NewsEigenheimpreise steigen weiter: Was das für Familien in der Schweiz bedeutet Luisa Müller Das Eigenheim bleibt für viele Familien ein grosser Wunsch – und gleichzeitig eine wachsende finanzielle Herausforderung. Neue Zahlen zeigen: Die Preise für Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser sind auch Anfang 2026 weiter gestiegen. Wenn du gerade über Kauf, Umzug oder Familienplanung nachdenkst, helfen dir klare Fakten und realistische Schritte, um gute Entscheidungen zu treffen. Kommentare Teilen Facebook X / Twitter WhatsApp E-Mail Merken Einfamilienhäuser steigen weiter im Preis © Gemini / Google Was ist passiert – und wie stark sind die Preise gestiegen? In den ersten drei Monaten 2026 sind die Preise für selbstgenutztes Wohneigentum in der Schweiz erneut gestiegen. Laut dem Transaktionspreisindex von Raiffeisen kosteten Einfamilienhäuser im ersten Quartal 2026 im Schnitt 1,4 Prozent mehr als im vierten Quartal 2025, Eigentumswohnungen (Stockwerkeigentum) 1,8 Prozent. Im Jahresvergleich (Q1 2026 vs. Q1 2025) lagen die Preise für beide Kategorien bei plus 4,9 Prozent. Besonders gefragt waren Häuser in Bern und der Westschweiz. Bei Eigentumswohnungen stiegen die Preise vor allem in der Innerschweiz und der Südschweiz. Auffällig: In touristischen Gemeinden legten die Preise am stärksten zu, während die Zunahme in urbanen Zentren am geringsten war – aber weiterhin hoch. Typische Fragen von Eltern – und konkrete Antworten «Sollen wir jetzt kaufen, bevor es noch teurer wird?» Verständlich, dass sich das drängend anfühlt. Gleichzeitig zeigen Erkenntnisse aus der Verhaltensökonomie, dass unter Stress und Zeitdruck eher impulsive Entscheidungen getroffen werden – und das kann bei einem Hauskauf teuer werden. «Wie viel finanzielle Belastung ist mit Kindern realistisch?» Kinder verändern Budgets oft stärker als erwartet (Betreuung, Krankheitsausfälle, grössere Wohnung, Transport). Für Familien heisst das: Plant nicht nur die Hypothek, sondern auch Spielraum für Unvorhergesehenes (Zahnarzt, Brille, Therapien, Betreuungslücken, Trennung von Erwerbs- und Care-Arbeit). «Ist Mieten wirklich ‘rausgeschmissenes Geld’?» Dieser Satz hält sich hartnäckig – ist aber zu kurz gedacht. Mieten kann für Familien eine bewusste Stabilitätsstrategie sein: weniger Klumpenrisiko, mehr Flexibilität bei Jobwechsel, Kita-Plätzen oder wenn sich die Familiengrösse ändert. Wohneigentum kann finanziell attraktiv sein, ist aber nicht automatisch die gesündere oder sicherere Option. Wichtig ist, was zu eurem Alltag, eurer Belastbarkeit und euren Zukunftsplänen passt. Was du jetzt konkret tun kannst Rechnet mit «Familien-Realität» statt Idealbudget: Plant Reserven für Betreuung, Krankheitsausfälle, steigende Nebenkosten und unerwartete Ausgaben ein – nicht erst nach dem Kauf. Macht einen Stress-Test: Was passiert, wenn ein Einkommen 3–6 Monate wegfällt oder die Kosten steigen? Wenn ihr dabei kaum Luft habt, ist das ein Warnsignal. Klärt eure Prioritäten schriftlich: Nähe zu Schule/Kita, Arbeitsweg, Unterstützung durch Grosseltern, Grünflächen, Zimmerzahl. Das schützt vor teuren «Gefühls-Entscheiden» bei Besichtigungen. Denkt in Etappen: Vielleicht ist zuerst eine passende Mietwohnung in der richtigen Gegend sinnvoll, bevor ihr euch langfristig bindet – besonders bei kleinen Kindern oder unsicherer Jobsituation.