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Geld in der digitalen Welt

Advertorial – Im Vergleich zu ihren Eltern kommen Kinder heute wesentlich jünger mit der digitalen Welt in Berührung. Als Digital Natives bewegen sie sich online oft routinierter als ihre Eltern. Das bringt neue Herausforderungen – auch in Bezug auf Geld.

Die Kantonalbanken

Es ist wichtig, dass Jugendliche Finanzkompetenz lernen. Bild: Kantonalbanken

Aktuell bezahlen noch zwei Drittel der jungen Menschen am liebsten mit Bargeld. Nicht zuletzt durch das wachsende Angebot bequemer und unkomplizierter bargeldloser Zahlungsmethoden wird dieser Anteil in Zukunft schrumpfen. Während am Beginn der Vermittlung von Finanzkompetenz also meist (be)greifbare Münzen und Scheine stehen, geht es bei älteren Kindern darum, die Grundlagen eines verantwortungsvollen Umgangs mit Geld in die digitale Welt zu übertragen.

Der Einstieg in die Welt des bargeldlosen Zahlens erfolgt meist mit der Umstellung, das Sackgeld nicht mehr bar, sondern auf ein Jugendkonto auszuzahlen. Die Option, nun mit Karte bezahlen zu können, wirkt sich auf das Konsumverhalten der Jugendlichen aus: Kartenzahlungen wirken weniger real als Barzahlungen, weshalb dabei tendenziell mehr ausgegeben wird. Ein eigenes Konto eröffnet ausserdem die digitale Einkaufswelt. Online-Shopping gilt aktuell als grösste Schuldenfalle bei Jugendlichen.

Aber nicht nur das eigene Konto bringt Herausforderungen: Mit der intensiven Nutzung von Smartphones (aktuell 85% der Schweizer zwischen 15 und 29 Jahren) werden In-App-Käufe und Online-Games relevanter. Gerade bei Letzterem werden Mechanismen von Gruppen- und Statusdruck ausgenutzt, Elemente des Glücksspiels angewendet und durch virtuelle Währungen das Gefühl dafür verschleiert, dass echtes Geld ausgegeben wird. Nach Angaben des Schweizer Videospiel-Entwickler-Verbandes, der Swiss Game Developers Association, machte die hiesige Game-Industrie letztes Jahr 150 Millionen Franken Umsatz.

Wie kann man digitalen Schuldenfallen ausweichen?

Für einen selbstbewussten Umgang mit Geld in Online-Welten hilft es, digitale Zahlungsmittel so greifbar wie möglich zu machen. Um Ausgaben für digitale Produkte wie In-App-Käufe, Streaming-Dienste und Online-Games ins reale Leben zu transferieren, ist es sinnvoll, diese mit Wünschen in der Offline-Welt gleichzusetzen. Wenn das Kind sich also eine neue Superkraft für den Charakter im Online-Game wünscht, sollte das in Bezug auf andere Wünsche wie einem Konzertticket oder einem neuen Kleidungsstück gleichwertig behandelt werden.

Ausserdem gilt es, die Vorteile des bargeldlosen Zahlens zu nutzen, wie z.B. die Tatsache, alle Ausgaben online einsehen zu können. Eltern können es sich zur Gewohnheit machen, gemeinsam mit ihren Kindern über den E-Banking-Zugang Kontobewegungen im Blick zu behalten und regelmässig zu überprüfen. Dabei bietet sich die Gelegenheit zu besprechen, warum gewisse Ausgaben getätigt wurden, ob dafür auf anderes verzichtet wurde und welche Werte und Prioritäten hinter Konsumentscheidungen stecken.

Denn darum geht es in der analogen wie auch in der digitalen Welt: Zu verstehen, wodurch ein Wunsch ausgelöst wird und wie viel dessen Erfüllung wert ist. Wenn man sich der eigenen Motivation, Werte und Prioritäten bewusst ist, führt das zu einem reflektierten Konsumverhalten und beugt häufigen Fehlern im Umgang mit Geld sowohl online als auch offline vor.

Ein Tipp zum Umgang mit Online-Spielen:

Spielen Sie das Lieblings-Game des Kindes gemeinsam und lassen Sie sich vom Kind erklären, was daran besonders anziehend ist. Das bringt Einblicke in die Funktionsweise des Spieles. Gleichzeitig erfahren Sie dabei viel über die Motivation des Kindes, sich für genau dieses Game zu interessieren und gegebenenfalls echtes Geld dafür ausgeben zu wollen.

Finanzielle Allgemeinbildung

Die Kantonalbanken engagieren sich zugunsten der finanziellen Allgemeinbildung. Schwerpunkt ist FinanceMission, eine gemeinsame Initiative von Kantonalbanken und Lehrerverbänden, zur Förderung der Finanzkompetenz an Schweizer Schulen. Die Bankengruppe leistet so einen Beitrag gegen die Jugendverschuldung und übernimmt aktiv soziale Verantwortung.

Weitere Informationen finden Sie hier.