Checkliste Hauskauf: Was von Planung bis Einzug wichtig ist

Ein Haus zu kaufen, ist eine grosse Entscheidung. Da möchten Sie bestimmt nichts dem Zufall überlassen. Mit dieser Checkliste erhalten Sie einen Überblick zum Ablauf und zu unerlässlichen Aufgaben beim Hauskauf.

Von Bianca Sellnow, im Juli 2017

Hauskauf: Was von Planung bis Einzug wichtig ist

Kaufpreis, Gebäudezustand, Umbauplanung: Beim Hauskauf muss man vorausdenken und vieles planen. Foto: Davizro/iStock, Thinkstock

1. Festlegen, wie viel das Haus höchstens kosten darf

Für die Finanzierung Ihres Hauses benötigen Sie mindestens 20 Prozent vom Kaufpreis als Eigenkapital; zum Beispiel aus Ersparnissen, Erbvorbezug oder möglicherweise aus Ihrer Vorsorge. Mehr als fünf Mal so viel, wie Sie an Eigenkapital besitzen, darf das Eigenheim somit auf keinen Fall kosten.

Dazu sollten Sie die laufende finanzielle Belastung durch die Hypothek stemmen können. Von der Bank erhalten Sie in der Regel eine Finanzierung nur, wenn die Tragbarkeit – das Verhältnis zwischen Ihrem Lohn und den Ausgaben für die Liegenschaft – gewährleistet ist. 

2. Standort und Ausstattung eingrenzen und nach Häusern suchen

Haben Sie den Höchstpreis für Ihre Immobilie festgesetzt, geht es an die Suche des Traumhauses. Dafür sollten Sie vorab eingrenzen, wo in etwa Sie wohnen möchten – und wo eher nicht. Ebenso können Sie bestimmen, was Ihnen an Ihrer zukünftigen Wohnsituation besonders wichtig ist, zum Bespiel ein grosser Garten oder eine Mindestzahl an Zimmern.

Für die Suche nach dem passenden Haus bieten sich Immobilienportale im Internet an. Oder nehmen Sie Kontakt mit einem Makler auf. Achten Sie in jedem Fall darauf, dass die Angebote seriös sind. Lockvogel-Angebote mit günstigen Traumimmobilien sind leider die Realität – hören Sie in diesem Fall auf Ihr Bauchgefühl.

3. Das Gebäude genau unter die Lupe nehmen

Sie haben bereits die ersten Objekte im Visier? Dann geht es an die Besichtigungen. Wichtig ist hierbei, dass Sie sich nicht nur auf die Aussagen des Verkäufers verlassen. Prüfen Sie genau, ob nicht etwa der Keller feuchte Wände hat oder die Fenster so alt sind, dass das Heizen im Winter Ihre Ausgaben in die Höhe treibt.

Versteckte Mängel können Sie zwar noch nach dem Kauf anmelden. Doch je mehr Sie vor dem Unterschreiben des Vertrags wissen, umso besser. Meist hilft es, einen Profi hinzuzuziehen. Ein Sachverständiger kostet zwar, kann Ihnen aber Sicherheit geben. An diese Fachpersonen kann man beispielsweise über die eigene Bank gelangen.

4. Kaufpreis und eventuelle Umbau-Kosten festlegen

Wenn Sie über den Preis des Hauses verhandeln, bedenken Sie, dass auch eventuelle Renovierungsarbeiten oder Umbauten mitfinanziert werden müssen. Ist viel zu machen, sollten Sie aufpassen, dass Sie dadurch nicht Ihr Budget sprengen und sich übernehmen.

Besprechen Sie den Kaufpreis mit der Bank, bevor Sie ihn mit dem Besitzer verhandeln und festlegen. Die Bank wird den Objektwert Ihrer Liegenschaft sowie die Tragbarkeit der Finanzierung überprüfen, ehe sie Ihnen eine Kreditzusage erteilt. Hier können Sie sich für eine kostenlose Beratung anmelden.

5. Finanzierung mit der Bank regeln

Zusammen mit der Bank legen Sie fest, welche Art der Finanzierung zu Ihnen passt, aber auch wie viele Hypotheken Sie benötigen. Es gibt beispielsweise Hypotheken mit variablen oder festen Zinsen sowie mit und ohne feste Laufzeit.

Die erste Hypothek finanziert in der Regel bis zu zwei Drittel des Verkehrswertes der Immobilie. Über die zweite Hypothek können Sie auf die höchstmögliche Gesamtfinanzierung von 80 Prozent kommen.

6. Kaufvertrag unterschreiben und ins Grundbuch eintragen lassen

Bevor Sie den Kaufvertrag unterschreiben, sollten Sie ihn eingehend studieren. Am besten legen Sie das Dokument zudem Ihrem Anwalt vor, um Fallstricke zu vermeiden.

Ist der Kaufvertrag in Ordnung, können Sie ihn unterschreiben. Anschliessend muss er zur Beurkundung und Sie lassen sich als Besitzer im Grundbuch eintragen. Beides können Sie mit Hilfe eines Notars durchführen.

7. Möglichen Umbau planen – am besten mit Fördergeldern

Das Haus entspricht noch nicht ganz Ihren Vorstellungen? Wenn Sie vor dem Einzug einen Umbau planen, sollten Sie unbedingt prüfen, ob Sie dafür Anspruch auf Fördergelder haben.

Umbauten, welche die Energieeffizienz Ihres Hauses erhöhen, können unter Umständen gefördert werden. Ausführliche Informationen dazu erhalten Sie bei einer zuständigen Energieberatung in Ihrem Kanton.

8. Eigenheim schützen durch wichtige Versicherungen

Direkt nach dem Hauskauf sollten Sie das neue Eigenheim unbedingt mit den richtigen Versicherungen ausstatten. Eine Gebäudeversicherung ist beispielsweise in vielen Kantonen Pflicht, und das aus gutem Grund. Die Versicherung zahlt unter anderem bei Schäden am Gebäude durch Feuer, Wasser oder auch Naturereignissen, wie etwa Sturm oder Hagel. 

Eine ausreichende Abdeckung durch eine Haftpflichtversicherung ist ebenso wichtig. Sie deckt beispielsweise ab, wenn auf Ihrem Grundstück ein Baum umfällt und beim Nachbarn etwas beschädigt oder jemand in Ihrer Einfahrt ausrutscht und sich das Bein bricht. Für solche Schäden kann die Privathaftpflichtversicherung zahlen. Deckt sie diese jedoch nicht ab, braucht es zusätzlich eine Gebäudehaftpflichtversicherung.

Wie bei jeder Mietwohnung, ist auch im Eigenheim eine Hausratversicherung sinnvoll. Sie deckt unter anderem Ihre Möbel bei Schäden ab, die durch Wasser, Feuer oder Einbruch entstehen.

9. Rechtzeitig Mietwohnung oder Haus kündigen und Umzug planen

Ihre Mietwohnung sollten Sie möglichst nicht zu früh kündigen. Besser, Sie zahlen einen Monat länger Miete als dass Sie in ein halbfertiges Eigenheim ziehen oder für mehrere Wochen auf der Strasse stehen.

Nachdem Ihr Eigenheim fertig vorbereitet ist und Sie die Mietwohnung gekündigt haben, steht dem Umzug nichts mehr im Weg. Dafür holen Sie am besten mehrere Offerten ein, um das ideale Preis-Leistungs-Verhältnis rauszuholen.

Bedenken Sie auch, dass Sie sich bei der neuen Gemeinde anmelden müssen. Geben Sie zudem bei der Post einen Nachsendeantrag auf und informieren Sie wichtige Behörden sowie Unternehmen über Ihre Adressänderung.

 

 

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