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Gemeinsam Trauern

Die wichtigste anstehende Entscheidung ist erstmals, ob der Verstorbene noch einige Zeit zu Hause verbleiben soll. Ohne Kühlung darf dieser bis zu 36 Stunden dort aufgebahrt sein. Diese Zeit ist dafür gedacht, um in Ruhe und Würde Abschied nehmen zu können. Dies ist eine sehr intime, wertvolle Zeit, die letzten Stunden, welche der geliebte Mensch in der vertrauten Umgebung verbringen wird. Je nach Religiosität bietet sich der Besuch eines Pfarrers an. Dieser kann eine Aussegnung am Bett des Verstorbenen abhalten. Dieses Ritual – Angehörige und Freunde sprechen ein gemeinsames Gebet, hören einige Worte aus der Bibel oder sind gemeinsam in Gedanken bei der verstorbenen Person – soll Trost spenden, hilft den Schmerz zu verarbeiten und einen würdigen ersten Abschied zu bieten.

Leider bleiben die Hinterbliebenen in dieser Situation auch vor Bürokratie nicht verschont. Die wichtigsten Unterlagen wie Identitätskarte, Schriftenempfangsschein oder Familienbüchlein, Heiratsurkunde, Scheidungsurteil und falls der Ehepartner schon verstorben ist, dessen Sterbeurkunde, müssen zusammen gesucht werden. Ausserdem muss der Arbeitgeber informiert werden.

Wenn der Verstorbene allein lebte, spielen auch ganz praktische Dinge, wie die Wohnungsversorgung eine grosse Rolle:

  • Wer kümmert sich um die Haustiere?
  • Sind alle Fenster geschlossen? Die Stecker aus den Steckdosen gezogen? Ist die Heizung reguliert?

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