Warum Folsäure, Vitamin D und Omega-3-Fettsäuren so wichtig sind

Fisch ist wichtig für eine gesunde Ernährung in der Schwangerschaft.

In Lachs sind die wichtigen Omega-3-Fettsäuren enthalten. Foto: iStockphoto, Thinkstock

Folsäure, Vitamin D und andere Mineralstoffe, Vitamine und Spurenelemente in der Schwangerschaft

In der Schwangerschaft ist der Bedarf an Mineralstoffen, Vitaminen und Spurenelementen erhöht. Studien haben gezeigt, dass das Vitamin Folsäure eine entscheidende Rolle spielt. Frauen, die bereits ein bis zwei Monate vor der Schwangerschaft Folsäure-Präparate einnahmen, konnten das Risiko für Neuralrohrdefekte wie den sogenannten offenen Rücken bei ihrem Kind um 75 Prozent senken. Das Bundesamt für Gesundheit empfiehlt täglich 400 Mikrogramm Folsäure vier Wochen vor der Schwangerschaft und während der ersten zwölf Schwangerschaftswochen einzunehmen.

Während vielen Ärzten und Frauen mit Kinderwunsch bekannt ist, wie wichtig Folsäure ist, sind die neuen Empfehlungen zu Vitamin D noch nicht bei allen angekommen. «Schwangeren und Stillenden werden täglich 600 IE/Tag Vitamin D in Form von Supplementen empfohlen», heisst es in den Vitamin D-Empfehlungen des Bundesamtes für Gesundheit vom Juni 2012. Das entspricht 15 Mikrogramm. Vitamin D ist wichtig für eine gesunde Knochen- und Zahnbildung. Wer zu wenig davon hat, kann von Knochenkrankheiten betroffen sein. Vitamin D wird auch in der Haut gebildet, wenn sie Sonne abbekommt. Schwangere sollten aus diesem Grund regelmässig raus gehen, gleichzeitig aber darauf achten, dass sie sich keinen Sonnenbrand holen.

Irene Hösli rät Frauen mit Kinderwunsch zusätzlich zu Folsäure und Vitamin D auf andere Vitamine zu achten. «Vor einiger Zeit stand die zusätzliche Einnahme von Vitaminen noch in Verdacht das Risiko für Mehrlingsschwangerschaften zu erhöhen. Das konnte aber nicht gezeigt werden», erklärt Hösli. In Untersuchungen haben Forscher herausgefunden, dass die Zugabe von Multivitaminen das Risiko für untergewichtige oder zu klein Neugeborene senkt. In Apotheken und im Handel sind Multivitaminpräparate für Schwangere erhältlich, die Folsäure, Vitamin D sowie weitere Vitamine und Mineralstoffe enthalten.

Ernährung mit Fisch in der Schwangerschaft

Zu einer gesunden Ernährung in der Schwangerschaft gehört Fisch. Irene Hösli empfiehlt zweimal pro Woche Fisch zu essen. Unbedenklich sind Forelle, Rotbarsch, Felchen, Sardinen, Weisser Heilbutt, Lachs, Hering und Thunfisch aus der Konserve. Wegen des hohen Quecksilbergehaltes sollten Sie auf Hai, Speerfisch und Schwertfisch verzichten. Die Finger sollten Sie auch von Ostseehering und Ostseelachs lassen, da sie dioxinbelastet sind. Pro Woche sollte nur maximal einmal Thunfischsteak oder Hecht (130 Gramm) auf den Tisch kommen.

Fisch liefert neben Eiweiss, Vitaminen und Spurenelementen die lebenswichtigen mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Sicherlich haben Sie schon von Omega-3-Fettsäuren gehört. Sie sind unter anderem wichtig für die Sehschärfe, die Feinmotorik, die soziale Entwicklung und das zentrale Nervensystem beim Kind. Ausserdem hat sich gezeigt, dass Wochenbettdepressionen und Frühgeburten seltener vorkommen, wenn viel Fisch gegessen wird. Vegetariern empfehlen Experten Präparate mit Omega-3-Fettsäuren einzunehmen.

Weitere Informationen zur Ernährung in der Schwangerschaft

  • Lassen Sie sich bei Zweifeln von Ihrem Frauenarzt, einer Ernährungsberaterin, einer Hebamme oder einer Mütterberaterin beraten
  • Die Empfehlungen des Bundesamtes für Gesundheit zur Ernährung in der Schwangerschaft und Stillzeit finden Sie unter www.bag.admin.ch

 

Autor: Angela Zimmerling im September 2012

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