Probleme der Hinterbliebenen

Die emotionale Belastung beim Verlust eines Babys durch plötzlichen Kindstod ist erwiesenermassen einer der schlimmsten Verluste. Die Probleme für die hinterbliebene Familie sind vielschichtiger, als man vielleicht zuerst annehmen würde. Sie können die Beziehung, die Gesundheit aller Familienmitglieder beeinträchtigen, zudem auch finanzielle und soziale Schwierigkeiten hervorrufen.

In einer dänischen Studie wurde das Schicksal von mehr als 21'000 Eltern untersucht, die von SIDS betroffen waren. Suizidrisiko, Krebsrisiko und das Risiko eines tödlichen Unfalls waren deutlich erhöht. Der grundlose Verlust eines Kindes zählt zu den schlimmsten möglichen Erfahrungen - der dadurch bedingte Stress kann zu Bluthochdruck und Herzkrankheiten führen, sagen Mediziner.

Was danach helfen kann

Das Thema Tod ist in unserer Leistungsgesellschaft immer noch ein Tabu. Die Trauer über den Verlust wird deshalb als Privatsache angesehen. Dennoch ist das Verschliessen keine geeignete Bewältigungsstrategie, wenngleich das Tagebuch ein nützlicher Vertrauter werden kann.

Eltern, die den Verlust eines Kindes zu bewältigen hatten, gaben auf die Frage, was ihnen bei der Trauerarbeit half, zur Antwort:

  • Sehr viel Zeit
  • Teilnahme an der Beerdigung
  • Gespräche
  • Bilderbücher zum Thema Sterben und Tod
  • Gebete
  • Besuche von Familie und Freunden
  • sich an die schönen Momente mit dem Kind erinnern

Weiterführende Informationen

Bei der Elternvereinigung SIDS Schweiz mit vielen Informationen und Hilfeleistungen für Betroffene (Vermittlung von Selbsthilfegruppen) und weiterführenden Links.

Text: Kathrin Fischer

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