Facebook Pixel

Das Büsi: ein Charakter mehr in der Familie

Das Büsi als Haustier

Das Büsi bringt Abwechslung ins Familienleben. Bild: iStockphoto-Thinkstock

Büsi sind Persönlichkeiten

«Hunde haben Besitzer – Katzen haben Personal»: Was der Comedian Ralf Schmitz aus Erfahrung mit seinem Büsi Minka weiss, kennt auch jeder andere Katzenhalter. «Manche Leute haben nicht den Eindruck, dass eine Katze bei ihnen im Haushalt lebt, sondern finden vielmehr, dass sie bei ihrer Katze leben«, so formuliert augenzwinkernd das Bundesamt für Veterinärwesen BVET diesen Sachverhalt. Katzen sind sehr individuelle Persönlichkeiten, die genau wissen, was sie wissen. Und sie schmieden jede Menge Pläne, um zu bekommen, was sie wollen, zum Beispiel Aufmerksamkeit, eine Spieleinheit, einen Platz im Bett, eine besondere Sorte Dosenfutter.

Was ein Büsi kostet

Die Verantwortung für sein Tier hört nicht bei der Fütterung auf, sondern verlangt auch regelmässige Besuche beim Tierarzt.

Eine ungefähre Kostenaufstellung je nach Tierarztwahl:

  • Sterilisation Katze: 130-190 Franken
  • Kastration Kater: 50-85 Franken
  • Impfung Katzenschnupfen/Seuche: 45-50 Franken
  • Impfung Jährliche Wiederholung Katzenschnupfen / Seuche / Leukose: 75-85 Franken
  • Futter, Katzensand: 50-80 Franken/Monat

Nicht gerechnet sind: Kratzbäume, Transportkorb, Näpfe, Katzenklo, Spielsachen ...

Bei Freilaufkatzen empfiehlt sich eine regelmässige Wurmkur, alle drei Monate, bei Wohnungskatzen ein Mal im Jahr.

Quelle: Katzenschutzverein Gams

 

Zu den Kosten, die einem Katzenhalter entstehen, zählen auch Schäden in der Wohnung, die beglichen werden müssen. Bei ihren Klettertouren in der Wohnung sind Katzen zwar überaus vorsichtig und werfen selten Gegenstände um. Doch bei ihrem Bedürfnis, sich die Krallen zu schärfen, machen sie auch für Sofas und Tapeten nicht halt. Vermindern lassen sich solche Schäden mit Kratzbrettern aus Sisal, die sich leicht an die Wand montieren lassen.

Katzen benötigen wenig Pflege

Büsis pflegen sich grösstenteils selbst. Mehrere Stunden lang täglich machen sie Schönheitspflege. Mit ihren kleinen hornigen Häkchen auf ihrer Zunge kämmen sie lose Haare, Kletten und Dreck aus. Nur langhaarige Katzen benötigen Unterstützung, damit im Winter das Fell nicht verfilzt. Wer keine Lust hat, sein Büsi  regelmässig zum Kämmen zu überreden, schafft sich besser eine kurzhaarige Katze an.

Katzen, die jederzeit das Haus verlassen können, verrichten ihr Geschäft draussen – sie benötigen in der Regel keine Katzentoilette. Wohnungskatzen brauchen dagegen ein Plastik-Toilettenhäuschen, aus dem täglich Urin- und Kot-Klumpen geschaufelt werden müssen. In der Regel verstehen selbst junge Katzen sofort die Funktion einer Katzentoilette und nehmen sie gerne an. Ein Büsi, das sein Geschäft nicht in der vorgesehen Toilette verrichtet, ist in der Regel zu viel allein, alt oder krank.

Im Urlaub kann man Büsis, die durch eine Katzenklappe das Haus verlassen, gut sich selbst überlassen – vorausgesetzt, ein Nachbar sorgt regelmässig für gefüllte Näpfe. Wohnungskatzen langweilen sich zu Hause – sie sind in einer guten Katzenpension besser aufgehoben.

Autor: Sigrid Schulze

Das könnte Sie auch interessieren

Services & Newsletter