Tiere schützen Babys vor Neurodermitis

Babys, deren Mütter während der Schwangerschaft Kontakt zu Tieren hatten, erkranken seltener an der Hautkrankheit Neurodermitis. Das zeigt eine Langzeituntersuchung aus fünf europäischen Ländern.

Ein Baby hat am Fuss einen Ausschlag

Für das Kind oft störend: Eine Hautkrankheit wie Neurodermitis. (Bild: Luca Lorenzelli/iStock, Thinkstock)

Wie die «NZZ am Sonntag» am 10. April 2011 berichtete, bekamen die Kinder von Müttern, die in der Schwangerschaft Kontakt zu Tieren wie Kühen, Schweinen und Katzen hatten, in den ersten zwei Lebensjahren seltener Neurodermitis als Kinder von Müttern, die keinen Umgang mit Nutztieren hatten. Die Anzahl der Tiere spielte dabei ebenso eine Rolle. Je mehr Tiere Schwangere um sich hatten, desto kleiner war das Risiko für Neurodermitis.

Für die Studie wurden Daten von über 1000 Kindern ausgewertet. «Wir empfehlen nun nicht allen Schwangeren, sich eine Katze zu kaufen oder Ferien auf dem Bauernhof zu verbringen», sagte Roger Lauener, Allergologe an der Hochgebirgsklinik Davos der «NZZ am Sonntag». «Aber wenn niemand in der Familie Allergien hat, muss man nicht mehr raten, Haustiere zur Vorbeugung einer Neurodermitis wegzugeben. Andere Krankheiten, die durch Haustiere übertragen werden können, gibt es natürlich immer noch, etwa Toxoplasmose.»

Mehr dazu im Beitrag «Katzen schützen Kinder vor Neurodermitis»

Text: Angela Zimmerling, im April 2011

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