Präeklampsie kann lebensbedrohlich für Mutter und Kind sein

Präeklampsie ist eine Schwangerschaftserkrankung, die durch erhöhten Blutdruck und vermehrte Eiweiss-Ausscheidungen im Urin auffällt. Sie kann sich zu einer lebendbedrohlichen Krankheit für Mutter und Kind entwickeln.

Mit Schokolade kann man einer Präeklampsie möglicherweise vorbeugen.

Untersuchungsergebnissen zufolge kann Schokolade dabei helfen einer Präeklampsie vorzubeugen. Foto: fotyma, iStock, Thinkstock

Eine Präeklampsie wird umgangssprachlich auch Schwangerschaftsvergiftung genannt. Dabei handelt es sich um eine Erkrankung, die während einer Schwangerschaft frühestens in der zweiten Woche, aber auch während des Wochenbetts, teilweise sogar erst 14 Tage nach der Entbindung auftreten kann. Die gesundheitlichen Probleme liegen zwar in erster Linie bei der Mutter, während einer Schwangerschaft können sie aber selbstverständlich auch das Kind beeinflussen.

Präeklampsie Symptome

Anzeichen einer Präeklampsie sind Bluthochdruck und eine vermehrte Protein-Ausscheidung im Urin. Es kommt aber auch vor, dass Betroffene sich zunächst schwindelig fühlen und von Kopfschmerzen geplagt werden. Manche haben ein Gefühl, als wären sie benommen, was zu Augenflimmern oder ähnlichen Sehstörungen führen kann. Selbst Übelkeit bis hin zum Erbrechen, Ödeme oder gesteigerte Reflexe können Symptome sein. In etwa 20 Prozent der Fälle weitet sich die Präeklampsie auf die Leber aus. Erhöhte Leberwerte lassen sich im Labor durch einen Bluttest nachweisen. Wird Präeklampsie nicht behandelt, kann sie sich zu einer Eklampsie weiter entwickeln und zu Krampfanfällen führen. Im Zweifelsfalle gilt es immer, einen Arzt aufsuchen.

Gefahren der Präeklampsie

«In der Schweiz erkranken jährlich 700 Schwangere an einer schweren und 2000 weiter an einer milden Form der Präeklampsie», berichtet Dr. Ernst Beinder vom Universitätsspital Zürich seinem Artikel «Vorgehen bei Präeklampsie» in der Fachzeitschrift «Gynäkologie». Dies sind rund zwei Prozent der Schwangerschaften. Betroffen sind überwiegend Erstgebärende sowie Schwangere, die älter als 35 Jahre sind. Für die Betroffenen kann Präeklampsie zu schwerwiegenden Konsequenzen führen. Für das Kind besteht die Gefahr einer Totgeburt oder Frühgeburt. Auch die Mutter selbst ist in Lebensgefahr, wenn ihre Schwangerschaftsvergiftung unerkannt bleibt.

Behandlung

Vor allem der Bluthochdruck und der Eiweissverlust bringen das Baby in Gefahr. Eine Frühgeburt kann die Folge sein. Deshalb muss der Blutdruck unter strenger Beobachtung medikamentös gesenkt werden. Er darf zum Wohl des Kindes keinesfalls unter die Werte 140/90 fallen. Anderenfalls wäre die Versorgung des ungeborenen Kleinen nicht mehr zweifelsfrei gewährleistet. Eine amerikanische Studie an mehr als 2’000 schwangeren Frauen zeigte, dass Schokolade eine präventive Wirkung haben kann. Wer sein Risiko senken möchte, sollte sich hin und wieder ein Stück gute Schweizer Schokolade gönnen.

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