veröffentlicht wurden. Dazu kannst du zum Beispiel bei Google Namen, E-Mail-Adresse oder die besuchte Schule eingeben. Es ist manchmal erstaunlich, in welchem Kontext Bilder oder private Daten wieder auftauchen. Schau dir die Ergebnisse gemeinsam mit deinem Kind an und frage, ob es deinem Kind angenehm wäre, wenn diese Daten auch im Schulhaus aushängen würden oder ein zukünftiger Arbeitgeber lesen würde. Kinder sollten wissen, dass sie nicht ungefragt Fotos und Informationen von anderen hochladen können. Das Markieren von Personen auf Fotos sollte gar nicht oder nur mit Erlaubnis der auf dem Foto zu sehenden Personen erfolgen.