Facebook Pixel
Leben > Finanzen

Eigenheim in der Schweiz – ein Traum, der keiner bleiben muss

Endlich ins eigene Haus zu ziehen, ist der Traum vieler Familien in der Schweiz. Eine eigene Immobilie ist nicht nur ein verlässlicher Rückzugsort, sondern auch Vorsorge und Sicherheit für die Zukunft. Wir geben wertvolle Tipps zur Finanzierung.

Ein Eigenheim ist der Traum vieler Familien in der Schweiz – und gleichzeitig eine finanzielle Herausforderung. Wir geben wertvolle Finanzierungstipps.

Ein Eigenheim ist der Traum vieler Familien in der Schweiz – und gleichzeitig eine finanzielle Herausforderung. Foto: skynesher, E+, Getty Images Plus

Ein Haus mit strahlend gelber Fassade, bunten Blumen vor den Fenstern, einem Balkon, einer Dachterrasse und mindestens drei Stockwerken – ganz schön pompös ist das Traumhaus von Jonah (3) und Cody (2) in der Schweiz. Wie gut, dass Mama Petra und Papa Stefan auf diese Wünsche beim Kauf des Hauses keine Rücksicht nehmen müssen. Schliesslich steht das Wunschhaus ihrer Kinder bereits in deren Spielzimmer, in Form eines kleinen Puppenhauses von Playmobil. Von einem Eigenheim träumen trotzdem alle vier.

Vorteile eines Eigenheims gegenüber Miete

Wer in eine Eigentumswohnung oder in ein Haus investiert, nimmt mit der Finanzierung eine grosse und langfristige Belastung auf sich. Aber: «In Zeiten von niedrigem Zins oder gar Negativzinsen, wie wir sie aktuell haben, kann Wohneigentum zu finanzieren durchaus günstiger sein als ein Mietobjekt. Zudem kann man sein Erspartes sinnvoll investieren», meint Finanzexperte Luca Dauccia. Gleichzeitig könne sich eine gut finanzierte Immobilie als sinnvolle Vorsorge im Alter erweisen.

Ein weiterer Vorteil des Wohneigentums ist, dass eine Familie in den eigenen vier Wänden Ihr eigener Chef ist. Umbauten und Veränderungen jeder Art können in Haus oder Wohnung nach eigenem Ermessen jederzeit durchgeführt werden.

Um einen Kauf – sei es eine Wohnung oder ein Haus – zu finanzieren und einen Kredit bei der Bank aufnehmen zu können, erfordert es ein entsprechendes Einkommen sowie Eigenkapital in Höhe von mindestens 20 Prozent des Kaufpreises. Für viele Familien bedeutet das, im Vorfeld für das Wohneigentum sparen zu müssen.

Gewisse Abstriche im Bezug auf den eigenen Lebensstil sind möglich – aber nicht zwingenderweise, meinen Petra Markzoll und ihr Lebenspartner Stefan Schnarwiler. Beide sind passionierte Töff-Fahrer und legen viel Wert auf eine grosse Mietwohnung für sich und ihre zwei Kinder. Kleine Beträge über einen längeren Zeitraum an Eigenkapital sparen, lautet ihr Erfolgsrezept zur Finanzierung.

Sparen für das Eigenheim – So klappt’s!

Familien, die auf den Kauf einer eigenen Immobilie, eines Haus oder einer Wohnung, hinsparen, sind mit einem Vorsorgekonto der Säule 3a am besten beraten. Dies ist nämlich steuertechnisch sehr attraktiv, da Einzahlungen vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden können und das Kapital nicht unter die Vermögenssteuer fällt.

Darüber hinaus ist das Ersparte flexibel verfügbar – so gilt für den Immobilienkauf eine Kündigungsfrist von lediglich einem Monat. Ein Nachteil des Vorsorgekontos ist hingegen die beschränkte Sparmöglichkeit: Maximal 6'800 Franken können jährlich bei der Bank einbezahlt werden.

Was ist eine Hypothek?

Wer ein Haus kaufen möchte, kann mit dem angespartem Eigenkapital oft nur einen Teil der Kosten für das Wohneigentum decken. Das übrige Kapital wird dann meist von einer Bank finanziert – in der Regel mit einer Hypothek. Eine Hypothek ist ein sogenanntes Pfandrecht an einer Immobilie, einem Haus oder einer Wohnung. Hypotheken dienen also dem Kreditgeber als Sicherheit für das Risiko eines Kreditausfalls. Die Eintragung der Hypothek in das Grundbuch gibt dem Kreditgeber das Recht, das Objekt zu verwerten, wenn der Dahrlehensnehmer seinen Zahlungen nicht mehr nachkommt.

Mit dem Begriff «eine Hypothek aufnehmen» ist meist die Finanzierung einer Immobilie gemeint. Eine Hypothek aufzunehmen, kann aber auch bedeuten, als Hauseigentümer das Haus beleihen zu wollen, um etwas anderes zu finanzieren, beispielsweise eine Sanierungsmassnahme. Da es sich um ein Recht im Zusammenhang mit einem Immobilienkauf handelt, wird die Hypothek immer ins Grundbuch eingetragen. Dabei muss die Hypothek nicht identisch mit dem Kaufpreis sein. Hypothekenbanken dürfen Darlehen bis zu einer Höhe von 60 Prozent des Beleihungswertes vergeben. Eine Anforderung für die Höhe der Hypothek ist die Tragbarkeit der Hypothek. Gemeint ist die Belastung des Brutto-Einkommens durch alle Ausgaben für Zinsen und Amortisation sowie den Unterhalt der Immobilie. Ein Drittel des Einkommens sollte dabei nicht überschritten werden. 

Nach Tilgung des Darlehens kann die Hypothek mit einer Löschungsbewilligung in eine Eigentümergrundschuld gewandelt werden.

Zusammensetzung des Eigenkapitals

Ideal ist, wenn das Eigenkapital aus dem flüssigen Vermögen stammt. Zu diesem Eigenkapital zählen auch Erbvorbezüge und Darlehen aus dem Familien- und Freundeskreis. Ausserdem können zum Eigenkapital Wertschriften und -gegenstände verkauft werden. Es wird empfohlen, dass etwa die Hälfte des Eigenkapitals, sprich 10 Prozent Eigenkapital sogenanntes "hartes" Eigenkapital" aus solchen Quellen stammen sollte. Die weiteren 10 Prozent des Anteils an Eigenkapital können beispielsweise über Vorsorgegelder finanziert werden.

In vier Schritten zum Haus der Träume

Finden Sie das passende Objekt

Dazu müssen Sie zunächst für sich definieren, in was für ein Haus Sie investieren möchten. Das kann zum Beispiel eine Eigentumswohnung sein, ein Haus oder ein Grundstück, auf dem Sie einen Neubau planen.

Tipp: In diesem Stadium Ihrer Planung sollten Sie sich über folgendes Gedanken machen: In welcher Gegend? Freistehendes oder Reihenhaus? Wohnfläche? Zimmerzahl? Was können Sie sich leisten? Wie viel Eigenkapital steht Ihnen zur Verfügung?

Nehmen Sie Kontakt zur Bank auf

Wenn Sie Ihre Wunschimmobilie gefunden haben, ist ein erster Kontakt zu Ihrer Bank sinnvoll. Dabei sollten Sie abklären, welche Unterlagen Ihr Bankberater im Folgenden von Ihnen benötigt, um einen Kredit bewilligen zu können.

Besprechen Sie die Finanzierung 

Nach dem ersten Kontakt mit Ihrer Bank, geht es schon bald ans Eingemachte: Gemeinsam mit dem Berater definieren Sie dann den gewünschten Kredit, die Hypothek und vereinbaren die Höhe des Zinses.

Kaufen Sie Ihre Wunschimmobilie

Den Abschluss der Finanzierungsgespräche bilden die Vertragsunterzeichnung sowie die Kaufabwicklung über Ihre Bank. Nun sind Sie Besitzer Ihrer eigenen Immobilie.

Die Kostenfrage – Was können Sie sich leisten?

Wie viel Ihre Wunschimmobilie kosten darf, richtet sich nach Ihrem Einkommen und Ihrem Eigenkapital. Für ein erstes Konsolidieren gibt es praktische Online-Tools, sogenannte Hyothekarrechner, die einige Banken auf ihrer Website anbieten. Dort können alle Angaben zu Vermögen und Einkommen eingegeben werden – im Gegenzug erhalten Sie erste Informationen, wie teuer Ihre Immobilie ungefähr sein darf. Alternativ bieten Banken auch Beratungsgespräche vor Ort an.

Valiant: Einfache Lösungen für Familien

Der Tag kann für Eltern ganz schön herausfordernd sein. Mütter und Väter wissen genau: In einen vollen Tag passt keine komplizierte Bank. Deshalb bietet Valiant Bank einfache Lösungen für Familien. Bei Zahlungen im Alltag und in den Ferien, beim Sparen, Vorsorgen, Finanzieren oder Anlegen hat Valiant das passende Angebot für Sie.