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Ergebnis: Schulbildung schützt nicht vor Gedächtnisverfall

Die Aufzeichnungen zu den Gedächtnistests der Senioren ergaben, dass ein höherer Bildungsgrad zwar das Auftreten einer Demenz verzögern kann, jedoch verhindert er die Erkrankung nicht. Anhand der Tests konnte gemessen werden, dass der Rückgang der Gedächtnisleistung mit jedem zusätzlichen Ausbildungsjahr um ungefähr zweieinhalb Monate hinausgezögert wurde. Sobald die Demenz allerdings auftrat, schritt sie bei den «gebildeteren» Senioren schneller voran.

Ein Beispiel für solch einen Fall ist ein Schulabsolvent, bei dem mit 85 Jahren eine ausgeprägte Demenz festgestellt wird. Bei seinem Bildungsstand ist es sehr wahrscheinlich, dass die ersten Anzeichen des geistigen Verfalls bereits mit 81 Jahren feststellbar waren, also 4 Jahre bevor die Demenz als ausgeprägt eingestuft wurde.

Bei einem Menschen mit einer geringeren Schulbildung von vier Jahren und ebenfalls ausgeprägter Demenz im Alter von 85 Jahren würden sich hingegen bereits mit ungefähr 79 Jahren die ersten feststellbaren Anzeichen geistigen Verfalls zeigen. In diesem Fall wäre das bereits 6 Jahre bevor die Demenz als ausgeprägt erkannt wird. Dies trifft auch zu, wenn bei beiden Patienten die gleichen krankhaften Veränderungen im Gehirn vorliegen.

Menschen mit einem höheren Bildungsniveau scheinen demnach eine Art geistige Reserve zu besitzen, sodass die Demenz erst später zum Vorschein kommt. Nach Auftreten der Krankheit schreitet diese aber schneller voran, vermuten die Forscher.

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