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So beugst du mit der Dammmassage einen Dammriss vor

So beugst du mit der Dammmassage einen Dammriss vor

Eine regelmässige Dammmassage in der Schwangerschaft kann einen Dammriss oder -schnitt vorbeugen. Den Damm mittels Massage elastischer zu machen ist einfacher, als du denkst. Du brauchst lediglich ein geeignetes Öl und ein Handtuch. Falls du möchtest, kann auch dein Partner die Massage durchführen. Wir verraten dir in unserer Anleitung, wie die Dammmassage funktioniert.

Pflanzliche Öle sind für Dammmassagen geeignet.
Pflanzliche Öle sind für Dammmassagen geeignet. © Getty Images, kazuma seki

Dammmassage: Das Wichtigste in Kürze

Viele Frauen fürchten sich davor, dass es bei der Geburt zu einem Dammriss oder Dammschnitt kommt. In der Schwangerschaft regelmässig eine Dammmassage durchzuführen, kann das Risiko senken, einen Dammriss zu erleben.

Wie sinnvoll ist die Dammmassage?

Dammmassagen in der Schwangerschaft können den Dammbereich elastischer machen. Dadurch kann möglicherweise ein tiefer Dammriss oder ein Dammschnitt verhindert werden. Falls es bei der Geburt trotzdem zu einem Dammriss oder -schnitt kommen sollte, geht man davon aus, dass die Heilung schneller erfolgt, wenn der Dammbereich elastischer ist.

Was bringen Dammmassagen vor der Geburt?

Das Gefühl der Dehnung des Dammbereichs schon zu kennen, kann dich bei der Geburt etwas beruhigen. Natürlich ist das Gefühl dann während der Geburt um einiges stärker. Trotzdem kann dir das ein Gefühl von Sicherheit geben.

Wann und wie oft sollte man eine Dammmassage machen?

Du solltest etwa sechs Wochen vor dem errechneten Geburtstermin mit einer täglichen Dammmassage beginnen. Du wirst relativ schnell merken, wie dein Dammbereich elastischer wird.

Früher in der Schwangerschaft solltest du aber auf eine Dammmassage verzichten, da diese verfrüht Wehen auslösen kann.

Wann sollte man keine Dammmassage machen?

Wenn du Entzündungen im Vaginalbereich hast, solltest du auf eine Dammmassage verzichten. Auch wenn du dich in einem früheren Zeitpunkt der Schwangerschaft befindest, solltest du keine Dammmassage machen, da diese verfrüht Wehen auslösen kann. Falls du dir nicht sicher bist, ob eine Dammmassage das Richtige für dich ist, sprichst du das Thema am besten mit deiner Hebamme oder deiner Frauenärztin an.

Für die Dammmassage eignen sich verschiedene Öle.
Für die Dammmassage eignen sich verschiedene Öle. © Getty Images, Madeleine_Steinbach

Dammmassage Anleitung: Wie mache ich die Dammmassage richtig?

Für die Dammmassage brauchst du lediglich Massageöl und ein Handtuch. Achte darauf, bei der Massage alle Bewegungen langsam auszuführen, da sonst Verletzungsgefahr besteht. Wenn du möchtest, kann die Massage auch dein Partner durchführen. Mit einem dicken Babybauch kann es nämlich unter Umständen schwierig sein, selbst den Damm zu erfühlen.

1 Wärme zuerst denn Dammbereich. Beispielsweise kannst du ein warmes Bad nehmen oder eine warme Kompresse direkt beim Damm machen. Zwingend nötig ist dieser Schritt nicht, aber viele Frauen empfinden es als angenehmer.

2 Wasche dir gründlich die Hände, um ein Infektionsrisiko zu vermeiden.

3 Such dir eine bequeme Stellung, von der aus du gut deinen Damm erreichen kannst. Je nachdem wie gross dein Bauch und wie beweglich du bist, musst du etwas kreativ sein. Ein Tipp: Stelle ein Bein auf den Badewannenrand oder einen Stuhl. Die Hocke eignet sich ebenfalls bestens, weil durch dir Position der Damm noch zusätzlich gedehnt wird.

4 Tauche die Finger, die du zur Massage benutzt, in das Massageöl. Führe die Finger dann etwa drei Zentimeter in die Scheide ein. Massiere zunächst für einige Minuten mit dem Daumen deinen Damm.

5 Dehne dann mit den eingeführten Fingern den Bereich. Spreize dafür die Finger gleichzeitig nach rechts und links. Das kann etwas ziehen, Schmerzen sollte es dir aber keine bereiten.

6 Am Ende deiner Massage kannst du das überschüssige Öl mit einem Tuch abwischen.

Welches Öl eignet sich für die Dammmassage?

Zur Massage eignen sich rein pflanzliche Öle, wie zum Beispiel Mandelöl, Weizenkeimöl oder auch Olivenöl. Am besten ist ein Öl, das Vitamin E enthält und ohne synthetische Zusätze auskommt. Falls du dir nicht sicher bist, welches Öl du benutzen sollst, sprichst du am besten mit deiner Hebamme darüber. Manche Hebammen bieten sogar ihre eigenen Dammmassageöl-Mischungen an.

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Stell dich mit dem Rücken an die Wand. 

Geh in die Hocke. Deine Beine sollten dabei möglichst weit auseinander sein und deine Füsse flach auf dem Boden stehen.

Halte diese Position so lange wie möglich. Wenn du nicht so beweglich bist, kannst du dich auch auf eine Fussbank setzen.