Gestationsdiabetes: gesunde Ernährung ist wichtig

Eine Gestationsdiabetes im Verlauf der Schwangerschaft lässt sich, sofern sie frühzeitig erkannt wird, gut behandeln. Neben möglichen Medikamenten ist vor allem die Ernährung der werdenden Mutter ein wichtiger Baustein.

Gesunde Ernährung ist bei Gestationsdiabetes ganz besonders wichtig.

Wer an Gestationsdiabetes erkrankt ist, sollte seine Ernährung besonders sorgfältig planen. Foto: boggy22, iStock, Thinkstock

Gestationsdiabetes, auch Schwangerschaftsdiabetes genannt, ist eine Stoffwechselstörung, die mit konstant erhöhten Blutzuckerwerten einhergeht. Diese Form der Diabetes zeichnet sich dadurch aus, dass sie erstmals im Verlauf der Schwangerschaft diagnostiziert wird. Sie zählt zu den Schwangerschaftskomplikationen und betrifft etwa zehn bis 15 Prozent aller schwangeren Frauen.

Die diagnostischen Kriterien sind international unterschiedlich. Für die Schweiz gelten vor allem die empfohlenen Richtlinien der Schweizerischen Gesellschaft für Endokrinologie und Diabetologie (SGED). Für eine ärztliche Diagnose wird in der Regel ein sogenannter Glukose-Toleranz-Test vorgenommen. Hierbei gilt es, in kurzer Zeit eine konzentrierte Zuckerlösung zu trinken. Unmittelbar vor dem Test sowie eine und zwei Stunden danach werden die Blutzuckerwerte erhoben. Übersteigen sie die entsprechenden Referenzwerte, ist von einer Gestationsdiabetes auszugehen.

Entstehung der Gestationsdiabetes

Die Ursache für eine Diabetes an sich ist das Unvermögen der Bauchspeicheldrüse, das Hormon Insulin in ausreichendem Masse zu produzieren. Das Insulin wird vom Körper benötigt, um den Zuckerhaushalt zu regulieren. Im Verlauf der Schwangerschaft hat die werdende Mutter einen höheren Bedarf an Insulin. Bei manchen schwangeren Frauen gelingt es der Bauchspeicheldrüse nicht, den erhöhten Insulinbedarf abzudecken. Eine Gestationsdiabetes ist entstanden. «Schwangerschaftsdiabetes ist eine ernsthafte Störung, welche bei allen Frauen gesucht und behandelt werden sollte, weil erhebliche Komplikationen sowohl beim Kind als auch bei der Mutter während und nach der Schwangerschaft daraus resultieren können», sagte der Diabetologe Prof. Dr. med. Roger der Zeitschrift der Schweizerischen Diabetes-Gesellschaft (SDG).

Gestationsdiabetes: Risiken für Mutter und Kind

Eine unerkannte beziehungsweise unbehandelte Diabetes in der Schwangerschaft kann besonders grosse und schwere Babys zur Folge haben. Ursache hierfür ist das Zusammenspiel zwischen dem Blutzuckerspiegel der Mutter und der Insulinausschüttung des Kindes. Je höher der Blutzuckerspiegel der Mutter, desto mehr Insulin schüttet das Kind aus. Eine hohe Ausschüttung über einen längeren Zeitraum führt beim Kind entsprechend zu Übergewicht. Bei den Müttern besteht die Gefahr einer zusätzlichen Erhöhung des Blutdrucks, sowie eines erhöhten Levels an Eiweissausscheidungen über den Urin.

Die Gestationsdiabetes verschwindet mit dem Zeitpunkt der Geburt. Allerdings besteht ein erheblich erhöhtes Risiko für das Auftreten eines Typ II Diabetes bei den Müttern in späteren Jahren. Das Risiko liegt bei mehr als 50 Prozent. Ein Lebensstil mit regelmässigem Sport und sinnvoller Ernährung hilft sehr, das Risiko zu verringern.

Gestationsdiabetes Ernährungsplan

Die Ernährung ist ein wesentlicher Baustein im Umgang mit der Krankheit. Da Diabetes eine Störung des Kohlenhydratstoffwechsels ist, liegt bei der Auswahl der Nahrungsmittel der Fokus auf sogenannten komplexen Kohlenhydraten, also unverarbeiteten und ballaststoffreichen Kohlenhydraten, wie sie beispielsweise in Hülsenfrüchten und Vollkornprodukten zu finden sind. Einfache Kohlenhydrate hingegen in Zucker, Weissmehl, Nudeln und Reis lassen den Blutzuckerspiegel schnell ansteigen und sollten mit Bedacht nur in kleinen Mengen gegessen werden. Eine umsichtige Schwangerschaftsdiabetes-Ernährung beinhaltet täglich Vollkornprodukte, Milchprodukte sowie reichlich Obst und Gemüse. An ein oder mehreren Tagen wöchentlich ist Fisch ratsam. Der Eiweisslieferant Fleisch kann an zwei bis drei Tagen massvoll gegessen werden.

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