Wohnen und Pflege in der Gemeinschaft

Hilfe im Haushalt ist für viele Senioren mit einer mobilen Pflege oder Nachbarschaftshilfe möglich.

Mobile Pflege oder Nachbarschaftshilfe sind Möglichkeiten, um Zuhause betreut zu werden.

Betreutes Wohnen

Betreutes Wochen ist ein «Mittelding» zwischen Unabhängigkeit und Aufgehoben sein. Viele ältere, aber dennoch agile Menschen entscheiden sich für diese Wohnform. Sie beziehen in einer Wohnanlage eine eigene Wohnung. Diese können sie selbst möblieren. Das betreute Wohnen ist mit einem Mädchenwohnheim zu vergleichen. Senioren sind selbstständig, können aufstehen wann sie möchten, können in der eigenen Küche kochen und ihren Tagesablauf nach den eigenen Vorstellungen und Wünschen gestalten. Aber dennoch sind sie nicht auf sich allein gestellt. In jedem Zimmer befindet sich ein Notfallknopf, bei dessen Aktivierung sofort Hilfe kommt. Sie haben auch Ansprechpartner für alle Belange des Lebens: Essen kann geliefert werden, Unterstützung in der Reinhaltung des Apartments, bei Einsamkeit oder Problemen. Ein zusätzlicher Pluspunkt ist die Gesellschaft anderer älterer Menschen. Viele bereute Wohnungen sind einem Pflegeheim angeschlossen.

Familienpflege

Diese Wohnform ist ein neues, zukunftsweisendes Modell in der Altenbetreuung. Das Prinzip wird seit 1980 für behinderte und psychisch kranke Menschen angewandt und findet immer mehr Befürworter in der Seniorenbetreuung. Alte, betagte oder demenzkranke Menschen leben in einer Art Gastfamilie. Sie haben ein eigenes Zimmer und werden als vollwertiges Familienmitglied angenommen. Die Familie oder Einzelperson sorgt für einen geregelten Tagesablauf und übernimmt fast alle anfallenden Erledigungen für den Bewohner: Arztbesuche, Kleidereinkauf und vieles mehr.

Der Bewohner ist aber nicht nur Gast, für ihn gelten die gleichen Regeln, die auch die anderen Familienmitglieder beachten: Höflichkeit, Rücksichtnahme, Unterstützung im Haushalt. In diese Wohnform werden keine schwer Pflegebedürftigen vermittelt, sondern Menschen, die auch stundenweise allein bleiben können. Die Familien erhalten eine Aufwandsentschädigung für ihre Leistung. Die Summe variiert zwischen 900 und 1300 CHF. Weder Bewohner noch Familie werden alleine gelassen, zuständiges Fachpersonal garantiert Zuspruch und tatkräftige Unterstützung.

Altersheim

Pflegeheim – kein anderes Wort löst bei Menschen ab 65 Jahren so lebhafte Diskussionen aus. Gegner argumentieren: «Da lasse ich mich lieber lebendig begraben, als in eine solche Verwahranstalt zu gehen.» Befürworter sehen Pflegeheime als eine gute Möglichkeit an, um den Lebensabend zu verbringen: «Hier kümmert man sich um mich und ich bin für meine Kinder keine Belastung.» Gewiss, ein Pflegeheim ist Ansichtssache und oftmals die letzte Möglichkeit, wenn andere Wohnformen nicht mehr realistisch und vertretbar sind. Besser ist es, ein alter Mensch wird in einer Pflegeeinrichtung versorgt, anstatt er zuhause vor sich hinvegetiert. Es gibt solche und solche Heime – deshalb ist eine gute Recherche Pflicht für die Angehörigen:

  • Wie sehen die Zimmer aus?
  • Wie gut ist der Personalschlüssel?
  • Welche Angebote zur Freizeitgestaltung gibt es?
  • Gibt es einen Garten?
  • Wie ist das Essen?
  • Wie ist das Preis- Leistungsverhältnis?
  • Ist das Heim gut für alle Angehörigen erreichbar?
  • Gibt es eine gute Verkehrsanbindung für aktivere Senioren?

 

Mehrgenerationenhäuser und Wohngemeinschaften für alte Menschen

Bei diesen Wohnformen steht vor allem das Miteinander im Mittelpunkt. «Gemeinsam statt einsam» – lautet das Motto. Eine tolle Art der Lebensführung für gesellige, offene Senioren, die vielleicht schon verwitwet sind.

Mehr Informationen zum Thema Wohnen im Alter

wohnform50plus.ch zeigt eine Übersicht der gänigen Wohnformen und bietet Infos, sowie Beratung.

priorliving.ch bietet ausführliche Infos und Tipps.

Text: Natascha Mahle

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