Verstopfung in der Schwangerschaft lässt sich natürlich regulieren

Verstopfung in der Schwangerschaft kommt öfter vor. Sie sorgt dafür, dass sich Frauen unwohl fühlen. Oft helfen Hausmittel, Bewegung und eine Ernährungsumstellung, den Darm wieder in Gang zu bringen.

Bewegung kann Verstopfung in der Schwangerschaft vorbeugen.

Ausreichend Bewegung hilft bei Verstopfung in der Schwangerschaft. Foto: AlexZabusik, iStock, Thinkstock

Bereits in den ersten Wochen der Schwangerschaft beginnt der Darm, anders zu arbeiten als bisher. Der weibliche Körper stellt mehr Progesteron her, um die glatte Muskulatur zu entspannen und das Baby so besser zu schützen. Dadurch arbeitet auch die Darmmuskulatur langsamer. Dies kommt dem Kind zugute. Weil die Nahrung besser verwertet wird, wird die grösstmögliche Menge an Nährstoffen entnommen. Darüber hinaus wächst die Gebärmutter, um dem Embryo Platz zu gewähren, und drückt auf den Darm. Für die Mutter bedeutet all das in der Schwangerschaft oft Verstopfung, Sodbrennen und Blähungen.

Mangelnde Bewegung, zu wenig Flüssigkeit und ungünstige Ernährung begünstigen eine Verstopfung während der Schwangerschaft. Auch Eisenpräparate, die viele werdende Mütter während der Schwangerschaft vom Arzt verschrieben bekommen, können den Darm träge machen. Vielleicht bringt auch eine Reise oder ein ungewohnter Lebensstil die Verdauung durcheinander? Nicht zuletzt können Stress, Ärger und Ängste für Verstopfung in der Schwangerschaft und Verdauungsprobleme verantwortlich sein.

Bei tagelanger Verstopfung zum Frauenarzt

Wenn zwischen drei Mal täglich und drei Mal pro Woche ein Stuhlgang stattfindet, ist die Verdauung in Ordnung. Der Besuch beim Gynäkologen ist sinnvoll, wenn wiederholt tagelang kaum Ausscheidungen erfolgen beziehungsweise diese hart und klein sind und Schmerzen verursachen. Zu starkes Pressen ist die falsche Antwort auf Verstopfung in der Schwangerschaft, denn dadurch werden eventuell Hämorrhoiden gefördert.

Hausmittel helfen gegen die Verstopfung

Gegen Verstopfung in der Schwangerschaft helfen verschiedene Hausmittel. «Bei einer Verstopfung empfiehlt sich immer eine sanfte homöopathische Behandlung», erklärt Beatrice Stutz-Lämmli, Inhaberin einer Praxis für klassische Homöopathie in Adligenswil auf ihrer Internetseite. Die Präparate wirken spätestens nach wenigen Tagen und haben keinerlei Nebenwirkungen.

Schwangere dürfen weiterhin aktiv Sport treiben, doch sollten sie sprung- und körperkontaktreiche Sportarten meiden. Sport, auch ruhigere Bewegung wie Spaziergänge und Yoga, beugen Verstopfung vor und lösen sie. Doch auch Ruhephasen sind gerade für gestresste Mütter wichtig.

Gegen eine Verstopfung in der Schwangerschaft setzen Sie zunächst Leinsamen, Weizenkleie oder Flohsamen ein, die für verdauungsfördernden Ballast sorgen. Drei Scheiben Vollkornbrot, ein gelegentlicher Happen Sauerkraut, Rohkost, getrocknetes Obst und Naturjoghurt, dazu Gemüse und Salat sowie reichlich Flüssigkeit in Form von Schorlen, Kräutertee und Wasser oder Sprudel sollten auf dem Tagesprogramm stehen. Nüsse, Milchprodukte und reife Bananen steuern unter anderem das wichtige Magnesium bei, das Darmkrämpfe löst.

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