Die sichersten Zahlungsmittel für die Ferien

Im Ausland können Sie mit Geld und Kreditkarte zahlen.

Ein Mix aus verschiedenen Zahlungsmitteln wie Bargeld und Kreditkarte ist für das Bezahlen im Ausland am besten.

Finanz-Experten empfehlen, einen Mix aus Zahlungsmitteln in den Ferien zu nutzen. So haben Sie für jede Gelegenheit das passende Feriengeld. Ausserdem ist es sicherer. Bei Verlust der Kreditkarte haben Sie zum Beispiel für den Notfall noch Bargeld zur Verfügung.

Wer ins Ausland reist, muss in der Fremdwährung bezahlen. Doch der Umtausch von Bargeld bei Banken oder Wechselstuben in der Schweiz und im Ausland ist nicht immer preiswert. Häufig fallen hohe Gebühren an. Manchmal wird auch ein schlechterer Wechselkurs zu Grunde gelegt. Dennoch ist es ratsam etwas Bargeld in der Fremdwährung mitzunehmen, denn nicht überall können Sie mit Ihrer Kreditkarte zahlen.

Wenig Bargeld mitnehmen

Nicole Widmer, Zahlungsmittel-Expertin beim Schweizer Verband der Raiffeisenbanken, rät in einem Beitrag der Raiffeisenbanken: «Es empfiehlt sich, nur wenig Bargeld mit auf die Reise zu nehmen. Am besten ist ein kleiner Betrag zwischen 200 bis 300 Franken, wenn möglich gleich in der Landeswährung der Feriendestination.» Denn bei Diebstahl kann das Geld nicht ersetzt werden. Am Ferienort können Sie dann mit Ihrer ec/Maestro-Karte am Bancomaten das restliche Bargeld abheben. Auch hier empfiehlt die Zahlungsmittel-Expertin nur kleinere Beträge auf einmal zu beziehen.

Denken Sie daran für das Feriengeld kleine Noten oder Münzen zu wählen, weil Sie das Bargeld für kleinere Beträge wie beim Markteinkauf oder für das Taxi benötigen werden. Informieren Sie sich zudem, ob Sie Fremdwährung einführen dürfen. In einigen Ländern wie Vietnam ist das verboten.

Travelers Cheques sind am sichersten

Gemäss der Raiffeisebanken seien Travelers Cheques in puncto Sicherheit noch immer unübertroffen, auch wenn ihre Bedeutung gegenüber der Kreditkarte verloren habe. In vielen Ländern Mittel- und Südamerikas und Asiens sind sie neben Bargeld das einzig mögliche Zahlungsmittel. Die Cheques werden bei Banken und in Hotels im Ausland in Bargeld der Lokalwährung eingelöst.

Der Vorteil bei Travelers Cheques ist, dass sie bei Verlust oder Diebstahl in der Regel innerhalb von einem Tag ersetzt werden können, da sie bei vielen Banken weltweit vorrätig sind.

Maestro-Karte für den Bargeldbezug im Ausland nutzen

Mit Ihrer Masetro-Karte können Sie an vielen Bancomaten im Ausland Bargeld beziehen, wobei eine Gebühr anfällt. Zudem akzeptieren viele Geschäfte und Hotels die Karten, sodass Sie damit direkt zahlen können. Das Problem der Karte liegt in der Sicherheit. Wird die Karte gestohlen oder geht sie verloren, wird sie im Ausland in der Regel nicht ersetzt. In diesem Fall sollten Sie sich sofort bei Ihrer Bank melden und die Karte sperren lassen. Erst zurück in der Schweiz wird Ihnen dann Ihre Karte ersetzt.

Travel Cash Karte als Alternative zur Maestro-Karte

Einige Banken bieten auch eine sogenannte Travel Cash Karte an. Auf diese können Sie einen bestimmten Betrag in Euro, US Dollar oder Schweizer Franken aufladen. Im Ausland nutzen Sie die Karte, um Bargeld am Automaten zu beziehen oder in Geschäften zu bezahlen. Informieren Sie sich vorab, in welchen Ländern das möglich ist. Der Vorteil gegenüber der Maestro-Karte ist, dass bei Gebrauch keine direkte Verbindung zu Ihrem Konto aufgebaut wird. Daher ist sie auch sicherer als die Maestro-Karte. Zudem wird sie bei Verlust auch im Ausland ersetzt.

Mit der Kreditkarte grosse Rechnungen bezahlen

Die Kreditkarte eignet sich vor allem für grössere Beträge wie die Mietwagenrechnung oder die Hotelkosten. Mittlerweile können viele Sachen gar nicht mehr ohne Kreditkarte bezahlt werden. Denken Sie daran, dass Sie eventuell die Limite Ihrer Karte erhöhen müssen. Um Bargeld damit am Automaten abzuheben, ist sie in der Regel nicht geeignet, weil hohe Gebühren anfallen.

Einige Kredikartenanbieter versichern ihre Kunden gegen Reiseunfälle in öffentlichen Verkehrsmitteln, wenn sie die Reise mit der Kreditkarte buchen. Erkundigen Sie sich bei Ihrem Anbieter danach, ob die Versicherung inklusive ist.

Bei Verlust und Diebstahl sollten Sie die Karte sofort sperren lassen. Im Regelfall wird sie Ihnen auch im Ausland ersetzt.

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Text: Angela Zimmerling

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