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Tipps für Grosseltern

Grosseltern nehmen sich viel Zeit für die Betreuung ihrer Enkel-Kinder.

Enkelkinder schätzen die gemeinsame Zeit mit den Grosseltern. Foto: ©iStockphoto.com/BanksPhotos

Seien Sie für Ihr Enkelkind da. Nehmen Sie sich die Zeit, hören Sie ihm zu. Verwöhnen Sie es auch ein bisschen. Aber übertreiben Sie es nicht. Ein Geschenk bei jedem Besuch ist zu viel. Sprechen Sie mit den Eltern ab, welche Geschenke angebracht sind.

«Die Großeltern sollen betreuen, aber nicht erziehen.» Dieser Rat des Soziologen Francois Höpflinger aus einem Zeit-Online Interview sollten Sie sich zu Herzen nehmen. Halten Sie sich aus der Erziehung der Kinder heraus. Natürlich darf und soll es bei Ihnen etwas lockerer als bei den Eltern zugehen, aber halten Sie sich an Regeln, die Ihnen Ihre Tochter oder Ihr Sohn mitgeteilt haben. Solange die Erziehungsstile von Eltern und Grosseltern nicht zu weit auseinander liegen, sollte es keine Probleme geben. Am besten einigen sich Eltern und Grosseltern über die grundlegenden Ziele der Erziehung, bevor es zu Konflikten kommt. Sie sollten zum Beispiel wissen, wann Ihr Enkelkind ins Bett gehen muss.

Haben Sie doch einmal das Gefühl, dass etwas in der Erziehung Ihrer Enkelkinder falsch läuft, dann suchen Sie das Gespräch mit Ihrem Sohn oder Ihrer Tochter. Formulieren Sie Ihre Sorgen, aber machen Sie ihnen keine Vorwürfe. Sind Ihre eigenen Kinder unsicher in der Erziehung, unterstützen Sie diese. Zeigen Sie, dass in Sachen Erziehung nicht so viel falsch gehen kann. Versuchen Sie, Ihre Kinder zu mehr Gelassenheit zu ermuntern.

Wohnt Ihr Enkelkind sehr weit weg und ist daher ein regelmässiger Kontakt nicht möglich, sollten Sie die neuen Medien nutzen. Sind Sie unsicher im Umgang damit, fragen Sie Ihre Enkel wie es funktioniert. Lernen Sie, E-Mails zu schreiben. Lassen Sie sich Videotelefonie erklären und wie eine SMS geschrieben werden kann. Rufen Sie Ihre Lieblinge an. Denn «entscheidend ist nicht nur, wie oft man sich sieht. Entscheidend ist vor allem, ob die Grosseltern im Herzen präsent sind», sagte Kinder- und Jugendpsychiaterin Maria Eva Reinholz aus Wiesbaden dem Hessischen Rundfunk.

Möchten Sie für Ihre Enkel Geld sparen, sollten Sie das mit Ihren Kindern absprechen.

Befinden sich die Eltern in Trennung oder Scheidung, sollten Sie für Ihr Enkelkind besonders stark da sein. Nehmen Sie aber nicht Partei für ein Elternteil. Kommt es aufgrund einer Scheidung dazu, dass Ihnen der Besuch Ihres Enkelkindes verwehrt wird, wenden Sie sich an Familienberatungsstellen. Rechtlich haben Sie zwar laut Familienrecht in ausserordentlichen Umständen Anspruch auf persönlichen Kontakt als Drittperson, wenn das dem Kindswohl dient. Aber bisher hat in der Schweiz noch niemand dieses Recht eingeklagt.

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