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Finanzkompetent in die Zukunft

Advertorial – «Wer spart, der hat» – so lautet eine Volksweisheit zum Thema Geld, an die sich eine grosse Mehrheit der Schweizer Erwachsenen hält. Doch wie sieht das bei Kindern aus? Und wie können Eltern sie dabei unterstützen, beim Geldausgeben nicht nur an heute, sondern auch an morgen zu denken?

Sparen lernen - Die Kantonalbanken geben Tipps

Auch Sparen kann man lernen. Foto: Verband Schweizerischer Kantonalbanken

Den meisten Kindern scheint die grosse Bedeutung des Sparens bereits früh bewusst zu sein: eine repräsentative Studie zeigt, dass 80% der 5- bis 14-jährigen Kinder in der Schweiz zumindest einen Teil ihres Sackgeldes zur Seite legen. Eltern unterstützen und festigen das Sparen, indem sie gemeinsam mit ihren Kindern bewusst konkrete Sparziele setzen. Nach der Definition eines konkreten Wunsches, gilt es zu überlegen, wie viel Geld für die Erfüllung nötig ist, welcher Sparbetrag pro Woche/Monat leistbar ist und wie viel Zeit für die Erreichung des Sparziels zur Verfügung steht.

Um das Sparziel leichter zu erreichen, gibt es einige erfolgsversprechende Strategien. Erstens gilt es, den Sparbetrag gleich am Anfang der Woche/des Monats zur Seite zu legen. Damit wird vermieden, dass am Ende nichts mehr zum Sparen übrigbleibt. Zweitens könnten Eltern den Sparbemühungen mit Hilfe eines Zuschusses einen zusätzlichen Motivationsschub verleihen: Wenn das Kind einen vereinbarten Anteil des notwendigen Betrags gespart hat, übernehmen sie den Rest.

Drittens empfiehlt sich eine klare Trennung des Sparbeitrags vom Rest des Sackgelds. So kann sichergestellt werden, dass das Ersparte nicht unabsichtlich ausgegeben. Mögliche Massnahmen sind beispielsweise die die Lagerung der Barbeträge an unterschiedlichen Orten oder die Einrichtung eines separaten Sparkontos.

Für die Zukunft gewappnet sein

Mit dem Sparen eng verwoben ist ein weiteres Konzept des guten Umgangs mit Geld: der Notbatzen. Dabei handelt es sich um einen ständig verfügbaren Geldbetrag, der dafür reserviert ist, unvorhergesehene Kosten zu decken. Bei Erwachsenen geht es hier z.B. um eine zu ersetzende Waschmaschine oder unerwartete Krankheitskosten. Bei Jugendlichen kann ein verlorenes Handy oder ein kaputtes Velo leicht ein Loch in die Finanzen reissen.

Als Schutz vor finanziellen Rückschlägen gehört der Notbatzen zu den elementaren Bausteinen eines verantwortungsvollen Geldverhaltens. Bei etwas älteren Kindern gilt es zusätzlich, ein Bewusstsein für die langfristige Vorsorge zu entwickeln -  auch wenn für sie die Rente aktuell noch unendlich weit weg ist. Annähern kann man sich dieser Thematik bei Gesprächen über die Lebensrealität der Grosseltern oder der Reflexion über eigene Vorstellungen von der Zukunft. Diese Überlegungen gilt es dann mit einer realistischen Einschätzung der zukünftigen Renten in Relation zu setzen.

Ein weiterer Aspekt dieses Themenkreises ist die aktuelle Zinslage und ihre Auswirkungen auf Ersparnisse. Eine gemeinsame Recherche, welche sinnvollen Formen der Geldanlage es aktuell gibt, bringt vielleicht auch Eltern neue Erkenntnisse. Durch das bewusste Setzen von Sparzielen lernen Kinder, dass der Konflikt zwischen den eigenen Wünschen und dem verfügbaren Geld durch Geduld, Einteilung und das Setzen von Prioritäten erreichbar werden. Sie erleben sich als selbständige Akteure und Entscheider.

Wenn Jugendlichen zusätzlich die Bedeutung eines kurzfristig verfügbaren Notbatzens und einer langfristigen Vorsorge bewusst ist, sind sie gut gerüstet, um in eine finanzkompetente Zukunft zu starten.

Brauchen oder wollen?

Brauch ich das? Diese Frage hilft, Prioritäten zu setzen und Sparpotentiale zu entdecken. Dazu schlagen wir folgende Aktivität in der Familie vor: Jede/r nimmt ein Blatt Papier und faltet es in der Hälfte. Auf der einen Seite werden alle Ausgaben für Dinge, die man wirklich braucht, aufgelistet (z.B. Nahrungsmittel, Hygieneprodukte). Auf der anderen Seite ist Platz für alle Dinge, die man will (z.B. Kinotickets, Magazine). Besprechen Sie gemeinsam, was auf welcher Seite steht und warum. Eine gute Gewohnheit ist es, sich künftig bei jeder Ausgabe zu fragen: Brauche ich das oder will ich das?

Finanzen verstehen

Die Kantonalbanken engagieren sich zugunsten der finanziellen Allgemeinbildung. Schwerpunkt ist FinanceMission, eine gemeinsame Initiative von Kantonalbanken und Lehrerverbänden, zur Förderung der Finanzkompetenz an Schweizer Schulen. Die Bankengruppe leistet so einen Beitrag gegen die Jugendverschuldung und übernimmt aktiv soziale Verantwortung.