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Alkohol ab dem dritten Schwangerschaftsmonat: Nicht mehr als ein Glas

Alkoholkonsum in der Schwangerschaft ist gefährlich.

Auch nach den ersten drei Monaten kann Alkoholkonsum in der Schwangerschaft noch gefährlich sein. Foto: © Max Tactic - Fotolia.com

Allerdings kann es auch danach noch gefährlich sein, Alkohol zu konsumieren. Die 10. Bis 20. Schwangerschaftswoche gilt als kritisch für Anzeichen des Fetalen Alkoholsyndroms (FAS). Ab dem 6 Monat kann sich Alkohol in der Schwangerschaft auf die Wahrnehmung von visuellen und akustischen Informationen Auswirken. Lese- und Rechenschwächen können zum Beispiel eine Folge sein.

In der Schweiz empfiehlt man Schwangeren, die gar nicht auf Alkohol verzichten möchten oder können, sich beim Konsum auf ein Glas zu beschränken. Das heisst nicht mehr als eine Stange Bier oder 1dl Wein pro Tag. Auch sollte man nicht täglich trinken, sondern längere Pausen einlegen. Das Bundesamt für Gesundheit weist darauf hin, dass ein «bereits moderater Alkoholkonsum von 2-4 Gläsern pro Woche Auswirkungen auf die Entwicklung des Kindes haben kann».

Alkohol in den ersten drei Schwangerschaftswochen

Besorgten Frauen, die in den ersten drei Wochen Alkohol zu sich genommen haben, weil sie nichts von der Schwangerschaft gewusst haben, kann Entwarnung gegeben werden. Nicht jedoch für den generellen Alkoholkonsum in den ersten Wochen. Das Onlineportal für Frauengesundheit Frauenärzte im Netz spricht in diesem Zusammenhang vom anfänglichen Schwangerschaftsverlauf nach dem «Alles-oder-nichts-Prinzip». Entweder sei die Störung des Embryos so gravierend, dass es zu einer Fehlgeburt kommt oder die durch Alkohol geschädigten Zellen des Embryos können ohne Funktionsverlust ersetzt und gesund weiter entwickelt werden. Ursache: In dieser Phase sind die Zellen noch nicht auf ihre Funktion im ausgebildeten Körper festgelegt. Sie sind sozusagen Allrounder. In der weiteren Entwicklung übernehmen die Zellen aber feste Aufgaben im Körper und verlieren ihre Allrounder-Fähigkeiten. Dadurch können beschädigte Zellen in der fortgeschritten Schwangerschaft nicht mehr so einfach durch andere Zellen ersetzt werden.

Alkohol während dem Stillen

Auch nach der Geburt kann der Alkoholkonsum der Mutter für das Baby schädlich sein. Nämlich dann, wenn sie stillt. Der Alkohol gelangt in die Muttermilch und damit in den Organismus des Kindes. Die Leber des Babys kann Alkohol nur langsam abbauen. Im schlimmsten Fall kann Alkohol in der Muttermilch die organische und kognitive Entwicklung stören und die Anfälligkeit einer späteren Alkoholabhängigkeit stärken, so das Bundesamt für Gesundheit.

Moderater Alkoholkonsum in der Schwangerschaft: Ein Restrisiko bleibt

Bislang kann aus medizinischer Sicht nicht gesagt werden, dass massvoller Alkoholkonsum in der Schwangerschaft vollkommen ungefährlich ist. Wo das Risiko aufhört und wo es anfängt, bleibt eine ungelöste Frage. Wenn Sie hundert Prozent sicher gehen wollen, verzichten Sie lieber ganz auf Alkohol in der Schwangerschaft, denn einen genauen Grenzwert, ab dem Alkoholgenuss schädlich wird, gibt es nicht.

Was sind Ihre Erfahrungen zum Thema Alkohol in der Schwangerschaft? Schreiben Sie einen Kommentar zum Artikel.

Weiterführende Links:

  • Download des Faktenblatts «Alkohol und Schwangerschaft» des Bundesamts für Gesundheit 2011 (PDF): www.bag.admin.ch

Autor: Fabienne Wernli

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