Vorteil der Ehe bei Schenkung und Erbschaft

Eine Hochzeit ist etwas Besonderes und die Ehe kann viele Vorteile bringen.

Eine Hochzeit bringt Vorteile mit sich. Foto: ©iStockphoto.com/Karen Grigoryan

Von grossem Vorteil sind Ehen aber bei Erb- und Schenkungsangelegenheiten. Der Ehepartner und die Kinder sind pflichtteilgeschützte Erben und von Schenkungs- und Erbschaftssteuer befreit. Konkubinatspartner liefern, wenn sie überhaupt erbberechtigt sind, je nach Kanton zwischen 40 und 50 Prozent der Schenkung oder Erbschaft an die Steuerbehörde ab. Erbberechtigt sind sie denn auch nur, wenn etwaige Kinder oder Eltern auf den Pflichtteil gesetzt werden. Nur die frei werdende Quote kann per Testament dem Partner zugewiesen werden.

Etwas benachteiligt ist die Ehe von Doppelverdienern bei der Besteuerung – was immer wieder zu grossen Diskussionen führt. Ehepaare werden nämlich gemeinsam besteuert. Bei Doppelverdienern hat dies wegen Steuerprogression meist eine Mehrbelastung zur Folge. Jeder Kanton hat aber ab Januar 2008 für Ehepaare einen höheren Doppelverdienerabzug eingeführt, um diese Benachteiligung auszugleichen. Dieser kann bis zu 12'500 Franken betragen – zwei Drittel der Ehepaare bezahlen damit nicht mehr Steuern als ein Konkubinatspaar mit gleichen Einkommen. Und: Auch wenn Doppelverdienern aus steuerlicher Sicht das Konkubinat zuerst einmal vorteilhafter erscheint, kann sich die Situation bei gemeinsamen Kindern oder bei Wegfall eines Einkommens schnell ändern.

Die Ehe ist der Versuch, zu zweit mit den Problemen fertig zu werden, die man alleine nie gehabt hätte.

Woody Allen (geb. 1935)

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