Schwangerschaftsdiabetes und Toxoplasmose

Bei einer Schwangerschaftskomplikation sollten Sie zum Arzt.

Der Frauenarzt kann Schwangerschaftskomplikationen rechtzeitig erkennen. Foto: © Sven Bähren - Fotolia.com

Komplikationen in der Schwangerschaft durch Schwangerschafts-diabetes

Die Stoffwechselerkrankung Schwangerschaftsdiabetes gilt als leichte Form des Diabetes Mellitus. Ihre Ursache liegt im veränderten Hormonhaushalt. Er kann die Produktion des Hormons Insulin, das den Blutzucker im Normbereich halten soll, stören. Ist das der Fall, entsteht ein zu hoher Zuckerspiegel im Blut der Schwangeren. «Schwangerschaftsdiabetes tritt wahrscheinlich bei 10- bis 15-Prozent aller Schwangerschaften auf und gehört damit zu den häufigsten Schwangerschaftskomplikationen», so die Schweizerische Diabetes Gesellschaft in Baden.

Schwangerschaftsdiabetes: die Symptome
Oft bleibt die Schwangerschaftsdiabetes unbemerkt, weil sie kaum Beschwerden auslöst. Zwar wird im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen regelmässig der Blutzucker im Urin gemessen. Doch selbst dann, wenn der Test nicht auf erhöhte Zuckerwerte hinweist, kann Schwangerschaftsdiabetes vorliegen. Feststellen lässt sich Schwangerschaftsdiabetes mit Hilfe einer Blutuntersuchung, dem Zuckerbelastungstest.

Schwangerschaftsdiabetes: die Gefahren
Ein hoher Blutzuckerspiegel kann dem Ungeborenen schaden. Um den Zucker zu verwerten, benötigt es mehr Insulin. Insulin ist aber ein Wachstumshormon. Babys von Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes werden deshalb oft sehr gross und übergewichtig. Probleme bei der Geburt sind die Folge.

Schwangerschaftsdiabetes: die Behandlung
«Schwangerschaftsdiabetes lässt sich durch eine Ernährungsumstellung in 85-Prozent der Fälle für längere Zeit sehr gut behandeln. Mehrere kleine Mahlzeiten anstatt weniger grosser und bei Übergewicht eine leichte Kalorienreduktion sind erste Schritte», erklärt die Schweizerische Diabetes Gesellschaft. «Regelmässige, für Schwangere gut durchführbare und risikolose körperliche Betätigung wie Schwimmen, Gehen und Treppensteigen lässt die Körperzellen besser auf das körpereigene Insulin ansprechen.» Wenn eine angepasste Ernährung und Bewegung keine Wirkung mehr zeigen, muss Insulin gespritzt werden.

Weitere Informationen finden Sie hier: www.diabetesgesellschaft.ch und www.diabetes-heute.uni-duesseldorf.de

Komplikationen in der Schwangerschaft durch Toxoplasmose

Normalerweise gilt Toxoplasmose als harmlose Infektionskrankheit, die durch Parasiten ausgelöst wird. In der Schweiz haben rund ein Drittel der Frauen im gebärfähigen Alter die Krankheit schon durchgemacht. Deshalb enthält ihr Blut Antikörper gegen den Erreger. Eine Impfung gegen Toxoplasmose gibt es nicht.

Toxoplasmose: die Gefahren
Für Ungeborene ist Toxoplasmose lebensgefährlich. Infiziert sich eine Schwangere zum ersten Mal mit Toxoplasmose, kann die Krankheit beim Ungeborenen Schäden am Zentralnervengehirn, eine Früh- oder Totgeburt auslösen.

Toxoplasmose: die Vorbeugung
Toxoplasmose wird von Tieren, vor allem durch Katzenkot, auf Menschen übertragen. Deshalb sollten Schwangere, die Katzen haben, die Katzentoilette nicht selbst leeren. Das Katzenklo sollte darüber hinaus weit entfernt von den Wohnräumen aufgestellt werden. Wichtig: Nach dem Streicheln der Katzen Hände waschen!

Durch Tierkot können die Erreger auch in die Erde gelangen. Deshalb ist es sinnvoll, auch nach Gartenarbeiten gründlich die Hände zu  reinigen. Wichtig ist darüber hinaus, Salat, Gemüse und Obst gut zu waschen. Das Schweizerische Bundesamt für Gesundheit (BAG) rät ausserdem: «Zur Sicherheit sollten schwangere Frauen konsequent auf den Genuss von rohem (z.B. Tartarbrötchen) oder ungenügend gekochtem/gebratenem (blutigem) Fleisch (insbesondere Rind, Lamm, Geflügel oder Wild) verzichten.»

Toxoplasmose: die Behandlung
Es gibt keine Medikamente, die eine Übertragung von Toxoplasmose auf das Kind verhindern können. Auch die Symptome können nicht behandelt werden. Deshalb hält das BAG einen Bluttest während der Schwangerschaft für nicht hilfreich.

Weitere Informationen finden Sie hier: www.bag.admin.ch

Text: Sigrid Schulze

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