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Gewalt, Sucht und Drogen

Gewalt

5% aller Fragen drehen sich um das Thema Gewalt: Gewalt zwischen Jugendlichen, Gewalt von Erwachsenen, physische und psychische Gewalt in der Familie, Mobbing, sexuelle Übergriffe, die Liste ist lang. Oft richten Jugendliche ihre Aggression gegen andere Menschen, weil sie dem Druck nicht standhalten können, dem sie selber ausgesetzt sind. Viele Jugendliche und Kinder wissen nicht, wie sie der Gewalt begegnen können, die von anderen Jugendlichen oder Erwachsenen gegen sie gerichtet ist und brauchen Rat.

Anna, 14 Jahre alt, erlebte statt Nestwärme im Elternhaus Streit und Misshandlung: „Meine Eltern stritten sich ständig. Und sie schlugen mich immer wieder wegen jeder Kleinigkeit.“ Anna wollte nur noch Eines: Abhauen. Sie sagt: «Ohne die 147 würde ich heute auf der Strasse leben.»

Sucht und Drogen

Weitere 5% aller Fragen an Beratung 147 betreffen die Suchtproblematik und Fragen zu Drogen. Sucht hat immer eine - bisweilen auch lange - Geschichte und ein Bündel von sozialen und psychischen Ursachen. In der Schweiz trinken mittlerweile 12'000 Kinder täglich Alkohol. Die Gefahr der Abhängigkeit steigt, je früher Alkohol konsumiert wird und die Altersschwelle für Alkohol - und Drogenkonsum sinkt immer weiter.

Andere immer wieder aufkommende, wichtige Themen sind zudem:

Familie

Viele Kinder sind heute sich selbst überlassen und haben keine Bezugspersonen, denen sie vertrauen. Viele Eltern sind aus den unterschiedlichsten Gründen überfordert. Viele Kinder werden vernachlässigt oder körperlich oder seelisch misshandelt. In jedem dieser Fälle wird die gesunde Entwicklung der Kinder nachhaltig behindert.

Suizid

Selbsttötung ist die zweithäufigste Todesursache bei Jugendlichen in der Schweiz. Viele von ihnen sehen keinen anderen Weg mehr aus ihren Problemen. Mehr als 100 Kinder und Jugendliche nehmen sich jedes Jahr in der Schweiz das Leben. Und auf jeden Selbstmord kommen fünf bis zehn Selbstmordversuche anderer Kinder.

Geld

Markenbewusstsein, materielle Statussymbole und hohe Handyrechnungen ruinieren das Budget vieler Jugendlicher. Weil sie oft auch gar nicht gelernt haben, mit Geld umzugehen, geben ein Viertel der 16- bis 25jährigen mehr Geld aus, als sie haben. Viele von ihnen sind sogar hoch verschuldet und wissen nicht, wie sie aus dieser Situation wieder herauskommen können.

Text: Urs Kiener, pro juventute

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