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Reisegeld: So planen Sie Ihr Ferienbudget

Familien wollen ihre Ferien sicher und entspannt geniessen. Dazu gehört, sich im Vorfeld Gedanken um das Ferienbudget zu machen. Wie viel Feriengeld und welche Zahlungsmittel sollten Sie mit auf Reisen nehmen? Hier finden Sie Tipps.

In den Ferien geben Familien viel Geld aus.

Um Ferien entspannt geniessen zu können, ist die Planung des Ferienbudgets im Vorfeld wichtig. Foto: Imgorthand, Getty Images

In den Ferien sitzt das Geld bei vielen lockerer im Portmonnaie als im Alltag. Gern geben Urlauber für Restaurantbesuche, Erlebnisse oder Kleidung viel aus. Erst zu Hause erwartet sie die Kreditkartenabrechnung. Nicht selten sind sie überrascht, dass diese sehr hoch ist.

Damit das nicht passiert, ist eine Planung des Ferienbudgets sinnvoll. Ein Drittel der Schweizer Familienhaushalte plant rund 2100 bis 5400 Franken für Ferien ein. Das ergab eine Umfrage der Reisesuchmashine Momondo.ch. Jeder fünfte Befragte gab an, Budget zwischen knapp 1100 und 2200 Franken zur Verfügung zu haben.

So planen Sie Ihr Ferienbudget

Die Budgetberatung Schweiz empfiehlt als ersten Schritt ein Jahresbudget zu erstellen. Listen Sie Ihre Einnahmen und Ausgaben für das Jahr auf und schauen Sie, wie viel Feriengeld übrig bleibt. Sollte bei Ihrer Rechnung herauskommen, dass Sie sich nur ein kleines Ferienbudget leisten können, sollten Sie überlegen, ob Sie bei einigen Ausgaben im Alltag sparen könnten.

Ein weiterer Tipp: «In jedem Fall ist zu empfehlen monatlich einen budgetierten Betrag per Dauerauftrag auf ein separates Ferienkonto zu überweisen», schreibt die Budgetberatung in ihrem Ratgeber.

Stellen Sie eine Liste mit den Kosten des Urlaubs auf

Legen Sie dann den Betrag für die Ferien fest und überlegen Sie sich, welche Reisen Sie sich gönnen können. Stellen Sie eine Liste mit den Kosten des Urlaubs auf: Anreise, Unterkunft, Verpflegung und Ausflüge. Legen Sie zudem das Taschengeld fest. Nicht zu vergessen sind die Kosten im Vorfeld der Ferien wie sie bei Erneuerung der ID, bei Impfungen oder beim Kauf eines Reiseführers anfallen.

In den Ferien sollten Sie Ihre täglichen Ausgaben notieren und mit Ihrem Budget vergleichen. So können Sie schnell ausrechnen, ob Sie schon zu viel Feriengeld ausgegeben haben. Das hilft Ihnen dabei, massvoll mit dem Geld umzugehen.

Für Familien, die sich wenig leisten können, gibt es zudem die Möglichkeit, günstige Ferien bei der Reka Ferienhilfe zu buchen. Mehr dazu lesen Sie im Artikel «Günstige Ferien und Reisen für Familien mit kleinem Budget»

Finanz-Experten empfehlen, einen Mix aus Zahlungsmitteln in den Ferien zu nutzen. So haben Sie für jede Gelegenheit das passende Feriengeld. Ausserdem ist es sicherer. Bei Verlust der Kreditkarte haben Sie zum Beispiel für den Notfall noch Bargeld zur Verfügung.

Wer ins Ausland reist, muss in der Fremdwährung bezahlen. Doch der Umtausch von Bargeld bei Banken oder Wechselstuben in der Schweiz und im Ausland ist nicht immer preiswert. Häufig fallen hohe Gebühren an. Manchmal wird auch ein schlechterer Wechselkurs zu Grunde gelegt. Dennoch ist es ratsam etwas Bargeld in der Fremdwährung mitzunehmen, denn nicht überall können Sie mit Ihrer Kreditkarte zahlen.

Wenig Bargeld mitnehmen

Nicole Widmer, Zahlungsmittel-Expertin beim Schweizer Verband der Raiffeisenbanken, rät in einem Beitrag der Raiffeisenbanken: «Es empfiehlt sich, nur wenig Bargeld mit auf die Reise zu nehmen. Am besten ist ein kleiner Betrag zwischen 200 bis 300 Franken, wenn möglich gleich in der Landeswährung der Feriendestination.» Denn bei Diebstahl kann das Geld nicht ersetzt werden. Am Ferienort können Sie dann mit Ihrer ec/Maestro-Karte am Bancomaten das restliche Bargeld abheben. Auch hier empfiehlt die Zahlungsmittel-Expertin nur kleinere Beträge auf einmal zu beziehen.

Denken Sie daran für das Feriengeld kleine Noten oder Münzen zu wählen, weil Sie das Bargeld für kleinere Beträge wie beim Markteinkauf oder für das Taxi benötigen werden. Informieren Sie sich zudem, ob Sie Fremdwährung einführen dürfen. In einigen Ländern wie Vietnam ist das verboten.

Travelers Cheques sind am sichersten

Gemäss der Raiffeisebanken seien Travelers Cheques in puncto Sicherheit noch immer unübertroffen, auch wenn ihre Bedeutung gegenüber der Kreditkarte verloren habe. In vielen Ländern Mittel- und Südamerikas und Asiens sind sie neben Bargeld das einzig mögliche Zahlungsmittel. Die Cheques werden bei Banken und in Hotels im Ausland in Bargeld der Lokalwährung eingelöst.

Der Vorteil bei Travelers Cheques ist, dass sie bei Verlust oder Diebstahl in der Regel innerhalb von einem Tag ersetzt werden können, da sie bei vielen Banken weltweit vorrätig sind.

Maestro-Karte für den Bargeldbezug im Ausland nutzen

Mit Ihrer Masetro-Karte können Sie an vielen Bancomaten im Ausland Bargeld beziehen, wobei eine Gebühr anfällt. Zudem akzeptieren viele Geschäfte und Hotels die Karten, sodass Sie damit direkt zahlen können. Das Problem der Karte liegt in der Sicherheit. Wird die Karte gestohlen oder geht sie verloren, wird sie im Ausland in der Regel nicht ersetzt. In diesem Fall sollten Sie sich sofort bei Ihrer Bank melden und die Karte sperren lassen. Erst zurück in der Schweiz wird Ihnen dann Ihre Karte ersetzt.

Travel Cash Karte als Alternative zur Maestro-Karte

Einige Banken bieten auch eine sogenannte Travel Cash Karte an. Auf diese können Sie einen bestimmten Betrag in Euro, US Dollar oder Schweizer Franken aufladen. Im Ausland nutzen Sie die Karte, um Bargeld am Automaten zu beziehen oder in Geschäften zu bezahlen. Informieren Sie sich vorab, in welchen Ländern das möglich ist. Der Vorteil gegenüber der Maestro-Karte ist, dass bei Gebrauch keine direkte Verbindung zu Ihrem Konto aufgebaut wird. Daher ist sie auch sicherer als die Maestro-Karte. Zudem wird sie bei Verlust auch im Ausland ersetzt.

Mit der Kreditkarte grosse Rechnungen bezahlen

Die Kreditkarte eignet sich vor allem für grössere Beträge wie die Mietwagenrechnung oder die Hotelkosten. Mittlerweile können viele Sachen gar nicht mehr ohne Kreditkarte bezahlt werden. Denken Sie daran, dass Sie eventuell die Limite Ihrer Karte erhöhen müssen. Um Bargeld damit am Automaten abzuheben, ist sie in der Regel nicht geeignet, weil hohe Gebühren anfallen.

Einige Kredikartenanbieter versichern ihre Kunden gegen Reiseunfälle in öffentlichen Verkehrsmitteln, wenn sie die Reise mit der Kreditkarte buchen. Erkundigen Sie sich bei Ihrem Anbieter danach, ob die Versicherung inklusive ist.

Bei Verlust und Diebstahl sollten Sie die Karte sofort sperren lassen. Im Regelfall wird sie Ihnen auch im Ausland ersetzt.

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