Schwangerschaftsvergiftung: eine ernsthafte Komplikation

Bluthochdruck, Kopfschmerzen und Schwellungen an Händen und Füssen: Wer diese Anzeichen einer Schwangerschaftsvergiftung bemerkt, sollte schnell seinen Frauenarzt aufsuchen. Wird die sogenannte Präeklampsie rechtzeitig behandelt,  können schwere Schäden beim ungeborenen Baby verhindert werden.

Eine Schwangerschaftsvergiftung kann unbehandelt für Mutter und Kind gefährlich sein.

Kopfschmerzen können ein Anzeichen für eine Schwangerschaftsvergiftung sein. Foto: g-Stockstudio, iStock, Thinkstock

Die Erkrankung tritt mit drei bis fünf Prozent Wahrscheinlichkeit recht häufig auf und kann in schweren Fällen eine stationäre Behandlung erfordern. Es handelt sich um eine Erkrankung des Körpers, die mit Bluthochdruck einher geht und im schlimmsten Fall Nieren- und Leberversagen sowie gefährliche Krampfanfälle auslösen kann. Eine Frühgeburt kann drohen und bei dem Neugeborenen schwere Beeinträchtigungen verursachen. Ärzte sprechen heute nicht mehr von Schwangerschaftsvergiftung, sondern von Präeklampsie und Gestose.

Schwangerschaftsvergiftung Anzeichen

Auf eine Schwangerschaftsvergiftung kann zunächst erhöhter Blutdruck hinweisen. Er kann für die werdende Mutter gefährlich werden und muss engmaschig überwacht werden. Ausserdem werden bei Betroffenen regelmässig erhöhte Eiweisswerte im Urin nachgewiesen. Häufig treten zusätzlich vermehrte Wassereinlagerungen auf. Auch rasche Gewichtszunahmen sind möglich. Unspezifische Schwangerschaftsvergiftung-Anzeichen können Kopfschmerzen, Augenflimmern, Sehstörungen und Oberbauchschmerzen sein. Verläuft die Krankheit mild, ist eine engmaschige Überwachung durch den Arzt zumeist ausreichend. Die Anzahl der von der Plazenta gebildeten Moleküle wird durch regelmässige Blutuntersuchungen überwacht. Bei vorliegendem Schwangerschaftshochdruck ist eine deutliche Erhöhung der Konzentration im Blut nachweisbar. Auch wenn Sie regelmässig zur Vorsorgeuntersuchung gehen, sollten Sie bei ersten Anzeichen Ihren Frauenarzt um Rat fragen.

Schwangerschaftsvergiftung Symptome und Folgen

Die Symptome der Erkrankung treten in der Regel erst in der zweiten Schwangerschaftshälfte auf. In seltenen Fällen kann die Schwangerschaftsvergiftung früher nachgewiesen werden. «In ein bis zwei Prozent aller Schwangerschaften beginnt eine schwere Präeklampsie bereits vor der 35. Schwangerschaftswoche und weist dann eine Vielzahl von mütterlichen und kindlichen Komplikationen auf», schreibt Prof. Dr. med. Ernst Beinder vom Department Frauenheilkunde  am Universitätsspital Zürich in einer Informationsbroschüre zur Präeklampsie für Schwangere. Schlimmstenfalls kann es zum sogenannten HELLP-Syndrom kommen. Hierbei tritt zusätzlich eine Funktionsstörung der Leber auf. Die Schwangere leidet an Bauchschmerzen. Auch Krampfanfälle drohen Betroffenen bei schwerer Erkrankung. Solche eklamptische Anfälle sind jedoch in Industrieländern wie der Schweiz sehr selten.

Bei schwerer Erkrankung muss rasch gehandelt werden. Werdende Mütter müssen ins Spital und per Kaiserschnitt entbinden. Die vorzeitige Geburtseinleitung als einzig mögliche Therapie der Schwangerschaftsvergiftung kann Schäden für Mutter und Kind vermeiden.

Schwangerschaftsvergiftung Ursachen

Die Ursachen der Präeklampsie sind noch weitestgehend unbekannt. Führende Mediziner gehen davon aus, dass der mütterliche Organismus durch die Schwangerschaft sehr stark belastet wird und so der Stoffwechsel in ein Ungleichgewicht gerät. Unter besonderen Voraussetzungen können Schwangere zu einer Schwangerschaftsvergiftung neigen. Hierzu zählen bestehende Vorerkrankungen wie die Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus), chronische Nierenerkrankungen sowie chronischer Bluthochdruck. Übergewicht der Mutter sowie eine Mehrlingsschwangerschaft können ebenfalls eine Ursache sein. Eine familiäre Häufung wurde ebenfalls beobachtet. Neuere Erkenntnisse legen nahe, dass es sich bei der Präeklampsie um eine Autoimmunreaktion der werdenden Mutter handeln könnte. Die DNA des Ungeborenen lässt sich oftmals im Blut der Mutter nachweisen.

Weitere Informationen zur Schwangerschaftsvergiftung erhalten Sie bei der «Arbeitsgemeinschaft Gestose-Frauen Schweiz», einem Verein betroffener Frauen: www.gestose-frauen.ch

 

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