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Zahlen und Fakten zum Thema Paar und Partnerschaft

Einige Zahlen und Fakten

  • Mit einer Scheidungsrate von rund 52 Prozent – sie basiert auf dem Vergleich mit der Anzahl der Frischvermählten im selben Jahr (2008) – zählt die Schweiz zu den trennungsfreudigsten Nationen Europas. Die EU-Scheidungsrate lag 2005 bei 43 Prozent.
  • In Bern beliefen sich die Bruttoausgaben der von der öffentlichen Hand geleisteten Alimentenbevorschussungen und Überbrückungshilfen im Jahr 2003 auf brutto fast 40 Millionen Franken, in St. Gallen waren es 20, in Zürich rund 37 Millionen Franken.
  • 49.7 Prozent aller in der Schweiz geschlossenen Ehen sind binational. Schweizerin heiratet Ausländer: 20.8 Prozent, Schweizer heiratet Ausländerin: 22.4 Prozent, Ausländerin heiratet Ausländer: 6.5 Prozent.
  • Für eine Hochzeit wird in der Schweiz durchschnittlich ca. 20'000 Franken ausgegeben.
  • Psychiater und Paartherapeut Jürg Willi hat anhand der Aussagen von 400 krisengeplagten Probanden eruiert, was Paare auseinander treibt. Die Frauen werfen den Männern vor: Faulheit im Haushalt, Unnahbarkeit, verbale Verstocktheit, Unaufmerksamkeit, Egozentrik sowie Unehrlichkeit. Und dass sie Sex statt Zärtlichkeitsaustausch wollen. Die Männer beklagen bei den Frauen: zu viel Emotionalität, Kontrollsucht, Renitenz, den Drang zur Vereinnahmung des Gegenübers und mangelnde Mütterlichkeit.
  • Hauptsächliche Scheidungsgründe sind in der Schweiz: Unterschiedliche Entwicklung der Partner, unzureichende Kompetenzen zur Führung einer zufriedenstellenden Paarbeziehung und enttäuschte Erwartungen auf beiden Seiten.
  • Eine deutsche Analyse nach den Faktoren für das Zusammenbleiben gefragt: Schwangerschaft der Gattin, kirchliche Trauung und gemeinsame Freunde verringern das Scheidungsrisiko. Jugendliches Alter bei der Heirat, Stiefkinder in der Ehe, die Grossstadt als Wohnort erhöhen das Trennungsrisiko.
  • Gemeinsames Wohneigentum halbiert in der Schweiz die Scheidungshäufigkeit.
  • Vor zehn Jahren hatten Paartherapeuten in der Schweiz viel zu tun. Ein Drittel der in Krisenehen lebenden Paare nahm ihre Dienste in Anspruch. Heute verzichten 90 Prozent der Trennungswilligen darauf.
  • Familienforscher Guy Bodenmann untersuchte die Zufriedenheit von Schweizer Ehepaaren aller sozialen Schichten und Alterskategorien. Von 2235 befragten Personen waren knapp 30 Prozent mit ihrer Beziehung «gar nicht zufrieden» bis «ziemlich zufrieden». 70 Prozent waren glücklich verheiratet. Kommentar des Experten: «Die Partnerschaft wird effektiv so positiv gesehen, weil man sich mit der Realität abgefunden hat.»

von Kathrin Fischer 

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